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Meinersen Sieben Ortswehren machen den Wald nass
Gifhorn Meinersen Sieben Ortswehren machen den Wald nass
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18:00 30.06.2019
Waldbrandübung: Sieben Ortswehren trainierten am Sonntag bei Leiferde im Kiefernwald. Quelle: Michael Franke
Leiferde

Wo südlich der ICE-Strecke der Waldweg aus Leiferde in den Brenneckenbrücker Weg mündet, ist es am Vormittag mit der Waldesruh bald vorbei. Einsatzleiter und Leiferder Ortsbrandmeister Felix Brennecke versammelt seine Leute um sich. Die ersten Einsatzfahrzeuge kommen aus Richtung Viehmoor herangefahren, dann aus allen Himmelsrichtungen, auch von Norden über die ICE-Brücke.

Mehr als 50 Einsatzkräfte von sieben Ortswehren aus der Samtgemeinde Meinersen trainierten Sonntagvormittag bei Leiferde die Bekämpfung eines Waldbrandes. Zurzeit ist die Gefahr eines Ernstfalls groß.

Feuerwehrmänner und -frauen aus Leiferde, Hillerse, Dalldorf, Ettenbüttel, Ahnsen, Meinersen und Seershausen sind da. Ein Teil der Einsatzkräfte ist etwa einen Kilometer weiter östlich damit beschäftigt, einen Bodenbrand zu löschen. Das ist freilich kein echter – sondern zwei Trecker sind mit Raucherzeugern bestückt und qualmen munter vor sich hin und rollen mit einem halben Kilometer pro Stunde gen Westen. Denn laut Drehbuch wandert der Bodenbrand mit einem Ostnordost-Wind in Richtung Leiferde. Doch am Brenneckenbrücker Weg soll für die Flammen die Reise beendet sein.

Deshalb koordiniert Brennecke dort den Aufbau so genannter Riegelstellungen, die die weitere Ausbreitung des Feuers verhindern sollen. „Wichtig ist, dass wir hier einen Verteiler vor Ort haben“, schärft er seinen Leuten ein.

Sind die Aufgaben verteilt, setzen sich die Fahrzeuge wieder in Bewegung und nehmen ihre Positionen ein. Die Einsatzkräfte rollen neongelbe Schläuche aus, um den Waldboden nass zu machen, bevor die Flammenwand heran gekommen ist. Die Tanklöschfahrzeuge machen sich für die Pendelfahrten zur Wasserentnahmestelle einen halben Kilometer weiter westlich in Leiferde am Waldweg bereit. Schon bald werden sie mächtig Staub aufwirbeln, wenn sie eilig mit der neuen Ladung Löschwasser ranrauschen.

„Zurzeit ist zweithöchste Waldbrandwarnstufe“

Unter den Stiefeln von Achim Wilke von der Pressestelle der Kreisfeuerwehr knirscht und knistert der moosige Waldboden. „Zurzeit ist zweithöchste Waldbrandwarnstufe, und wir hatten schon einige Flächen- und Böschungsbrände.“ Von daher komme die regelmäßig stattfindende große Waldbrandübung – die Wehren üben die spezielle Vorgehensweise und die Zusammenarbeit untereinander – genau zum richtigen Zeitpunkt. „Gerade hier ist Kiefernwald.“ Der harzige Charakterbaum der Heide sei ein wahrer Brandbeschleuniger. „Der brennt auch nass.“

Von Dirk Reitmeister

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