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Meinersen Hilfe für krebskranken Jungen in der Ukraine
Gifhorn Meinersen Hilfe für krebskranken Jungen in der Ukraine
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06:00 05.03.2019
Spendensammlung anders als gewohnt: Die Masurenhilfe um Werner Koepke (l.) möchte einem ukrainischen Jungen helfen, der an Krebs erkrankt ist.
Spendensammlung anders als gewohnt: Die Masurenhilfe um Werner Koepke (l.) möchte einem ukrainischen Jungen helfen, der an Krebs erkrankt ist. Quelle: Archiv / dpa
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Leiferde

Der Leiferder Förderverein Masurenhilfe macht sich stark für einen 14-jährigen Jungen aus der Ukraine. Laut Vereinschef Werner Koepke ist das Kind an Krebs erkrankt und benötigt dringend Medikamente. „Aber jede Chemotherapie kostet 800 Euro, und der Vater des Kindes verdient pro Monat nur 600 Euro“, weiß Koepke. Das ist Anlass für den Leiferder, sofort zu helfen und zum Spenden aufzurufen.

Krebsmedikament in der Ukraine nicht erhältlich

Marius Maoskwiak, Vizechef im Leiferder Förderverein Masurenhilfe, hatte laut Koepke von einem Spediteur in Polen erfahren, dass einer der Lkw-Fahrer dort dringend Medikamente für seinen krebskranken Sohn Rostislav Zagorski benötigt. Der Junge liegt im ukrainischen Lemberg im Krankenhaus. Der Vater des Kindes hatte sich Koepke zufolge bei Maoskwiak nach einem bestimmten Krebsmedikament erkundigt, das weder in Polen noch in der Ukraine erhältlich ist.

Als der Chef der Masurenhilfe davon erfuhr, wurde er sofort aktiv, nahm Kontakt zu seinem ehemaligen Hausarzt auf und erhielt ein Privatrezept für das benötigte Medikament, das er – wie er mitteilt – für knapp 800 Euro über eine bekannte Apotheke besorgen konnte. Die Tabletten wurden Koepke zufolge umgehend verpackt, als Paket versichert und bei der Post aufgegeben. „Mir wurde gesagt, das es innerhalb von drei bis vier Tagen in Polen zugestellt wird“, so Koepke. „Von dort wollte der Vater des Jungen das Paket abholen.“

Medizin-Paket war verschwunden

Tagelang passierte aber gar nichts, das Paket war verschwunden. Koepke stellte einen Nachforschungsantrag bei der Post und erst nach mehrfachen Anfragen folgte eine Reaktion – „das Paket wurde entdeckt, aber nicht nach Polen, sondern an mich zurück geschickt“, mochte der Leiferder kaum glauben, was sich da ereignete. Er rief den Vater des kranken Jungen an. „Der setzte sich sofort ins Auto, fuhr die 1147 Kilometer bis nach Leiferde, holte die Medikamente und fuhr umgehend zurück“, berichtet Koepke weiter.

Knapp 800 Euro pro Chemotherapie

„Mittlerweile hat Rostislav die erste Chemo-Anwendung durch unsere Unterstützung erhalten“, teilt Koepke mit. „Nach Angaben der Ärzte beträgt seine Überlebenschance 80 Prozent, wenn weiterhin das Medikament verabreicht wird.“ Wie er weiter erfuhr, wird die Behandlung in Schüben verabreicht. „Jede Chemo kostet dabei knapp 800 Euro“, weiß der Leiferder. „Es fehlen jetzt 2400 Euro, damit Rostislav weiterleben kann“, stellte Koepke fest – und er appelliert zu helfen und für den krebskranken Jungen zu spenden – „auf unser Vereinskonto DE81 2695 1311 0161 3632 70, Nolade 21 GF W, Verwendungszweck ’Chemo Rostislav’“.

Von Hilke Kottlick

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