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Isenbüttel „Wahnsinn, was hier abgeht“: Besucher kaufen Wasbütteler Weihnachtsmarkt leer
Gifhorn Isenbüttel „Wahnsinn, was hier abgeht“: Besucher kaufen Wasbütteler Weihnachtsmarkt leer
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13:14 01.12.2019
Voller Erfolg: Tausende Besucher schoben sich beim Wasbütteler Weihnachtsmarkt durch die Kapellenstraße und über die angrenzenden Höfe. Quelle: Ron Niebuhr
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Wasbüttel

Was war denn bloß am Samstag in Wasbüttel los? Parkende Autos säumten dicht an dicht die Hauptstraße, weitere schlängelten sich dazwischen im Schneckentempo durchs Dorf. Und das war noch gar nichts verglichen mit dem Gedränge und Geschiebe, das in der Kapellenstraße und auf den angrenzenden Höfen herrschte. Klarer Fall: Es war Weihnachtsmarkt.

„Wo kommen bloß all die Menschen her? Das ist der helle Wahnsinn, was hier abgeht!“, sagte Hanne Mittelstädt vom Wasbütteler Verein zur Förderung der Kinderkrebshilfe Hannovers. Der Verein um Klaus-Dieter Brandt hatte den Weihnachtsmarkt einmal mehr auf die Beine gestellt – mit tatkräftiger Unterstützung im Grunde aller Vereine und Gruppen und vieler weiterer Dorfbewohner. Um 8.30 Uhr hatten die Helfer mit dem Aufbau begonnen, um Punkt 13 Uhr brachen die Massen über die weihnachtliche Bummelmeile herein.

Ein Dorf wird förmlich überrannt: In Wasbüttel herrschte Weihnachtsmarktmodus. Hier ein paar Eindrücke.

„Und ab da haben uns die Besucher eigentlich alles aus den Händen gerissen“, sagte Mittelstädt. Das wirklich reich gefüllte Sortiment am Dekostand, für das emsige Wasbüttelerinnnen seit September gebastelt hatten, hielt keine Stunde. Advents- und Türkränze, Gestecke in großer Vielfalt, adventlich verziertes Vintage-Geschirr, einzigartige Engel aus Fundholz, mit Tannenzapfen ummantelte Spanholzkörbe, schmuck gestaltete Balken aus einem Abrisshaus und auch Körbe mit pinkfarbenen Hirschen – alles ratzfatz verkauft für den guten Zweck!

Voller Erfolg: Tausende Besucher schoben sich beim Wasbütteler Weihnachtsmarkt durch die Kapellenstraße und über die angrenzenden Höfe. Quelle: Ron Niebuhr

„Können nicht genug danken“

Wer auf einen tollen Preis bei der Tombola hoffte, musste ähnlich flink sein. Denn auch dort war „schon lange nichts mehr zu holen. Alle Lose waren im Nu verkauft. Und alle Preise sind verteilt“, berichtete Mittelstädt knapp zweieinhalb Stunden nach dem offiziellen Startschuss. Darunter Highlights wie exklusive Küchengeräte, Flachbildfernseher und ein Wochenende mit einem Luxusauto. „Wir können den Sponsoren – Firmen wie auch Privatpersonen – gar nicht genug danken“, freute sich Mittelstädt über riesige Spendenbereitschaft für die Tombola.

Deko weg? Lose weg? Egal. Mal schauen, was der Nikolaus in seinem Jutesack mit sich herumträgt. Nichts. Zumindest nicht mehr. „Das hat keine Stunde gedauert, da hatte ich schon alles verteilt“, erzählte der bereits wieder in zivil über die Adventsmeile streifende Nikolaus Stefan Nagorny. Okay, dann eben ein Stück Torte der örtlichen Hobbybäckerinnen essen. Doch auch dort das gleiche Bild: „Wir hatten wohl so um die 100 Torten. Bis auf den letzten Krümel ist alles weg“, sagte Mittelstädt. Den Landfrauen ging es mit ihrer Hochzeitssuppe nicht anders.

Voller Erfolg: Tausende Besucher schoben sich beim Wasbütteler Weihnachtsmarkt durch die Kapellenstraße und über die angrenzenden Höfe. Quelle: Ron Niebuhr

„Konnten gerade noch Nachschub bekommen“

Zumindest für die Bratwurstbude „konnten wir gerade noch Nachschub bekommen“, sagte sie. Und an der Currywurst-Bude ging auch noch was. Doch Vorsicht! „Wir kommen kaum hinterher. Currywurst geht immer“, sagte Bernd Huneke. Egal bei welchem Wetter, egal zu welcher Jahreszeit. Genauso empfanden viele offenbar auch fürs Singen. Denn das war wesentlicher Bestandteil der Überraschung, für die Organsisator Brandt um 16 Uhr zwischen den Höfen Lütje und Alpers sorgte: ein Flashmob aus allen Besuchern, die gut bei Stimme waren.

Gemeinsam trugen sie musikalisch begleitet vom Posaunenchor der Isenbütteler St. Marienkirche fünf Lieder vor: „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Kling, Glöckchen, klingelingeling“, „Lasst uns froh und munter sein“, „O Tannenbaum“ sowie „Alle Jahre wieder“. Mit dabei waren selbstredend auch Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores Wasbüttel-Allerbüttel, der kurz zuvor noch eine Kostprobe seines Könnens gegeben hatte.

Einen Ruhepol zwischen all dem Trubel fanden die Besucher in der Andacht der Pastoren Frank Eisel und Valery Netzer in der Alten Kapelle. Alles in allem war der Weihnachtsmarkt mit seinen 62 Ständen als voller Erfolg zu verbuchen – für die Dorfgemeinschaft und die Kinderkrebshilfe.

Von Ron Niebuhr

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