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Isenbüttel Zugunfall in Isenbüttel: Kind (3) ist außer Lebensgefahr
Gifhorn Isenbüttel Zugunfall in Isenbüttel: Kind (3) ist außer Lebensgefahr
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10:35 24.09.2019
Zugunfall in Isenbüttel: Die genaue Ursache für das Unglück wird vermutlich nie geklärt werden. Quelle: Michael Franke
Isenbüttel

Nach dem schrecklichen Zugunglück am Sonntag in Isenbüttel – eine Autofahrerin (35) starb – hat sich der Gesundheitszustand ihres Kindes (3), das Mitinsasse in dem Unfallfahrzeug war, gebessert.

Mädchen aus dem Koma geholt

„Die in Braunschweig lebende Schwester der Verstorbenen hat sich an die Polizei gewandt und uns Informationen über das dreijährige Mädchen zukommen lassen“, so Polizeisprecher Thomas Reuter. Das kleine Mädchen, das bereits kurz nach dem Unfall mit dem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule Hannover geflogen worden ist, sei inzwischen aus dem künstlichen Koma geholt worden, so Reuter. „Das Kind befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr“, teilt der Polizeisprecher mit, der am Montag von mehreren TV-Teams zu dem Isenbütteler Unfall befragt worden ist.

Ein Regionalzug hat am Sonntagmorgen an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Isenbüttel ein Auto erfasst. Die Fahrerin (35) starb noch an der Unfallstelle, ihre dreijährige Tochter wurde schwer verletzt.

Unfallursache bleibt unklar

Die 35-Jährige Isenbüttelerin war am Sonntagmorgen um 9.37 Uhr mit ihrem Wagen aus Richtung Süden kommend über den unbeschrankten Bahnübergang am Triftweg gefahren und war dabei vom Triebwagen eines erixx-Zuges erfasst und mitgeschleift worden. „Warum es zu dem Unfall gekommen ist, bleibt weiter unklar – und wird vermutlich auch nicht mehr genau zu klären sein“, so Reuter. Möglicherweise sei die 35-Jährige abgelenkt gewesen, denkbar sei auch, dass die tief stehende Sonne die Frau geblendet habe.

Offizielle Beschwerde der Gemeinde

In dem Zug befanden sich zum Unfallzeitpunkt 50 Mitreisende, von denen nur eine Reisende leicht verletzt worden ist. Inzwischen hat Isenbüttels Gemeindedirektor eine offizielle Beschwerde an den Regionalverband Braunschweig geschickt, da die Zug-Evakuierung nach seiner Auffassung zu lange gedauert hat. „Der Schienenersatzverkehr, der die Leute abgeholt hat, kam erst um 12 Uhr – ich war zu dem Zeitpunkt selbst vor Ort“, so Rautenbach.

Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn einbinden

„Ich denke, es ist Ihnen klar, dass die Menschen nach dem traumatischen Erlebnis teilweise sehr aufgelöst waren, es war um die Mittagszeit auch sehr heiß“, fordert Rautenbach zukünftig eine Optimierung solcher Abläufe. Auch die Einbindung der VLG regt der Gemeindedirektor an. Mit Bussen hätten die Menschen kurzfristig zu Bahnhöfen nach Gifhorn-Süd oder Gifhorn-Stadt gebracht werden können. Ein Dank von Rautenbach geht an die Feuerwehr: Sie half den Reisenden, mit ihrem Gepäck den Zug zu verlassen und sich zu einem sicheren Aufenthaltsort auf dem Parkplatz des Versorgungszentrums zu begeben.

Rückblick: Weitere Unfälle

Immer wieder kommt es im Kreisgebiet an unbeschrankten und auch gesicherten Bahnübergängen zu Unfällen. Im Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 22. September 2019 wurden beim Zusammenprall von Zügen und Autos sechs Personen leicht verletzt, drei Verkehrsteilnehmer schwer verletzt und eine Person getötet. Laut Polizei-Experte Winfried Enderle ereignete sich sieben dieser Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen, ein Unfall an einem Bahnübergang mit Ampel und fünf weitere Unfälle an Bahnübergängen mit Ampel und Schranke.

Häufige Kollision mit Schranke

Zudem gab es in diesem Zeitraum 13 weitere Unfälle an Bahnübergängen – zwölf Mal kollidierten Autos mit einer Bahnschranke. Ein weiterer Unfall ereignete sich durch ein verlorenes Fahrzeugteil einer landwirtschaftlichen Zugmaschine. „Anschließend prallte ein Zug dagegen“, so Enderle.

Von Uwe Stadtlich

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