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Isenbüttel Warum die Landjugend den Biker-Parcours wieder herrichtet
Gifhorn Isenbüttel Warum die Landjugend den Biker-Parcours wieder herrichtet
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10:24 24.05.2019
Der Countdown läuft: 72 Stunden hat die Landjugend Isenbüttel Zeit, um auf dem Jugendplatz den Bike-Parcours wieder nutzbar zu machen. Quelle: Christina Rudert
Isenbüttel

Die Spannung stieg von Minute zu Minute: Welche Aufgabe würde die Landjugend Isenbüttel dieses Mal bei der 72-Stunden-Aktion zu erfüllen haben? Das Grüppchen vor dem Haus der Landjugend wuchs auf knapp 40 an – und dann löste Bürgermeisterin Tanja Caesar die Spannung auf und teilte mit: „Ihr sollt an diesem Wochenende den Biker-Parcours auf dem Jugendplatz wieder in einen nutzbaren Zustand bringen.“

Es ist ein Ritual alle vier Jahre. Niemand weiß, wer als „Agent“ den Arbeitsauftrag gibt. Und niemand weiß, welcher Auftrag es dieses Mal sein wird. Aber alle sind hoch motiviert: „Einige haben sich Urlaub genommen, andere sich von der Schule freistellen lassen – die Niedersächsische Landjugend bietet das an“, berichtet Vorsitzender Jan Mittmann. Was ist, wenn der Arbeitsauftrag nicht erledigt wird? „Das passiert nicht“, ist Jana Riechelmann, ebenfalls Vorsitzende, sicher. „Auch wenn die Aufgaben immer im ersten Moment groß klingen, packen dann so viele mit an, dass es klappt.“

Das gemeinsame Tun schweißt zusammen, das wissen die engagierten Mitglieder der Landjugend. Da wird dann zwar schon mal von morgens 8 Uhr bis abends 22 Uhr rangeklotzt, „aber es macht auch Spaß“, betont Jana Riechelmann.

Unkaputtbar muss er sein, der neue Biker-Parcours auf Isenbüttels Jugendplatz. Ansonsten lässt Bürgermeisterin Tanja Caesar der Landjugend freie Hand zur Erfüllung der Aufgabe in der 72-Stunden-Aktion.

Dann endlich wird das Geheimnis gelüftet: Tanja Caesar öffnet den Umschlag und liest die Aufgabe vor. „Die Anregung dazu kam von Ole Schomann“, erzählt sie. Der 13-Jährige ist begeisterter Biker und bedauert es sehr, dass der Parcours teilweise zugewuchert und in keinem guten Zustand ist. Im vorigen Herbst hatten er und sein Vater Frank Schomann die Bürgermeisterin angesprochen, und als die Niedersächsische Landjugend als Organisatorin der 72-Stunden-Aktion bei ihr nach einer Aufgabe fragte, wurde die Idee geboren.

Das ist die 72-Stunden-Aktion

Die Landjugend soll bei der 72-Stunden-Aktion einen bleibenden Wert für das Dorf schaffen, soll als Team etwas auf die Beine stellen, wovon möglichst die Jugend profitiert. Alle vier Jahre lädt die Niedersächsische Landjugend ein, sich um die Teilnahme zu bewerben – und die Isenbütteler sind seit 1995 dabei.

Die Ergebnisse dieser 72-Stunden-Aktionen sind fester Bestandteil im Dorf geworden: Eine Holzeisenbahn auf dem Spielplatz Bartelskamp, eine Hütte im Pfarrgarten, die Räuberbrücke, die Tribüne an der Schweineweide auf dem heilpädagogischen Bauernhof und Spielgeräte an der Schule sind entstanden, vor vier Jahren sollten die Isenbütteler den alten Jugendtreff zu ihrem neuen Domizil umgestalten.

Um die Aufgabe zu bewältigen, braucht die Landjugend nicht nur eine große Portion Einfallsreichtum, Spontanität, Organisationstalent und handwerkliches Knowhow – sie braucht auch die Unterstützung der Dorfgemeinschaft. Jede Form der Hilfe kann zum Gelingen der Aufgabe beitragen. Die Landjugend arbeitet mit anderen Vereinen und Sponsoren Hand in Hand und jeder Mitbürger ist eingeladen, die jungen Leute während der Aktion tatkräftig zu unterstützen. Zum Schluss wird am Sonntag, 26. Mai, ab 18 Uhr auf dem Jugendplatz gemeinsam gefeiert.

Ole hat ein maßstabgetreues Modell aus Knete erarbeitet, wie der Parcours aussehen sollte. Frank Schomann erklärt der Landjugend an dem Modell, was zu tun ist: „4,5 Meter hoch sollte der Hügel sein, damit er im Winter als Rodelberg zu nutzen ist.“ In einer Breite von zwei Metern sollen dann Steilstücke und mehrere Sprünge eingearbeitet werden mit einer Fahrbahnbreite von einem Meter. „Und zwar unkaputtbar“, betont Tanja Caesar. „Ansonsten habt ihr völlig freie Hand.“

Jetzt muss Erde her, am besten Lehmboden. „Erde haben wir, Lehmboden nicht“, bedauert Verwaltungsleiter Kai Krink. „Das wird ein ganz schöner Maschineneinsatz“, stellt Mittmann fest. Gemeinsam überlegt die Gruppe, die mittlerweile auf den Jugendplatz umgezogen ist, wie sie die Aufgabe angeht. Muss der Wall erstmal gemäht werden? Oder wird einfach Sand darüber geschüttet? Lässt sich kostengünstig eine Rutsche auftreiben, die in den Hügel integriert werden könnte? Nach und nach entwickeln sich die Pläne, entscheiden die Grüppchen, wer sich um was kümmert, wo die Maschinen her organisiert werden könnten. 72 Stunden haben sie Zeit – und freuen sich über jeden, der zum Helfen kommt. Für Sonntag, 26. Mai, um 18 Uhr ist ein Abschlussfest am Jugendplatz geplant. Dazu sind alle eingeladen, egal ob sie mitgeholfen haben oder nicht.

Von Christina Rudert

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