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Isenbüttel So bringt Wölfi Kinder in Schwung
Gifhorn Isenbüttel So bringt Wölfi Kinder in Schwung
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00:27 11.05.2019
Sportliche Kinder: Der Nachwuchs von Isenbüttels DRK-Kita am Wendehof hat viel Spaß am Bewegungsprojekt mit Roy Präger und Janine Ahrends. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Der „Bewegungsförderung in der Kita“ hat sich mit einem gleichnamigen, zunächst einjährigen Pilotprojekt der Landkreis Gifhorn mit dem VfL Wolfsburg und der Audi BKK als Kooperationspartnern verschrieben. Die AZ hat zur Sportstunde in Isenbüttels DRK-Kita am Wendehof vorbeigeschaut.

„Eins, zwei, drei! Jetzt geht’s los“, rufen die Kinder, Roy Präger, Janine Ahrends und Natalia Biller einander zu. Der Ex-Profi des VfL Wolfsburg, die Mitarbeiterin des Fachbereichs Gesundheit beim Landkreis und die Kita-Leiterin sind beim Projekt mit mindestens genauso viel Elan dabei wie die Drei- bis Sechsjährigen – jeden Dienstag seit nun schon gut neun Monaten. Von den Plüschfiguren Paul und Nina, den kleinen Geschwistern von VfL-Maskottchen Wölfi, erfahren Kinder und Erzieherinnen, was angesagt ist.

„Die Übungen wechseln von Woche zu Woche und hängen auch vom Alter der Kinder ab“, erklärt Ahrends. Daher hat man die insgesamt 50 Kinder in fünf Gruppen aufgeteilt. Nacheinander trainieren sie mit Roy Präger aus der VfL-Fußballschule oder seinem Kollegen Stephan Kettner ihre motorischen Fähigkeiten.

Balken, Wackelbrett und Hürden

Zum Beispiel mit Bällen, kleinen Turnübungen oder auch mit Laufen und Springen. Diesmal balancieren sie auf einem Balken, bauen dann auf einem Wackelbrett stehend einen Turm Stein für Stein ein wenig höher und kriechen unter einer Hürde durch, bevor es in die nächste Runde geht.

Aus dem Profisport kommend versteht es Präger natürlich, die Kinder zu motivieren. Genauso wie Ahrends und Biller lobt er die Mädchen und Jungen immer wieder und hilft ihnen bei Bedarf. Hilfe allerdings ist immer seltener nötig, denn „die Kinder haben große Fortschritte gemacht“, sagt Ahrends.

Die Übungseinheiten dauern 30 bis 45 Minuten

Die je nach Alter 30- bis 45-minütigen Übungseinheiten haben sich demnach wohl schon ausgezahlt. Wie sehr, zeigt sich erst nach Ablauf des Projektes: „Wir testen die motorischen Fähigkeiten der Kinder“, erläutert Ahrends. Zu Beginn, mittendrin und am Ende des Pilotprojektes.

Grundsätzlich verfolge man mit dem Pilotprojekt die Idee, den Nachwuchs für mehr Sport zu gewinnen. Ergebnisse von Einschulungsuntersuchungen hätten gezeigt, wie viel Nachholbedarf Mädchen wie auch Jungen mitunter in der motorischen Entwicklung haben. Das Kita-Personal ist in die Übungsstunden eingebunden, denn „Kinder machen Erwachsenen gern Dinge nach“, weiß Ahrends.

So lernen auch die Erzieherinnen noch dazu

Zudem lernen die Erzieherinnen so Übungen kennen, die sie in den Kita-Alltag einfließen lassen können. Letztlich bleibt die Hoffnung, dass die Kinder über den Kita- zum Freizeitsport finden. Dann profitieren von „Bewegungsförderung in der Kita“, das bei Erfolg ausgeweitet werden soll, auch die Sportvereine.

„Bewegung ist bei uns eh das A und O“

Das Team der Isenbütteler DRK-Kita um Natalia Biller ist begeistert vom seit August 2018 laufenden Pilotprojekt. „Bewegung ist bei uns eh das A und O“, sagt sie. Daher passe das Projekt wunderbar ins Konzept. Zumal es bereits deutlich sichtbare Früchte trägt: „Die Kinder sind viel beweglicher geworden“, berichtet Biller. Und sie haben immer mehr Spaß am Sport gefunden, inzwischen „können sie es kaum erwarten, dass wieder Dienstag ist“.

Einige besonders beliebte Inhalte haben sie aus den Übungsstunden im Turnraum ins freie Spielen in den Gruppenräumen übernommen, andere wie Gummi-Twist sich auch für den Kita-Alltag gewünscht.

Insofern überrascht es nicht, dass „wir uns natürlich freuen, wenn das Projekt weitergeht“, betont Natalia Biller. So oder so habe das Projekt eine Basis geschaffen, auf die das Kita-Team aufbauen möchte – vielleicht auch mit dem Ziel, Bewegungs-Kita zu werden.

Von Ron Niebuhr

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