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Meinersen 400 Unterschriften für Erhalt des Pfarrhauses
Gifhorn Meinersen 400 Unterschriften für Erhalt des Pfarrhauses
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14:00 30.04.2019
Altes Pfarrhaus in Leiferde: Über die Zukunft soll im Rahmen einer Gemeindeversammlung am Donnerstag, 9. Mai, informiert werden. Quelle: Hilke Kottlick
Leiferde

Sanierung, Verkauf, Abriss, Neubau – was wird aus dem alten Pfarrhaus in Leiferde? Diese Frage diskutierten die Einwohner in den vergangenen Wochen zunehmend lebhafter. Seitens des Kirchenamtes beklagen sie mangelnde Offenheit. Und während der Kirchenvorstand bereits einstimmig den Verkauf des alten Pfarrhauses beschlossen hat, um ein neues Haus zu bauen, sammelte Einwohnerin Sabine Bastam 400 Unterschriften für den Erhalt des im Jahre 1911 erbauten Hauses.

Offenerer Umgang gewünscht

„Wir hätten uns einen offeneren Umgang gewünscht, um das Für und Wider in der Gemeinschaft zu diskutieren“, sagt Sabine Bastam. Dafür müssten jedoch alle Beteiligten den gleichen Wissensstand haben, meint sie und beklagt, dass „keine Zahlen genannt werden“. So könne man nicht erkennen, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Sabine Bastam macht sich auf jeden Fall stark für den Erhalt des alten Hauses. Sie sammelte dafür 400 Unterschriften, schrieb einen Brief und sandte alles zusammen an Superintendentin Sylvia Pfannschmidt.

Enttäuschung über „Profitgier“

„Das alte Haus muss verkauft werden, damit das neue gebaut werden kann“, weiß Christine Ballhorn vom Kirchenvorstand. Dagegen spricht sich wiederum Einwohnerin Gisela Hahn vehement aus. Sie befürchtet, dass ein neues Gemeindehaus auf dem Gelände vor der Kirche Im Paul gebaut werden soll. Damit wäre der Blick auf die Kirche und das alte Gemeindehaus verschandelt, meint sie. „Dabei ist jeder, der hier her kommt, begeistert von dem tollen Ambiente“, sagt sie und zeigt sich enttäuscht von dieser „Profitgier“. Gisela Hahn ist überzeugt: „Das Ganze hier gehört zusammen.“

Die Einwohner hoffen nun, dass für die nächste Gemeindeversammlung am Donnerstag, 9. Mai, um 19.30 Uhr in der Leiferder Kirche Zahlen auf den Tisch kommen. Eben dies versichert Superintendentin Pfannschmidt. So teilte Sprecherin Ulla Evers mit, dass die Superintendentin und Vertreter des Kirchenamtes der Gemeinde in Leiferde dann Rede und Antwort stehen werden.

Hohe Kosten bei Sanierung

Auf AZ-Anfrage erläuterte Ulla Evers, Sprecherin des Kirchenamtes, die Entstehung der Idee eines neuen Pfarrhauses. Demnach sei schon unter Rudi Janz, den im Sommer verstorbenen Vorsitzenden des Kirchenvorstands, über den Bau nachgedacht worden.

Klar sei damals schon gewesen, dass die Sanierung des Pfarrhauses mit hohen Kosten verbunden wäre. Nach der Sanierung bliebe das große Pfarrhaus bestehen, in dem der private schwer vom öffentlichen Bereich zu trennen ist, so Evers. Die Energiekosten wären relativ hoch. Das Außengelände biete keinen privaten Rückzugsort. „Damit die Leiferder Gemeinde attraktiv für neue Pastoren bleibt“, wolle man daher ein attraktives Wohnumfeld für sie schaffen.

Pläne werden vorgestellt

„Die Pläne werden bei der Gemeindeversammlung vorgestellt“, verspricht sie und zählt auf: Gemeinde und Kirchenkreis müssten eine Sanierung komplett selber bezahlen. Der Neubau werde durch die Landeskirche Hannover kofinanziert. Zur Finanzierung werde seitens der Gemeinde eine Beteiligung gefordert, die diese durch den Verkauf des alten Pfarrhauses und des Grundstückes auch erbringen könne. Der Kirchenvorstand Leiferde habe beschlossen, das Pfarrhaus zu verkaufen, um ein neues bauen zu können. Der Beschluss des Neubaus sei im Kirchenkreistag mit zwei Enthaltungen befürwortet und die Zusage der 1/3-Finanzierung eines Neubaus gegeben worden.

Neubaufinanzierung durch die Landeskirche?

Und Evers teilt per Protokollauszug von der Kirchenkreistagssitzung mit, dass die Kirchengemeinde Leiferde plane, ihr abgängiges Pfarrhaus mit Grundstück zu verkaufen und ein neues Pfarrhaus zu bauen. Für das alte Pfarrhaus wären Sanierungskosten in nicht tragbarer Höhe nötig. Das Landeskirchenamt habe auf Nachfrage signalisiert, dass sie sich eine kurzfristige Umsetzung und Finanzierung der Neubaumaßnahme vorstellen könne. Die Finanzierung: Neubaukosten 500.000 Euro, verwertbarer Verkaufserlös 250.000 Euro, Landeskirche 100.000 Euro (ohne Außenanlagen), Kirchenkreis 150.000 Euro.

Von Hilke Kottlick

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