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Meinersen Bachforellen fühlen sich wieder wohl
Gifhorn Meinersen Bachforellen fühlen sich wieder wohl
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20:00 14.11.2018
Renaturierter Staugraben: Sven Kassebaum (v.l.), Maik Peschke und Christian Prauseim Arbeitseinsatz.
Renaturierter Staugraben: Sven Kassebaum (v.l.), Maik Peschke und Christian Prauseim Arbeitseinsatz. Quelle: privat
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Neu bei den Unterhaltungsarbeiten ist, dass die Grabensohle nicht mehr maschinell mit einem Mähkorb geräumt wird. „Seit Baubeginn zu den strukturverbessernden Maßnahmen im Staugraben im Herbst 2015 wurde der neu gestaltete Bereich nicht mehr grundgeräumt“, teilt dazu Jens Fieser mit, Vizechef des ASV.

„Durch den Jahrhundertsommer und die extrem niedrigen Niederschlagsmengen sank der Wasserpegel dramatisch“, informiert Fieser. Durch den geringen Abfluss mit einer entsprechend geringen Strömung haben sich dem Vizevorsitzenden zufolge stellenweise deutliche Sedimentablagerungen gebildet, in der Folge breite sich insbesondere die Brunnenkresse massiv aus.

Mehr Dynamik erforderlich

Diese galt es nun stellenweise zu entfernen, um wieder Dynamik ins Gewässer zu bringen. „Entscheidend bei der Unterhaltung ist es, einerseits den Abfluss zu garantieren, anderseits aber auch den Lebewesen Unterstände zu belassen“ so Maik Peschke, Gewässerwart des ASV.

Durch die jetzige Form der Unterhaltungsmaßnahmen wird durch gezieltes Entfernen und Belassen von Krautzonen ein natürliches Mäandern in Verbindung mit den Kiesbetten des Gewässers deutlich.

Bachforellen und ein Stichling

Auch eine Kontrollbefischung gab es im Zuge des Einsatzes. Mit dem Netz konnten auf einer Länge von fünf Metern zehn Bachforellen von fünf bis 15 Zentimeter Länge und ein dreistachliger Stichling gefangen werden.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe freuten sich laut Fieser über die außerordentlich hohe Bestandsdichte an Bachforellen. „Über den gesamten Grabenverlauf waren vorbeihuschende Forellen zu beobachten. Die Bachforellen zeigten einen sehr guten Ernährungszustand.“

Nachhaltige Erfolge

Das Ergebnis unterstreicht laut Fieser, „dass das neu strukturierte Habitat nachhaltig durch die Bachforellen angenommen wird“. Erfreulich war dem ASV-Vizechef zufolge auch die hohe Anzahl an Grasfröschen und diversen Insektenlarven, die sich am Kiesgrund und im Grünen tummelten. Er erinnerte: „Das alles war bis zur Umstrukturierung durch den ASV kaum oder gar nicht vorhanden.“

Von unserer Redaktion

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