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Meinersen Bürger pflanzen Bäume und schlagen Wurzeln
Gifhorn Meinersen Bürger pflanzen Bäume und schlagen Wurzeln
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00:22 27.05.2019
Einen Baum pflanzen zur Geburt oder Hochzeit: Der Fachausschuss plant in Meinersen die Anlage eines Dorfwaldes. Quelle: Archiv
Meinersen

Aus Ideen wachsen Bäume – aus Bäumen wachsen Ideen: Der Sport-, Sozial- und Kulturausschuss (SSK) bezeichnete das neue Projekt nicht als „Kinderwald“, sondern vorerst als Dorfwald. Die Idee ist es, zur Geburt eines Kindes einen Baum zu pflanzen. Der Fachausschuss entwickelte den Gedanken weiter. Danach soll es möglich sein, auch zu anderen Anlässen wie Einschulung oder Hochzeit auf einem bestimmten Areal einen Erinnerungs-Baum einzupflanzen.

Über Generationen hinweg

„Mit diesem generationsübergreifendem Projekt möchten wir den Menschen rund um Meinersen die Natur und das ökologische Bewusstsein näher bringen“, sagt SSK-Vorsitzende Jana Laske. Auf Wunsch vieler Bürger sei die Idee entstanden, auf einer ausgewiesenen Fläche einen Kinderwald entstehen zu lassen. Dort hätten auch Menschen, die über kein eigenes Grundstück verfügen, die Möglichkeit, zu pflanzen. „Wir möchten damit Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern, aber auch älteren Menschen eine Alternative bieten und Pflanzungen einheimischer Baumarten ermöglichen“, erläutert die Ausschuss-Chefin.

Was für das Projekt spricht

Die Verwaltung geht jetzt auf Flächensuche für einen Kinderwald und will dann einen Plan erstellen, in welcher Anordnung die Bäume gepflanzt werden.

Der Sport-, Sozial- und Kulturausschuss sieht folgende Vorteile in dem Projekt: Dem Bürgerwunsch wird entsprochen, die familienfreundliche Samtgemeinde gestärkt, es entsteht eine Bindung an die Heimat, der Wald dient unter dem ökologischen Aspekt als Ziel für Ausflüge und ermöglicht Ausgleichspflanzungen für Wohngebiete. Nachteile sieht der Ausschuss in den Kosten für die Planung, im Verwaltungsaufwand.

Weitere Vorschläge: Eltern von Neugeborenen erhalten das Angebot für das Baby einen Baum zu pflanzen; mit einer Begrüßungsurkunde kann auch die Info zum Bäumchen im Kinderwald versendet werden; bei Interesse kann laut Plan ein Platz für einen Baum ausgewählt werden; Eltern oder Großeltern teilen mit, welchen Baum sie pflanzen möchten und wann. Sollte gerade keine Pflanzzeit sein, könnte der Platz reserviert werden; die Familie signalisiert die Pflanzung, die Verwaltung lässt die Fläche vorbereiten. Alles andere übernimmt die Familie mit dem Kauf des Baumes. Der Baum wird gegen Wildbiss geschützt und an einem Dreierpflock befestigt, damit er gerade wächst; die Kennzeichung der Bäumchen ist mit Tontafeln, Metall- oder Messingschildchen möglich; ein- oder zweimal pro Jahr sollte im Kinderwald gemäht werden

Anhand individueller Beschilderungen sei die Zugehörigkeit erkennbar, „das schafft Verbundenheit“, meinte Jana Laske. Ein gemeinsam geschaffener Lebensraum stärke die Gemeinschaft in der Gemeinde und bei Kindern entwickele sich Bewusstsein für „lebenswichtige Waldlandschaften“.

Ausgleich für Wohngebiete

„So schaffen wir Ausgleichspflanzungen für Wohngebiete“, nannte Jana Laske weitere Vorteile. Geplant sei zudem, dass der Wald gemeinsam von denen gehegt und gepflegt wird, die dort Bäume gepflanzt haben. „Der Wald soll für Familien, Kitas und Schulgruppen Ziel von Ausflügen und Waldführungen sein“, blickt sie in die Zukunft und sieht einen „pädagogischen Effekt“ darin, wenn das Bewusstsein und die Freude an der Waldlandschaft und den Pflanzen geweckt werden.

„Mit den gepflanzten Bäumen etwas von Dauer zu schaffen“ ist laut Jana Laske Ziel des Projektes. Sie sieht darin eine „Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen“ und damit gleichsam eine „Verbindung mit dem Dorf“ zu schaffen.

Verwaltung sucht Fläche

Auf Vorschlag des Fachausschusses ist jetzt die Verwaltung gefordert. Sie macht sich laut der Vorsitzenden nun auf die Flächensuche für einen Dorfwald, alternativ für eine Allee. Der Gemeinderat Meinersen berät den Vorschlag dann in seiner Sitzung am Donnerstag, 20. Juni. Bei entsprechendem Beschluss „könnten wir im Herbst startklar sein und mit dem Projekt und ersten Pflanzungen beginnen“, sagt die Ausschuss-Chefin mit Verweis darauf, dass sie auch bereits einen Meinerser Gartenprofi mit ins Boot geholt hat.

Von Hilke Kottlick

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