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Isenbüttel Ideen zur Dorfentwicklung: Wie der Festplatz umgekrempelt werden kann
Gifhorn Isenbüttel Ideen zur Dorfentwicklung: Wie der Festplatz umgekrempelt werden kann
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15:00 15.10.2019
Große Pläne, reges Interesse: 44 Bürger beteiligten sich am Infoabend zur Dorfentwicklung im Vollbütteler Raiffeisengebäude. Quelle: Ron Niebuhr
Vollbüttel

Ins Förderprogramm zur Dorfentwicklung sind die Gemeinden Rötgesbüttel und Ribbesbüttel als Dorfregion aufgenommen worden. Mit einem Infoabend stellten Planerin Monika Traub und Holger Broja vom Braunschweiger Amt für regionale Landesentwicklung erste Ideen vor, wie Vollbüttel und seine Ortsteile vorangebracht werden könnten.

Ideen der Bürger

„Entwickelt worden sind diese Ideen bei einer Ortsbegehung von den Bürgern selbst“, betonte Broja. Das sei ausdrücklich erwünscht, denn anders geht es gar nicht: „Die Wünsche müssen aus ihrer Mitte kommen. Woher sollten wir wissen, was sie brauchen“, sagte er. Viele der bisher für Vollbüttel vorgeschlagenen Maßnahmen zielten auf eine Verbesserung der dörflichen Gemeinschaft ab, erklärte Traub.

Die Vollbütteler wünschen sich, dass der Festplatz umgestaltet wird. Der dortige Spielplatz werde zwar gut angenommen, sei aber umgeben von zwei Straßen eher ungünstig gelegen. Angeregt worden sei daher, ihn auf eine ebenfalls geplante Spiel- und Freizeitfläche am Raiffeisengebäude zu verlegen. Dadurch böte sich die Chance, den Festplatz mit Bänken, Tischen, Fahrradanlehnern und Infotafeln zu einem Aufenthaltsbereich aufzuwerten.

Grillplatz und Parcours

Die Spiel- und Freizeitfläche am Raiffeisengebäude wiederum könnte neben dem Spielplatz Outdoor-Anlagen für Fußball und Tischtennis sowie einen Grillplatz mit überdachtem Freisitz umfassen, vielleicht auch einen Parcours mit Kraft, Beweglichkeit und Koordination fördernden Geräten. Die Lage sei ideal, zumal von dort ein Fußweg zum geplanten Baugebiet Langen Ehlernund seiner möglichen südlichen Erweiterung vorstellbar ist.

Den ehemaligen Jugendtreffkönnte man ans Raiffeisengebäude angliedern. „Gedacht ist an einen Durchgang von einem zum anderen Gebäudeteil“, sagte Broja. Zwischen Kinomuseum und Raiffeisengebäude könnte eine neue Bühne entstehen, womöglich mit einer durchsichtigen Überdachung. Im Gespräch ist auch, eine Obstbaumwiese anzulegen. Hierbei ist allerdings noch zu klären, wer sich später um die Baumpflege kümmert. Und die Einhaltung von Tempo 30 wünschen sich die Vollbütteler ebenfalls: „Die 30 hat man ja nicht zum Spaß auf die Straße gemalt“, wies Traub darauf hin, dass bauliche Maßnahmen geprüft werden sollen.

Plätze für Radwanderer

Aufenthalts- und Infobereiche für Radwanderer sollen in Klein Vollbüttel an der Riedebrücke sowie jeweils zentral in Warmbüttel und in Druffelbeck entstehen mit Fahrradanlehnern, Bänken und Schautafeln zur Landschaft und Geschichte. Für besseren Hochwasserschutz und größere Artenvielfalt wird empfohlen, die durch alle Ortsteile fließende und in der Flurbereinigung weitestgehend begradigte Vollbütteler Riede zu renaturieren. Zudem wird überlegt, einen Verbindungsweg zum Rötgesbütteler Bahnhof zu schaffen.

Letztlich ist alles eine Kostenfrage. Denn trotz des kräftigen Zuschusses von bis zu 63 Prozent, „bleibt immer ein Eigenanteil für die Gemeinde. Und es nützen die besten Ideen nichts, wenn man den Rest nicht stemmen kann“, sagte Broja. Die Dorfentwicklung sei nichtsdestotrotz eine prima Chance, „das umzusetzen, was man allein nicht schafft. Man braucht nur Visionen und oft auch einen langen Atem“, ermunterte Traub die 44 Zuhörer – und alle anderen Vollbütteler – dazu, kreativ zu sein und sich in den Arbeitsgruppen für ihr Dorf stark zu machen. Oder wie Bürgermeister Hans-Werner Buske es formulierte: „Wir brauchen Input, Input, Input.“ Jetzt und auch noch später, denn das Dorfentwicklungsprogramm wird über den gesamten voraussichtlich sechs- bis siebenjährigen Förderzeitraum fortgeschrieben: „Nichts ist endgültig. Selbst der fertige Plan kann noch verändert und ergänzt werden“, erklärte Traub.

Von Ron Niebuhr

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