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Isenbüttel Grundschüler packen an der Saftpresse mit an
Gifhorn Isenbüttel Grundschüler packen an der Saftpresse mit an
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19:00 29.09.2019
Mostfest in Wasbüttel: Auch viele Grundschüler packten bei der Aktion auf der Streuobstwiese mit an. Quelle: Ron Niebuhr
Wasbüttel

Der Sommer ist vorbei, der Herbst hat begonnen. Und mit ihm auch die Ernte. Auf Wasbüttels Streuobstwiese hieß es daher am Samstag einmal mehr: Mosten, was das Zeug hält! Isenbüttels Nabu freute sich über viele fleißige Helfer, darunter auch Wasbüttels Grundschüler.

Horneburger Pfannkuchen

Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Horneburger Pfannkuchen schmeckt, ob der Pommersche Krummstiel süß oder säuerlich ist, wie knackig Stahls Winterprinz ist und wie krumm die Winterbanane wächst, war beim Mosttag des Nabu goldrichtig. Dort kamen diese und zig andere Apfelsorten in die Saftpresse. Im Idealfall ergab das eine köstliche Mischung, die genauso garantiert nirgendwo sonst zu haben war.

Saftkreationen

Gerade das macht für viele Baumpaten den Reiz des Mosttages aus: Nicht bloß die immer gleichen Früchte und den immer gleichen Saft des eigenen Baumes essen und trinken, sondern zusammen mit weiteren Freunden der Wasbütteler Streuobstwiese neue Saftkreationen genießen. Dafür waren Roter Stern, Prinz Albrecht von Preußen, Goldrenette und Co. natürlich erstmal zu ernten. „Die Ernte ist nicht überragend, aber besser als erwartet. Wir hatten schon befürchtet, es wären nur drei bis fünf Äpfel. Aber es kommt ausreichend viel zusammen", freute sich Nabu-Sprecherin Helga Mannes über die trotz des trockenen Sommers ordentliche Ausbeute. Zumal die meisten Bäume auf der Obstwiese eh nur alle zwei Jahre Früchte tragen.

Alle Hände voll zu tun

Die Helfer jedenfalls hatten alle Hände voll zu tun. Mit Körben, Bollerwagen, Schubkarren und Leitern schwärmten die kleinen und großen Pflücker vom Strohballenhaus aus in alle Ecken und Winkel der Streuobstwiese aus. Apfel um Apfel angelten sie von all jenen Bäumen, deren Paten ihr Okay dafür gegeben hatten. Die Früchte häuften sie auf Planen. Gleich nach einem kurzen Bad landeten sie in den Saftpressen – große Holzfässer, aus deren Inhalt mit einem Schraubstock und ordentlich Muckis auch der letzte Tropfen Saft gewonnen wurde. „Die Pressreste verfüttern wir an Tiere. Oder wir kompostieren sie", sagte Mannes.

Lieblingsmischung

Die Helfer dagegen genossen den frisch gepressten Saft gleich an Ort und Stelle. Oder sie füllten ihn in Flaschen ab, um auch später noch etwas von ihrer Lieblingsmischung der Saison zu haben. Stärken konnte man sich zudem mit Kartoffelpuffern - wahlweise mit Salz, mit frischem Apfelmus ohne Zucker oder mit beidem. Dazu gab es noch mehr Apfelsaft. Oder Kaffee. Beides schmeckte selbstredend auch zu leckeren gespendeten Kuchen. „Es haben wieder viele für unseren Mosttag gebacken", freute sich Mannes.

Besonderes Lob

Einem Unterstützer des Nabu gebührte aber besonderes Lob: Karl-Heinz Friedsmann. „Er hat unsere neue Hütte fast im Alleingang gebaut", sagte sie. In der Hütte, die Sigrid Sauß für den Nabu geplant hat, kommen künftig der Rasenmäher und weitere Arbeitsgeräte unter. "Bisher haben wir die Sachen im Toilettenhäuschen gelagert", berichtete Mannes. Es war aber mühsam, dass Häuschen aus- und einzuräumen, wenn Gäste auf die Wiese kamen. Die neue Hütte kann übrigens – dank Lüftungsklappen – auch problemlos als Grillunterstand genutzt werden, zum Beispiel beim Blütenfest. Gut einen Monat lang hat Friedsmann daran gewerkelt. „Das hat er richtig toll gemacht", betonte Mannes. Und der Hüttenbauer ruhte sich auf seinen Lorbeeren keineswegs aus, sondern presste beim Mosttag ebenso emsig Saft.

Von Ron Niebuhr

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