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Meinersen Falsch verstandene Tierliebe: Nabu schlägt Alarm
Gifhorn Meinersen Falsch verstandene Tierliebe: Nabu schlägt Alarm
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18:56 11.04.2019
Falsch verstandene Tierliebe: Das Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde schlägt Alarm. Quelle: dpa
Leiferde

3071 heimische und exotische Wildtiere hat das Nabu-Artenschutzzentrum 2018 aufgenommen. 2017 waren es rund 2500, davor 2000 oder weniger – die Tendenz ist alarmierend! Vor allem, da es oft völlig unnötig ist, Tiere in der Natur einzusammeln und in Leiferde abzugeben.

Nach dem dramatischen Anstieg der Fallzahlen 2017 und 2018 mag sich Geschäftsführerin Bärbel Rogoschik kaum ausmalen, was in dieser Saison aufs Artenschutzzentrum zukommt. Erfahrungsgemäß klingelt im Sommer vormittags das Telefon pausenlos und nachmittags stehen die Menschen Schlange, um – vermeintlich – hilfsbedürftige Wildtiere abzugeben.

Besonders Jungtiere erwecken falschen Eindruck

Besonders Jungtiere erwecken leicht mal den Anschein, von ihren Eltern verlassen worden zu sein, sind es aber nicht. Sie aufzusammeln ist übrigens nicht erlaubt – einzige Ausnahme: „Man darf sie nur aus ihrem Lebensraum entfernen, wenn sie verletzt sind. Einfach nur jung sein reicht nicht“, betont Rogoschik. Nach zuletzt 600 Tieren überm bisherigen Höchstand, 1000 über der Kapazitätsgrenze und bis zu 2000 Fütterungen täglich sieht sich der Nabu gezwungen, dem nächsten Ansturm vorzubeugen, so gut es eben möglich ist.

„Was wir erleben, grenzt an Realsatire“

Die selbst ernannten Retter erkennen nicht, wie sehr sie schaden. Da sollten Frösche statt im schlammigen Teich im sauberen Tiefkühlfach überwintern, Schwalben durch Einsperren in einer Scheune vorm gefährlichen Flug gen Süden bewahrt werden und Igel schon Mitte Juli den Winterschlaf antreten, weiß Rüdiger Wohlers, Sprecher vom Nabu-Landesverband. „Was wir erleben, grenzt an Realsatire“, sagt er.

Kümmert sich der Nabu nicht um die vermeintlich hilfsbedürftigen Tiere, „reagieren die Helfer teils äußerst aggressiv“, berichtet Wohlers.

„Wir haben Tausende Anrufe landesweit, aber ernten nahezu null Verständnis dafür, Tiere einfach mal in Ruhe zu lassen.“ Gemeinsam mit Rogoschik bittet er, sich von möglicherweise hilfsbedürftigen Tieren zurückzuziehen, Kontakt mit dem Nabu aufzunehmen und dessen Expertenrat zu vertrauen.

Von Ron Niebuhr

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