Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Isenbüttel Warum die Glühwürmchen leuchten
Gifhorn Isenbüttel Warum die Glühwürmchen leuchten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 11.07.2019
Lehrreicher Abend: Wohl rund 100 kleine und große Gäste schlossen sich der Glühwürmchenwanderung durch den Eyßel-Forst an. Quelle: Foto: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Der Wald rief – und wohl fast 100 Kinder und Erwachsene schlossen sich der Glühwürmchen- und Fledermauswanderung der Isenbütteler Wählergemeinschaft an. Stefanie Bucher-Pekrun vom Waldforum Riddagshausen führte die Gruppe durch den Eyßel-Forst.

Von Teilnehmerzahl begeistert

„Wir sind begeistert, wie viele unserem Aufruf zur Wanderung gefolgt sind“, freute sich Margret Nywelt von der IWG. Eine kleine Warnung allerdings musste sie geben: „Der Eichenprozessionsspinner hat vereinzelt Bäume im Eyßel-Forst befallen.“ Grund zur Sorge, den schwere allergische Reaktionen auslösenden Härchen der Raupen ausgesetzt zu sein, bestand dennoch kaum: „Es ist ja nicht windig – und wir bleiben an den Bäumen auch nicht stehen, sondern gehen zügig dran vorbei“, sagte Bucher-Pekrun.

Vorbild für Leuchtdioden

Die Wanderer rätselten, warum Glühwürmchen leuchten. Weil sie giftig sind? Um Licht zu machen? Um sich zu verständigen? Sie sind giftig, leuchten deshalb aber nicht. Sie erzeugen Licht so energieeffizient, dass sie „als Vorbild in der Entwicklung von Leuchtdioden dienten“, sagte Bucher-Pekrun. Aber ihr Leuchten sei viel zu schwach, um wirklich für Helligkeit zu sorgen.

Eile ist geboten

Blieb die Verständigung: „Die Männchen versuchen mit dem Leuchten, die Weibchen zu beeindrucken“, sagte Pekrun. Die Männchen schwirren herum, die Weibchen kauern abwartend am Boden. Haben sie Interesse, leuchten sie ihrerseits. Und schon setzt das Männchen zum Sturzflug an. Eine gewisse Eile ist durchaus geboten, denn nach 34 Monaten als Larve bleibt ihnen nur eine Woche als Insekt, um sich zu vermehren: „Glühwürmchen sind fast ihr Leben lang Kind und ganz kurz erwachsen“, sagte Bucher-Pekrun.

Lebensraum für viele Tiere

Der Eyßel-Forst dient vielen Tieren als Lebensraum: Waldkauz, Dachs, Mauswiesel, Wildkatze und Co. zum Beispiel. Anhand von Präparaten stellte Bucher-Pekrun die Waldbewohner den Wanderern vor. So lässt sich die Wildkatze zweifelsfrei zwar nur mit einem DNA-Test von der Hauskatze unterscheiden, ein paar Merkmale sind aber recht hilfreich bei der Erkennung: dicker Schwanz mit mindestens drei dunklen Streifen und durchgezogener Strich über den gesamten Rücken. „Kommt alles zusammen, ist die Chance sehr groß, dass es sich um eine Wildkatze handelt“, sagte sie.

Dachs als Allesfresser

Der Waldkauz, dessen Ruf sie nachahmte, haust bevorzugt in alten Bäumen und frisst gern Mäuse. Die stehen auch auf dem Speiseplan des Mauswiesels, der kleinsten heimischen Marderart, ganz oben. „Das passt problemlos in Mäuselöcher und ist ein reines Raubtier“, sagte Bucher-Pekrun. Sein größter Verwandter dagegen, der Dachs, ist ein Allesfresser. „Der vertilgt, was ihm vor die Schnauze kommt: Schnecken, Mäuse, Pilze, Früchte“, erzählte sie. Weder Waldkauz noch Wiesel, Dachs oder Wildkatze werde man bei der Wanderung entdecken, war sich die Expertin sicher. Dennoch gelang es, mit der Tour daran zu erinnern, wie wertvoll der Eyßel-Forst als Lebensraum der Tiere und als Naherholungsgebiet der Menschen ist.

Von Ron Niebuhr

Brand in Wasbüttels Alter Schmiede: Acht Menschen werden nach einer Verpuffung bei Schweißarbeiten im Gebäude vermisst. Für vier Feuerwehren aus der Samtgemeinde Isenbüttel und die Schnelleinsatzgruppe des DRK eine Herausforderung. Und dann gibt es auch noch einen echten Einsatz während der Übung.

10.07.2019

Eine „Einkaufslinie“ nennt Calberlahs Bürgermeister Thomas Goltermann den künftigen Verlauf der VLG-Linie 182. Zwei neue Haltestellen sollen die Bürger direkt zu den Geschäften der Gemeinde bringen. Und es gibt sogar einen Gratis-Kaffee.

10.07.2019

Ökologische Aspekte, Gemeinschaftsräume und Klinker als Baumaterial: Das Mehrgenerationenprojekt GeNiAl hat schon ganz konkrete Vorstellungen von den geplanten Gebäuden. Und so soll es am Allerkamp in Isenbüttel weiter gehen.

08.07.2019