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Meinersen So bunt feiert der SV Ettenbüttel sein Jubiläum
Gifhorn Meinersen So bunt feiert der SV Ettenbüttel sein Jubiläum
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06:00 06.09.2019
Großer Spaß für die Kinder: Der Ettenbütteler Balken feierte mit vielen wilden Kissenschlachten Premiere beim Jubiläum des Sportvereins. Quelle: Ron Niebuhr
Ettenbüttel

So wie Alt und Jung im SV Ettenbüttel gemeinsam Sport treiben, so verband das Festwochenende zum 50-jährigen Bestehen Tradition und Moderne. Es entwickelte sich zur Freude der Organisatoren und Helfer um SV-Chefin Ina Heumann rasch zum Publikumsmagneten fürs ganze Dorf.

Premiere zum Jubiläum

Mit einer Premiere stiegen die Ettenbütteler ins Jubiläum ein: dem ersten Crosslauf in der Vereins- und Dorfgeschichte. Die Strecken führten rund ums ehemalige Trimm-Dich-Gelände. Kinder absolvierten 1,2 Kilometer. Wer mindestens zwölf Jahre alt war, hatte die Wahl zwischen einem Lauf durchs Gelände über eine Distanz von 3,5 Kilometern und einem ebenso langen Hindernislauf. Bei letzterem mussten die Läufer unter anderem „sogar über Strohrollen krabbeln“, berichtete Heumann. 60 Läufern traten an. „Der Lauf kam super an und der Wunsch nach einer Wiederholung auf“, sagte die SV-Chefin.

Bildergalerie vom Jubiläumsfest

Da war groß was los im Dorf: Der SV Ettenbüttel feierte mit einem tollen Programm für Kinder und Erwachsene sein 50-jähriges Jubiläum.

Spiel ohne Grenzen lebte wieder auf

Das Spiel ohne Grenzen am Samstag ging zum Jubiläum bereits in die zweite Runde. „Wir haben es nach der Neuauflage von 2017 jetzt noch mal aufleben lassen“, sagte Helferin Lisa Heumann. Die Regie dabei übernahm Angela Hornbostel. Viele Mitwirkende brachten sich mit tollen Ideen ein. Und mancher Zuschauer stellte erfreut fest, dass das Spiel ohne Grenzen ganz so wie anno dazumal war.

Das war der lustige Zehnkampf

Sieben Teams aus je fünf Kindern im Alter zwischen vier und 14 Jahren traten zum lustigen Zehnkampf an. Sie versuchten sich als Montagsmaler, im Rasieren von Luftballons, im Bau einer Menschenpyramide, im Lösen von Quizfragen, im Baggern, im Brückenbau mit Wasserkisten, im Rasenski, im Einfädeln von Spaghetti in Maccaroni und im Mülltonnenrennen. „Als Finale ist ein Staffellauf mit Verkleiden vorgesehen“, sagte Lisa Heumann. Alle Teams bekamen Urkunden und jeder Teilnehmer Süßigkeiten. Die Sieger erhielten zudem einen Wanderpokal. Das ließ auf eine baldige Wiederholung hoffen.

So kam der neue Balken an

Das Kinderprogramm rundeten Hüpfburg, Kistenklettern und der Ettenbütteler Balken ab. Auf letzterem trugen die Kinder Kissenschlachten aus. Wer vom Balken plumpste, landerte weich im Stroh. „Den Balken haben Eltern und Großeltern aus dem SV extra zum Jubiläum liebevoll selbst gefertigt“, erzählte Ina Heumann. Für die Vorsitzende ein Beleg dafür, wie groß Miteinander und Gemeinschaft im SV geschrieben werden. Und übrigens auch in Ettenbüttel insgesamt, denn „uns haben alle Vereine und die Feuerwehr dabei unterstützt, das Jubiläum auf die Beine zu stellen“, sagte Heumann. Parallel zum Spiel ohne Grenzen konnte man Smoothies mit dem Fahrrad mixen, seine Alltagsfitness checken und bei einer Tombola tolle Preise örtlicher Geschäfte abstauben.

Was noch zum Jubiläum zählte

Nachmittags schwelgte man beim Kaffeetrinken mit Gründungsmitgliedern und Gästen aus Politik und Verwaltung in Erinnerungen. Für die Fußballer stand ein Punktspiel gegen die SV Groß Schwülper an. In dessen Halbzeitpause ging es bei hochsommerlichem Wetter nicht minder schweißtreibend zu, bot die Gruppe Just Move doch eine Tanzshow dar. Abends dann klang die Sause mit einer Disco im Dorfgemeinschaftshaus aus.

Warum eigene Räume toll wären

Der SV Ettenbüttel zählt mit seinen 50 Jahren gewiss noch nicht zu den ältesten Vereinen im Landkreis. Trotzdem blickt er auf eine bewegte Geschichte zurück. Und der noch immer wachsende Verein hat auch schon einige Pläne gefasst, wie sich der Sport in Ettenbüttel weiterentwickeln soll.

„Die Gründungsmitglieder wollten ganz einfach Sport treiben“, erinnerte sich die heutige SV-Chefin Ina Heumann an die Anfänge des Vereins. Damals gab es zunächst nur eine Damensportgruppe. Etwas später kam eine Gruppe für Leichtathletik dazu, die auch heute noch große Erfolge feiert – zuletzt die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Siebenkampf.

Mit dem Neubau des Dorfgemeinschaftshauses kehrte auch die zeitweilig ruhende Begeisterung für Fußball in den Verein und in das Dorf zurück. „Ein paar junge Männer haben die Sparte in Eigenregie reaktiviert und auch die Neugestaltung des Sportplatzes engagiert vorangetrieben“, lobte Heumann.

Die SV-Chefin weiß, welchen Wunsch der Verein hegt: „Wir brauchen dringend eigene Umkleiden für die Fußballer.“ Derzeit nutzen sie das Dorfgemeinschaftshaus dafür. Das auch viel für private Events vermietete Gebäude steht dem Verein allerdings nicht immer zur Verfügung. „Wir sind bisher überall nur Gast. Eigene Räume wären toll.“

Von Ron Niebuhr

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