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Isenbüttel Was sich die Anwohner für den Tankumsee wünschen
Gifhorn Isenbüttel Was sich die Anwohner für den Tankumsee wünschen
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18:08 19.03.2019
Bürgerversammlung am Tankumsee: Hans Friedrich Metzlaff (v.l.), Dr. Andreas Ebel, Tanja Caesar und Burkhard Roozinski gingen auf Kritik und Wünsche der Zuhörer ein Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Einleitend skizzierte Geschäftsführer Burkhard Roozinski, was man 2018 erreicht und 2019 geplant hat. Mit der größten Investition, dem Kristallturm für 700.000 Euro, sei man kurz vor der Ziellinie, sagte er. Der Turm sei eine „Miniversion“ dessen, was man aus Metropolen weltweit kenne. Und doch sei er einzigartig durch die „überdachte Plattform ganz oben, die ihn auch bei schlechtem Wetter nutzbar macht“, so Roozinski.

Landrat: Kristallturm steigert Attraktivität

Auf Kritik der Zuhörer an der Wirtschaftlichkeit erwiderte Landrat Dr. Andreas Ebel: „Der Turm steigert die Attraktivität des Sees unglaublich. Wir sind guter Dinge, dass die Investition sich über die Jahre auszahlt und sich das jährliche Defizit verringert.“ Das liege derzeit bei gut 100.000 Euro, die aus Steuergeld gedeckt werden, ergänzte Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff. Erklärtes Bilanzziel ist auf längere Sicht eine schwarze Null.

Anwohner: Mehr Natur und weniger Lärm

Sorge hatte mancher Zuhörer auch, dass bei den vielen Events die Natur auf der Strecke bleibt und die Seesiedlung unterm Lärm leidet. Rummel gebe es genug in Städten, der See sollte Erholung bieten, so die Kritik. Roozinski sagte, dass man abgerückt sei von „Remmidemmi fürs Partyvolk“. Er setze jetzt auf familiengerechte Veranstaltungen und habe die Natur im Blick: „Wir haben schon Nisthilfen für Fledermäuse gebaut.“

Plädoyer für Mittelwert

Ebel erklärte, dass man zwischen Natur und Erholung auf der einen sowie Events und Action auf der anderen Seite abwäge. Events mit zu viel Krawall – Tankumsee in Farbe zum Beispiel – sind verbannt worden. Und: „100 Prozent Natur und 100 Prozent Events geht nicht. Irgendwo dazwischen haben wir uns eingependelt. Allen recht machen können wir es aber nicht“, sagte Metzlaff.

Hundestrand und Barfußpfad

„Die Bänke am See sind marode“, kritisierte ein Zuhörer. Die bisherigen seien aus dem falschen Holz gewesen. „Die neuen sind witterungsbeständiger“, sagte Geschäftsführer Burkhard Roozinksi.

„Überall liegen Zigarettenstummel herum“, ärgerte sich eine Zuhörerin. Man habe große Aschenbecher gekauft, die „gleich in der ersten Nacht gestohlen wurden“, berichtete Roozinski. Nun könne man nur noch an die Vernunft der Raucher appellieren.

„Mülltonnen kippen um und der Wind verteilt den Inhalt“, sagte ein Zuhörer. Man ersetze die grünen Plastiktonnen durch Stahltonnen, die mit Holz verkleidet werden, erwiderte Roozinski.

Beifall gab es für den geplanten Hundebadestrand, der schon zum Saisonbeginn ausgeschildert und abgegrenzt werden soll. „Das könnte eine gute Sache sein, wenn sich alle benehmen“, sagte Roozinski.

Die Duschen im Sanitärhaus an den Zeltwiesen werden mit Münzautomaten ausgestattet, „weil sonst die nicht zahlenden den zahlenden Gästen das warme Wasser wegduschen“, so Roozinski.

Die ehemalige Pferdekoppel südlich der Seekate wird in einen Umwelt- und Barfußpfad verwandelt. „Das ist eine interessante Erfahrung für Gruppen jeden Alters“, hoffte Roozinski auf eine neue Attraktion zum Saisonstart.

Von Ron Niebuhr

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