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Meinersen Weihnachtliches Exponat: Holz-Krippe besticht mit Liebe zum Detail
Gifhorn Meinersen Weihnachtliches Exponat: Holz-Krippe besticht mit Liebe zum Detail
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07:19 24.12.2019
Kann im Archiv der Samtgemeinde Meinersen besichtigt werden: Die Weihnachtskrippe, die ehemals von dem Meinerser Adolf Deeke gefertigt wurde. Quelle: Horst Berner
Meinersen

Nicht nur alte Akten oder Schriftstücke können im Archiv der Samtgemeinde Meinersen eingesehen werden – auch weihnachtliche Exponate erzählen dort von alten Zeiten. Und da zeigen Archiv-Chef Norman Schruwe und sein Vorgänger Horst Berner nicht nur handgeschnitzte Figuren aus dem Erzgebirge, Noten für Weihnachtslieder oder urige Adventskalender. Sie präsentieren genauso ein altes Weihnachtsbuch mit praktischen Basteltips, Deko-Ideen und kleinen Geschichten von damals. Eine Besonderheit unter den Exponaten aus der Advents- und Weihnachtszeit von früher zieht jedoch alle Blicke auf sich – eine beleuchtete Krippe im Fachwerk-Stall mit handgeschnitzten Figuren, die einst von dem Meinerser Adolf Deeke mit viel Liebe zum Detail gefertigt wurde.

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Holz war sein Hobby

Nichts fehlt da in dem hell erleuchteten Stall. Das Jesuskind liegt in der Krippe. Maria und Josef sind zu sehen, ebenso die Heiligen drei Könige, Engel, Esel, Schaf und Kuh. Adolf Deeke – geboren 1924, gestorben 2015 – baute diese Krippe ehemals für Horst Berner. „Holz war sein Hobby“, erinnert sich Berner. „Im Winter arbeitete er im Wald und abends baute er Krippen für Freunde und Bekannte.“

Krippenbau seit 1946

Während der Kriegsgefangenschaft habe Deeke mit den Holzschnitzereien begonnen. So habe er unter anderem ein komplettes Schachbrett mit Figuren geschnitzt. „Seit 1946 baute er dann für Kinder, Enkel, Verwandte und Freunde ganz unterschiedliche Krippen auch nach deren Vorstellungen“, erinnert sich Berner. Dabei erschuf Deeke Krippen in verschiedensten Bauformen. „Einen Stall, wie er im Morgenland, in Bayern oder – wie in unserem Fall als Fachwerk – in unserer Region gestanden haben könnte“, so Berner weiterhin.

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Man muss im Alter etwas tun

Berner erinnert sich weiter, dass Adolf Deeke zumeist im September mit dem Krippenbau begann – „weil dann die Arbeit in der Landwirtschaft weniger wurde“. Laut Berner war zumeist schon nach einer Woche Schnitzerei erkennbar, wie der fertige Stall aussehen würde. Ob im Laufe der Zeit von Adolf Deeke mehr als 50 Krippen gebaut wurden, steht laut Berner nicht fest. Wurde der Meinerser Hobby-Schnitzer danach gefragt, antwortete er: „Man muss im Alter etwas tun, aber wie viele Krippen ich schon gebaut habe, das kann ich nicht sagen.“ Laut Berner freute er sich aber und es tat ihm eigenem Bekunden nach immer richtig gut, wenn „ich Weihnachtskarten bekomme, mit denen meine Krippenbesitzer ihre Freude ausdrücken“.

Das Historische Archiv der Samtgemeinde Meinersen, Dalldorfer Straße 9 in Meinersen, ist ab Montag, 6. Januar, wieder jeden Montag von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr oder nach Absprache geöffnet.

Von Hilke Kottlick

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