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Isenbüttel Was die DLRG außer Eisessen noch macht
Gifhorn Isenbüttel Was die DLRG außer Eisessen noch macht
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14:00 19.07.2019
Badenixen und Wasserdrachen: 16 Mädchen und Jungen erlebten als Ferienaktion, wie die DLRG am Tankumsee für Badesicherheit sorgt.
Badenixen und Wasserdrachen: 16 Mädchen und Jungen erlebten als Ferienaktion, wie die DLRG am Tankumsee für Badesicherheit sorgt. Quelle: Ron Niebuhr
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Isenbüttel

Tankino, dem kleinen Drachen vom Tankumsee, eiferten jetzt 16 Badenixen und Wasserdrachen nach. In der gleichnamigen Ferienaktion des Fremdenverkehrsvereins der Samtgemeinde Isenbüttel erlebten die Mädchen und Jungen, wie die DLRG in der Erlebniswelt Tankumsee für Badesicherheit sorgt.

Kinder lernen sich kennen

Doch zunächst einmal lernten die DLRG-Betreuer Henning Evers, Tobias von Bodenhausen, Esther Wunnenberg und Maren Kalstorf und die Kinder einander kennen. Reihum nannte jeder seinen Namen und was er gern macht. Von Fußball spielen über Musik machen, Lego bauen und Eis essen bis hin zu Schwimmen gehen war alles dabei. „Und was meint ihr, was wir hier am See alles machen?“, fragte Wunnenberg. Die Antworten der Kinder fielen ähnlich aus: „Schwimmen, schlafen, Eis essen.“

Schwimmen hält fit

Das Team der DLRG schwimme tatsächlich viel, allein schon um sich fit zu halten, sagte Evers. Schlafen muss auch mal sein – und wie alle anderen verputzen die ehrenamtlichen Wasserretter im Sommer gern das eine oder andere Eis. Vor allem aber sind sie am Tankumsee, um Menschen in Not zu helfen. Bei Badeunfällen genauso wie bei Armbrüchen oder Wespenstichen, erklärte Wunnenberg. Und warum opfern sie dafür ihre Freizeit? „Weil es ein richtig tolles Gefühl ist, anderen helfen zu können“, sagte sie.

Badeunfälle vermeiden

Nach Hilfe rufen sollte nur, wer wirklich Hilfe braucht, betonten die Vier. Daneben legten sie den Kindern Regeln nahe, um Badeunfälle zu vermeiden. Bevor man ins Wasser geht, sollte man sich kalt abduschen, „damit man durch den großen Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser keinen Schock kriegt“, erklärte Kalstorf. Nichtschwimmer sollten höchstens bis zum Bauchnabel ins Wasser gehen. Daran ändern Luftmatratze, Schwimmflügel und Co. nichts: „Die halten euch nicht sicher überm Wasser“, betonte Evers.

Gefahr durch Gewitter

Mit einem vollen oder leeren Bauch sollte man nicht baden, weil „euch sonst womöglich übel wird“, sagte Wunnenberg. Abfälle sollte man nicht am Strand oder auf den Liegenwiesen entsorgen, weil es viele Jahre dauert, bis Dosen und Plastiktüten vergammeln, und weil Speisereste Wespen anlocken. Und auf die möchte niemand treten. „Bei Gewitter müsst ihr sofort raus aus dem Wasser“, warnte Kalstorf. Denn ein Blitzschlag setzt den gesamten See unter lebensgefährliche Hochspannung.

Ausrüstung präsentiert

Evers, von Bodenhausen, Wunnenberg und Kalstorf stellten den Kindern ihre Ausrüstung vor: Rettungsboot, -gurt und -brett. Mit letzterem „kann man so schnell schwimmen wie niemand sonst“, sagte Wunnenberg. Die DRLG freute sich, im Ferienprogramm des Fremdenverkehrsvereins mitzumachen: „So können wir den Kindern die Scheu nehmen, uns anzusprechen, wenn sie Hilfe brauchen“, sagte Evers.

Von Ron Niebuhr