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Meinersen US-Experten suchen Überreste von Kriegsbomber
Gifhorn Meinersen US-Experten suchen Überreste von Kriegsbomber
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20:00 13.08.2019
Suche nach Absturz-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg: Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld (v.l.), Dave Rankin und Jörg Dietsche von History Flight. Quelle: Foto: Andrea Posselt
Landkreis Gifhorn

Am 8. April 1944 stürzte bei Bokelberge ein US-Bomber B-24H Liberator ab. 75 Jahre später suchen nun Jörg Dietsche und Dave Rankin, Spezialisten der Firma History Flight, vor allem nach den sterblichen Überresten eines der insgesamt zehn Insassen. Noch bis Donnerstag forschen die Experten auf einem abgeernteten Feld.

Riesige Puzzlearbeit

Es ist eine riesige Puzzlearbeit, die das Team der privaten Forma History Flight leistet. Klar ist, dass sie auf der Suche nach dem Bomber mit der Werksnummer 4129422 sind. Klar ist den Experten auch, wessen sterbliche Überreste sie vermutlich finden werden. Auch auf bereits Erforschtes können sie zurückgreifen. Schon 1948 untersuchte das US-Militär die Absturzstelle. Damals berichteten Augenzeugen von dem Absturz – auch von Leichenteilen und Wracküberresten. Die hatte damals bereits die Luftwaffe beseitigt, vermutlich schon rund zwei Wochen nach dem Unglück.

Von Flakgeschützen getroffen

Denn soviel steht fest: Der Bomber kam aus östlicher Richtung und muss irgendwo zwischen Gardelegen und dem Zielort Braunschweig mehrfach von Flakgeschützen getroffen worden sein. Der Bomber kam ins Trudeln, triftete in Spiralen zu Boden. Bei Bokelberge schließlich explodierte das Flugzeug mitsamt der kompletten Munition, die an Bord war. Noch vor dem Aufprall konnten sich neun Soldaten in letzter Sekunde per Fallschirm retten. Der Navigator, der mit dem Schützen im vorderen Bereich des Flugzeugs saß, berichtete später, er habe noch gesehen, wie auch der Schütze seinen Fallschirm trug, dann jedoch aus unerfindlichen Gründen nicht raussprang.

Identität ist bekannt

Das Team von History Flight kennt die Identität des jungen Mannes, will Näheres aber erst verkünden, falls DNA-Analysen nach Knochenfunden dies auch tatsächlich belegen – das geschieht vor allem mit Rücksichtnahme auf die Angehörigen. Geheimhaltung, wo aktuell gegraben wird, ist in Absprache mit dem Landkreis und dem Grundstückseigentümer ebenfalls geboten.

Keine Knochenteile

Erste Erfolge hatten die Amerikaner bei der Suche schon: So konnten persönliche Ausrüstungsgegenstände gefunden werden. Knochenteile kamen noch nicht zu Tage. Das ist für Ausgrabungsleiter Dave Rankin das große Ziel: „We want to take home the missing man.“

Von Andrea Posselt

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