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Meinersen So fit sind Hauptschüler in Erster Hilfe
Gifhorn Meinersen So fit sind Hauptschüler in Erster Hilfe
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06:00 08.11.2019
Einsatz für die Schulsanitäter der Hauptschule: An der Fahrradwerkstatt gab es für die Zehn- bis 13-Jährigen zu tun. Quelle: Dirk Reitmeister
Meinersen

Es gab Blut und wehklagende Menschen: Einen – fast – echten Einsatz hatten sechs Schulsanitäter der Hauptschule Meinersen im Alter von zehn bis 13 Jahren zu bestehen. Der Besuch in der Fahrrad- und Kreativwerkstatt entpuppte sich als verkappte Übung.

Die Truppe um Lehrer Wolfgang Beutler kommt munter plaudernd um die Ecke auf den Hof mit dem Eingang zur Kreativwerkstatt. Doch dann liegen da Uwe Thiem und Ute Morf neben einem umgefallenen Fahrrad am Boden – mit blutenden Wunden an Handgelenk, Bein und in den Gesichtern. Morf bewusstlos, Thiem apathisch guckend und wehklagend, nachdem er sie mit dem Fahrrad umgefahren hatte.

Unfalldarsteller geben alles...

So gut die Frau vom Integrationsbüro und der Mann aus der Fahrradwerkstatt ihre Rolle auch spielen – die sechs Kinder riechen bald den Braten. Dabei haben die Unfalldarsteller und ihre Maskenbildnerin Ronja Behrens, die bei einem Rettungsdienst zum Team Realistische Notfalldarstellung gehört, alle Register gezogen.

Rückblende: Eine Stunde vor der Ankunft der Kinder legt Behrens mit ihrer Schminkkunst los. „Blute ich genug?“, fragt Morf. „Willst du noch eine Blutkapsel?“, fragt Behrens Thiem.

...und gehen in ihrer Rolle voll auf

Der geht in seiner Rolle ganz auf. „Er guckt schon ins Leere“, stellt Behrens schmunzelnd fest, lange bevor die Kinder im Anmarsch sind. „Du bist noch nicht krank, du kannst noch gehen“, sagt Morf zu Thiem, als er nach draußen zum Ort des Geschehens soll.

So reagieren die Kinder

„Also ich war als erstes geschockt“, sagt Schulsanitäterin Milena Potocznj. Die Elfjährige weiß aber gleich, was zu tun ist. „Sie atmet noch“, stellt das Mädchen bei Ute Morf fest. Währenddessen übt sich ein Schulkamerad am Absetzen des Notrufs, nachdem er sich etwas ausgealbert hat. Dass er die Wundtücher auf den Boden fallen lässt, gibt allerdings Minuspunkte nicht nur beim Lehrer. „Da kann sich die Wunde entzünden“, belehrt ihn eine Klassenkameradin Kopf schüttelnd.

Das sagt der Lehrer

Lehrer Wolfgang Beutler ist am Ende zufrieden mit seinen Schützlingen. „Der Übungseffekt war auf jeden Fall da.“ Der erste Moment habe gezeigt, dass bei aller Ausbildung doch zunächst eine Art Blackout-Effekt entsteht, wo der Helfer zunächst einmal verunsichert ist. Aber dann zählt Beutler auf, was alles geklappt hat: „Das mit dem Dreieckstuch, die Wundabdeckung und das mit der Wärmedecke.“

Die Kreativwerkstatt arbeitet regelmäßig mit den nachmittäglichen AGs der Hauptschule Meinersen zusammen, sagen Thiem und Morf. Die Sache mit der Fahrradunfall-Übung für die Schulsanitäter war da eine prima Sache, findet Beutler. „Um eine authentische Übungssituation zu haben.“ Sein Fazit: „Die Schüler haben das wirklich gut gemacht.“

Von Dirk Reitmeister

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