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Isenbüttel Was Bürger und Politik nach dem Unfall tun wollen
Gifhorn Isenbüttel Was Bürger und Politik nach dem Unfall tun wollen
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06:00 30.10.2018
Für die Allenbütteler ist die Verkehrssituation im Dorf untragbar: Nach dem tragischen Unfall vorige Woche wollen sie nun aktiv werden.
Für die Allenbütteler ist die Verkehrssituation im Dorf untragbar: Nach dem tragischen Unfall vorige Woche wollen sie nun aktiv werden. Quelle: Cagla Canidar Archiv
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Allenbüttel

Das Argument der Polizei, es handele sich nicht um einen Unfallschwerpunkt, akzeptieren die Bürger nicht mehr. „Aus unserer Sicht besteht Handlungsbedarf.“

Gespräche über einen Kreisel

Genau den sieht die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Baulastträger der Landesstraße nicht, wie SPD-Landtagsabgeordneter Philipp Raulfs in seinem jüngsten Gespräch zu hören bekam. „Ich habe aber auch mit Bürgermeister Thomas Goltermann gesprochen“, berichtet Raulfs von der Idee, einen Kreisel dort zu bauen, um die Kurve am westlichen Ortseingang zu entschärfen.

Diese Idee ist nicht neu. „In der Schublade der Gemeinde liegt ein komplett fertiger Plan für einen Kreisel, der enthält sogar noch die Kastanie, die beim Umbau der Einmündung gefällt wurde“, sagt Goltermann. Im Haushalt stehen 5000 Euro, damit das Planungsbüro diesen Plan aktualisiert.

Etwas für die Bürger tun

„Von der Landesbehörde hieß es, wenn wir selber investieren und Fördermittel einwerben, würde sie den Kreisel nicht grundsätzlich ablehnen“, sieht Goltermann Chancen. Und auch wenn der Kreisel geschätzte 800.000 Euro kostet und „der Bau eigentlich Aufgabe des Landes wäre, wollen wir vor Ort etwas für unsere Bürger tun“, so der Bürgermeister. Notfalls könne man die Kosten ja über mehrere Jahre strecken.

Andreas Alischer, Verkehrsexperte der Gifhorner Polizei, bekräftigt bedauernd: „Trotz des tragischen Unfalls ist die Ortsdurchfahrt kein Unfallschwerpunkt.“ Damit ist das Land nicht verpflichtet, etwas zu tun. „Und wenn es etwas täte, wäre das kostengünstiger als ein Kreisel, zum Beispiel eine Beschilderung.“

Tempo reduzieren

Eine schnell umzusetzende Variante, die auch Goltermann erwägt: „Man könnte das Tempo vor der Ortseinfahrt auf 70 drosseln.“

Von Christina Rudert