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Isenbüttel Mit 15 bis 20 Kilo Gepäck unter Wasser
Gifhorn Isenbüttel Mit 15 bis 20 Kilo Gepäck unter Wasser
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06:00 20.06.2019
Andreas Brinkmann kontrolliert seine Ausrüstung vor dem Tauchgang im Tankumsee. Quelle: Yvonne Droste
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Isenbüttel

Eines ist schonmal klar: Die Taucher des Isenbütteler Tauchclubs Hibaru sind körperlich absolut fit und gesund. Genau das müssen sie sich jedes Jahr vom Arzt bescheinigen lassen, um ihr Hobby weiter ausüben zu dürfen. Denn „Sicherheit steht beim Tauchen ganz oben“, sagt Thomas Reimann, Vorsitzender des Tauchclubs. Dazu gehöre auch die engmaschige Kontrolle der eigenen Ausrüstung, um die sich jeder Taucher selbst kümmere. Die Wartung des Vereinsmaterials für Schnuppertaucher und Tauchanfänger dagegen übernehmen Torsten Ensslen (stellvertretender Vorsitzender) und Stefan Höft (Kassenwart) zusätzlich.

Atemluft gilt als Lebensmittel

Außerdem kümmern die beiden sich um die Instandhaltung des unglaublich lauten und leistungsstarken Kompressors im Geräteraum des Clubgebäudes am Tankumsee. Der Kompressor stellt die Atemluft für die Taucher her. Interessanterweise gelten für dieses Gerät die Gesetze der Lebensmittelherstellung. „Atemluft gilt als Lebensmittel“, erklärt Torsten Ensslen. Da dürfe kein Öl oder sonstige Bestandteile hineingeraten.

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All das sei recht kostspielig, den Tauchbetrieb auch für Interessierte und Einsteiger aufrecht zu erhalten. „Deshalb sind wir froh, von der Gemeinde Isenbüttel so gut gefördert zu werden“, sagt Thomas Reimann dankbar. Denn der Tauchclub sei ein vergleichsweise kleiner Verein mit seinen zirka 60 Mitgliedern. „Außerdem haben wir eine hohe Fluktuation im Verein und sehr oft Urlaubstaucher, die hier nur ihren Tauchschein machen“, erklärt Clubmitglied Stefan Schaefer. Aber es existiere ein harter Kern von etwa 20 Tauchern, „die sich hier um alles kümmern“.

Hibaru-Taucher halten den Tankumsee sauber

Damit meint er nicht nur das Vereinsgebäude und -gelände, sondern auch das gesamte Tauchrevier im Tankumsee. Jedes Jahr im Herbst nach der Badesaison reinigen die Hibaru-Taucher ehrenamtlich den Grund des Sees von absichtlich oder unabsichtlich im See gelandeten Gegenständen wie Flaschen, Sonnenbrillen und Badespielzeug. „Einmal hab ich einen Fünf-Euro-Schein gefunden“, erzählt Stefan Schaefer lachend.

Und abwärts: Torsten Ensslen (l.) und Andreas Brinkmann starten zum Tauchgang im Tankumsee. Quelle: Yvonne Droste

Doch wesentlich interessanter als so ein Fünf-Euro-Schein sei natürlich die Unterwasserwelt des Tankumsees, die Flora und Fauna mit ihren zahlreichen Fischen und Pflanzen. „Wir haben hier die ganze Palette an Süßwasserfischen“, sagt Thomas Reimann. Darunter seien Karpfen, Barsche, Aale, Rotfedern und Hechte. Außerdem befinde sich auf dem Grund ein alter, entkernter VW Golf und eine große Nirosta-Plattform für Tauchübungen.

Schnuppertauchen: Hier geht’s zur Anmeldung

Wer Interesse an einem Schnuppertauchen im Tankumsee beim Tauchclub Hibaru hat, der kann dies ohne Voranmeldung beim von der AZ präsentierten Familienevent Sport am Tankumsee am Sonntag, 30. Juni, ab 13 Uhr tun oder mit Voranmeldung auf der Internetseite www.hibaru.de. Hier gibt es ein Kontaktformular und die E-Mailadresse des Clubvorsitzenden: th-reimann@gmx.net. Die Trainingszeit für Ausbildung und Tauchgänge jetzt in der Sommersaison beginnt mittwochs um 18.30 Uhr am Clubhaus.

Von Yvonne Droste

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