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Isenbüttel Steaks sind tabu: Veganer feiern Sommerfest
Gifhorn Isenbüttel Steaks sind tabu: Veganer feiern Sommerfest
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10:20 23.08.2019
Im Einklang mit der Umwelt: Die Gruppe Gifhorn Vegan lud ein zum Sommerfest am Tankumsee - frei von tierischen Produkten. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

So ein Sommerfest erlebt der Tankumsee noch nicht alle Tage. Wo sonst Burger aus Rinderhack, Schweinenackensteaks oder Geflügelwurst im blauen Pavillon auf dem Grill brutzeln, versammelten sich am Sonntag Veganer aus der Region – zu einem Sommerfest, das selbstredend komplett ohne tierische Produkte auskam.

Befreundete Gruppen

Die Gruppe Gifhorn Vegan, zu deren hartem Kern derzeit 15 Mitglieder zählen, hatte zu dem Treffen am Tankumsee eingeladen. Befreundete Gruppen aus Braunschweig und Wolfsburg schauten vorbei. Auch bisher nicht in einer der Gruppen organisierte Veganer waren willkommen. Und jene, die dem Fleischessen noch nicht abgeschworen haben, sich aber für die vegane Lebensweise interessieren, natürlich ebenfalls.

Werbung bei Facebook

„Wir hatten bei Facebook 120 Interessenten", rechnete Detlef Liebe mit vielen Besuchern. „Die Veganer sind zahlenmäßig die am schnellsten wachsende Gruppe. Wir haben mehr Zuwachs als Vegetarier", sagte Liebe. Trotz nach wie vor „durch die Fleisch- und Milchindustrie verbreiteter Fehlinformationen" über angebliche Mangelernährung beim Verzicht auf tierische Produkte. Zwar müsse man bei veganer Ernährung das Vitamin B12 gezielt aufnehmen, aber auch Tiere stellten es nicht selbst her, sondern bekämen es übers Futter.

Tiere schützen

Vielen Veganern geht es um Tierschutz. Aber es gibt auch andere Gründe, auf tierische Produkte zu verzichten. Einige machen es für die eigene Gesundheit, andere für den Klimaschutz. Und manche für alles zusammen. Royer betonte, dass die Gifhorner Gruppe alle Veganer vereine, egal welche Motivation sie bei der alternativen Ernährungsweise antreibt. Und auch vom Alter her ist die Gruppe bunt gemischt: „Kinder, Jugendliche, Berufstätige, Renter – bei uns ist alles vertreten", sagte sie.

Umdenken erreichen

Mit Aktionen wie dem Sommerfest, zu dem jeder kulinarisch etwas beisteuern konnte, hofft Gifhorn Vegan den einen oder anderen Fleischesser zum Umdenken zu bewegen. Wenn nicht gleich zum Komplettverzicht auf tierische Produkte, dann zunächst wenigstens zu deutlich geringerem Fleischkonsum. Immerhin lag laut des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft allein schon der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch in Deutschland 2018 bei geschätzt 60,1 Kilogramm.

Infos beim Stammtisch

Gifhorn Vegan weiß, dass es auch anders geht: „Wir möchten zeigen, was in der veganen Küche möglich ist. Und wie lecker das alles ist", sagte Liebe. Wer das Sommerfest am Tankumsee verpasst hat, kann sich davon jederzeit auch beim Stammtisch der Gruppe überzeugen. Gifhorn Vegan trifft sich immer am letzten Freitag im Monat um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus im Georgshof in Gifhorn – mit veganem Mitbringbuffet! Infos finden sich auch im Internet auf der Seite www.gifhornvegan.de.

Von Ron Niebuhr

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