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Meinersen Das passiert mit der Hundesteuer
Gifhorn Meinersen Das passiert mit der Hundesteuer
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06:00 13.04.2019
Hundesteuer erhöht: In der Samtgemeinde unterscheiden sich die Beiträge ganz erheblich.privat
Meinersen

 „Etwas mehr zur Kasse bitte!“, heißt es fortan für alle Hundebesitzer in der Samtgemeinde Meinersen. Dort wurde die Hundesteuer angehoben. In jeder der vier Mitgliedsgemeinden zahlen Hundefreunde ab sofort höhere Steuern – dabei fiel die Erhöhung in Meinersen, Müden, Hillerse und Leiferde völlig unterschiedlich aus.

Am tiefsten ins Portemonnaie greifen müssen Dackel-, Dobermann- und Doggenfreunde jetzt in Meinersen. Dort zahlen sie jährlich für den ersten Hund 78 Euro (vorher 60), für den zweiten 156 (120) und für jeden weiteren Hund 234 (180) Euro. Teuer ist der Besitz bellender Vierbeiner auch in Leiferde. Dort kostet der erste Hund jetzt 62 Euro (vorher 48), der zweite 124 (96) und jeder weitere 234 (180) Euro. Nicht ganz so viele Steuern zahlen Hundehalter ab sofort in Müden. Laut aktuellem Ratsbeschluss liegen hier die Beiträge nach der Erhöhung bei 54 Euro (vorher 48) für Hund Nummer zwei 132 Euro (120), für jeden Dritthund 198 Euro (180).

Am Günstigsten kommen Hundebesitzer in Hillerse weg. Sie zahlen 48 Euro (vorher 36) für den ersten Hund, 96 (60) für den zweiten und 120 Euro (72) für jeden weiteren Hund. Und wenn auch überall unterschiedliche Sätze gelten, in einem sind sich alle Gemeinden einig – für die Haltung eines gefährlichen Hundes berappen die Besitzer 600 Euro Steuern.

Letzte Erhöhung war im Jahr 2003

Für die Erhöhung nannten die Gemeinderäte in allen Mitgliedsgemeinden den gleichen Grund: „Die Hundesteuer wurde zuletzt im Jahr 2003 angefasst“. Es sei angemessen, die Sätze nach so langen Jahren anzupassen.

Die Anzahl der Hunde soll „im Rahmen bleiben“

Die unterschiedliche Höhe der Hundesteuer in den einzelnen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Meinersen ist laut Michael Zobjack, Chef des Fachbereichs Finanzen, „historisch bedingt.“ Den jeweiligen Räten steht es laut Zobjack frei, „ob sie die Hundesteuer um zwei oder um 200 Euro erhöhen“. Der Finanz-Experte bezeichnet diese Steuer als „Ordnungssteuer“. Sie solle dazu beitragen, „dass die Anzahl der Hunde im Rahmen bleibt“.

Laut Zobjack fordern verschiedene Hundebesitzer für diese Steuer eine Gegenleistung wie beispielsweise Kotbeutel-Automaten. Das könne jedoch nicht gegengerechnet werden, denn „die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden“. Ebenso wie andere Steuern stärke sie das Gesamt-Finanz-Standbein der jeweiligen Gemeinde, sagt Zobjack.

Das sagen Hundebesitzer dazu

„Ich weiß nicht, womit die Erhöhung der Hundesteuer gerechtfertigt ist“, sagt Hede Stahmer aus Meinersen. Auch wenn diese Steuer noch höher ausfallen sollte, so würde doch niemand auf seinen Hund verzichten, meint sie. „Das ist wie mit dem Rauchen. Die Zigaretten werden teurer, trotzdem hören die Wenigsten damit auf.“ Michaela Dannheim aus Müden ist „generell gegen eine Hundesteuer“. Für Katzen und Pferde zahle doch auch niemand, meint sie und versichert mit Blick auf die „vielen Katzen, die rumlaufen, sammeln wir Hundebesitzer alle Hinterlassenschaften der Tiere auf“. Matthias von Glischinksi aus Leiferde sähe es gern, wenn auch Katzenbesitzer Steuern zahlten. Das Argument, dass eine hohe Steuer dazu führe, dass weniger Hunde gehalten werden, kann er nicht verstehen. Karl-Heinz Goetzke aus Hillerse kommentiert die Erhöhung der Hundesteuer: „Ich finde, das ist eine Schweinerei.“

Von Hilke Kottlick

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