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Isenbüttel Profi-Training: Damit die Vermittlungschancen für die Tierheim-Hunde steigen
Gifhorn Isenbüttel Profi-Training: Damit die Vermittlungschancen für die Tierheim-Hunde steigen
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06:31 15.11.2019
Platz fürs Training: Daniela Junge übt mit Golden Retriever Gonzo die Leinenführigkeit. Anke Goebel lobt und kritisiert. Quelle: Hilke Kottlick
Isenbüttel

Die Tierschützer in Ribbesbüttel um Leiterin Stefanie Söchtig freuen sich derzeit über eine neue Überdachung auf der Hunde-Freilauffläche. Dort können fortan auch die Zwingerhunde frei und sicher spielen. Und wenn Menschen vielleicht Kontakt zu einem Hund aufnehmen möchten, finden sie unter dem schützenden Dach auch bei Regenwetter ein trockenes Plätzchen, „um sich dort mit dem Vierbeiner zu beschäftigen“, sagt Stefanie Söchtig. Damit nicht genug – die Ribbesbütteler beschreiten auch neue Wege in Sachen Training. Seit rund zwei Monaten bieten sie ihren Schützlingen auf der Auslauffläche eine Profi-Schulung an. Hundetrainerin Anke Goebel aus Vechelde lehrt sie dort das kleine Hunde-Einmaleins.

Auf Ebay-Kleinanzeigen verkauft

Tierpflegerin Daniela Junge holt Gonzo aus dem Zwinger in den Freilauf. Der dreijährige Golden Retriever wurde laut Stefanie Söchtig von seiner Familie auf Ebay-Kleinanzeigen angeboten. Es fand sich eine Familie, die ihn kaufte, die ihn aber auch schnell wieder ins Tierheim abschob. Der Grund: „Er hat nach dem Sohn geschnappt“, erklärt Stefanie Söchtig. Sie schildert Hintergründe. Danach sei der Retriever mit dem Verkauf von seinem Rudel, seiner Familie, verlassen worden. Im neuen Zuhause hatte er laut Stefanie Söchtig noch keinerlei Bindung aufgebaut – er war völlig unsicher. „Man hätte ihm mehr Zeit lassen müssen, um sich einzugewöhnen und Kontakt zur neuen Familie aufzunehmen“, weiß die Tierheimleiterin. Dann hätte der aufmerksame junge Hund sicher eine Chance gehabt, glaubt sie. Gonzo aber wurde abgeschoben ins Tierschutzzentrum. Dort sitzt er jetzt im Zwinger, dort freut er sich über jede Übungseinheit mit Daniela Junge und Trainerin Anke Goebel.

Gonzo ist Feuer und Flamme

„Gonzo komm!“, fordert Daniela Junge den „Goldie“ auf, bei Fuß zu gehen und nicht an der Leine zu zerren. Der Hund passt sich ihren Schritten an, seine Augen heften sich gleichzeitig auf ihre Hände. Sein Blick spricht klare Worte: „Ich könnte jetzt ein Leckerchen vertragen.“ Das kommt, Gonzo ist selig. Anke Goebel lobt die Leinenführung. Ruhig steht die Trainerin da, gibt kleine Tipps, korrigiert falsches Verhalten. Gonzo ist Feuer und Flamme und folgt begeistert allen Anweisungen.

Tierschutzzentrum will die Vermittlungschancen der Hunde steigern

Er bestätigt, was die Trainerin sagt: „Hunde, die arbeiten, sind glücklich.“ Leinenführung wird mit Gonzo geübt, ebenso das Sozialverhalten und die Grundkommandos.

Trainingspaten gesucht

Das Training verbessert die Vermittlungschancen der Tierheimhunde“, weiß Stefanie Söchtig. Zweimal pro Woche kommt Anke Goebel für anderthalb Stunden, um mit den Vierbeinern zu üben. „Neun Hunde wurden bereits trainiert, zwei davon sind bereits vermittelt“, nennt sie Zahlen. Und wenn das Training auch enorm viel bringt, so weiß sie aber auch, dass es nicht umsonst ist. „Wir müssen dafür bezahlen und suchen deshalb für unsere Hunde dringend Trainingspaten“, die sich mit einem Obolus eigener Wahl an dieser Schulung beteiligen und die damit dafür sorgen, dass Pfiffi das Hunde-Abc erlernt und bessere Chancen auf ein neues Zuhause erhält. Seine neue Familie wird laut Stefanie Söchtig übrigens mit dem neuen Mitbewohner nicht allein gelassen. Sowohl die Tierheimbesatzung als auch Trainerin Anke Goebel stehen auch nach der Abgabe eines Tieres mit Rat und Tat zur Seite.

Von Hilke Kottlick

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