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Isenbüttel Darum kümmert sich „Stark für Tiere“ um leidende Stadttauben
Gifhorn Isenbüttel Darum kümmert sich „Stark für Tiere“ um leidende Stadttauben
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15:35 06.11.2019
Taubenschutz: Jennifer Breit mit ihrer Handicap-Taube namens Junior. Dem Vogel fehlt der obere Schnabel. Quelle: Foto: Stark für Tiere
Vollbüttel

Sie werden bezeichnet als „Ratten der Lüfte“, als „Krankheitsüberträger“ – Tauben sind oft gehasste Tiere in der Stadt, „dank falscher Vorurteile“, meint Jennifer Breit vom Verein Stark für Tiere mit Sitz in Vollbüttel. Danach greife der Kot der Vögel kein Mauerwerk an, er sei auch nicht giftig und die Tauben seien auch keine Krankheitsüberträger.

Laut der Vereinschefin stammen diese Vögel von gezüchteten Brieftauben ab. Bei den Stadttauben handele es sich um die Tiere, die nicht zurück gefunden haben, oder um ihre Nachkommen. Laut Jennifer Breit führen diese Tauben als „eigentlich ausgesetzte Haustiere“ ein elendes Leben. Häufig seien sie unterernährt oder zögen sich bei der verzweifelten Futtersuche auf den Straßen schwere Verletzungen zu. Anlass für den Verein Stark für Tiere, aktuell ein Taubenrettungsprojekt zu starten. Dafür suchen die Vereins-Aktiven jetzt dringend Hilfe. Jennifer Breit nennt dazu drei Punkte. Erstens: Unterzeichnung einer Petition. Zweitens: Bau von Volieren für Handicap-Tauben und die Aufnahme von Vögeln. Drittens: Finanzielle Unterstützung für die Rettungsaktionen und die Volieren.

Verletzte Tiere in Obhut

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, verletzte oder geschwächte Stadttauben in unsere Obhut zu nehmen“, nennt die Vereins-Chefin Details. Durch Einschnürungen entstehen laut Jennifer Breit bei den Tauben „schlimme Entzündungen an den Füßen, „häufig verlieren sie dadurch mehrere Zehen oder wir müssen sogar das ganz Bein amputieren lassen“. Ein weiteres Problem sind der Tierschützerin zufolge „schlimme Schnabelverletzungen, durch die die Tauben verhungern, wenn wir sie nicht fangen und versorgen“.

Pflegestellen gesucht

Diese Tauben werden Jennifer Breit zufolge von den Mitstreitern aufgepäppelt und – sofern es möglich ist – wieder in die Freiheit entlassen. „Dauerhaft behinderte Tauben bringen wir in großen Volieren unter.“ Dabei bedauert die Tierschützerin, dass die Kapazitäten schnell erschöpft sind und deshalb dringend Pflegestellen für schwache und verletzte Vögel sowie Endstellen für behinderte Tauben gesucht werden.

Tauben in der Stadt sind meist Brieftauben, die nicht nach Hause zurück gefunden haben, und ihre Nachkommen, sagt Jennifer Breit vom Verein Stark für Tiere. Die Tauben leiden: Sie finden kein Futter, verletzen sich, kommen mit dem Leben in Freiheit nicht klar. Dagegen will der Vollbütteler Verein Stark für Tiere jetzt etwas unternehmen.

Sie finden nicht genug Futter

Der dringende Appell der engagierten Tierschützerin dazu lautet dann auch: „Schaut nicht weg, wenn ihr eine verletzte Taube seht. Versucht sie zu fangen und bei Tierschutzvereinen unterzubringen oder selbst aufzupäppeln.“ Außerdem fordert sie dazu auf, die Tauben zu füttern – sofern es erlaubt ist – denn: „Sie finden nicht genug Futter.“ Letztlich hofft Jennifer Breit darauf, dass sich Engagierte als End- oder Pflegestelle zur Verfügung stellen und dass ihr Projekt Taubenrettung mit einer Spende unterstützt wird, denn: „Die Futter- und Tierarztkosten sind immens.“

Nähere Infos gibt es unter www.stark-fuer-tiere.de und unter „Stadttauben-Rettung Braunschweig“ sowie „Taubenengel Salzgitter“oder per E-Mail an jenny@stark-fuer-tiere.de.

Von Hilke Kottlick

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