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Isenbüttel Schießstand-Ruine im Wald bei Allerbüttel entdeckt
Gifhorn Isenbüttel Schießstand-Ruine im Wald bei Allerbüttel entdeckt
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18:00 16.05.2019
Fundstück im Unterholz von Allerbüttel: Horst-Dieter Hellwig an der Ruine des früheren KK-Schießstands. Quelle: Christina Rudert
Allerbüttel

In dem Waldstück zwischen Calberlah und Allerbüttel haben die Stürme des vergangenen Herbstes etliche Bäume umgeknickt. Die Gemeindearbeiter haben mit den Aufräumarbeiten begonnen – und dabei eine Ruine frei gelegt. „Das ist ein Teil des alten Kleinkaliber-Schießstands des Schützenvereins“, weiß der Allerbütteler Horst-Dieter Hellwig.

Ruine war längst vergessen

Das Unterholz hatte alles überdeckt, die Ruine war längst in Vergessenheit geraten. Nicht mal von dem Trampelpfad aus, der an der Rückseite der Grundstücke entlang führte, war sie zu sehen. Dann begannen die Gemeindearbeiter mit dem Aufräumen, aus dem Trampelpfad wurde eine breitere Schneise, „weil schweres Gerät hier eingesetzt wurde“, erklärt Hellwig.

Und beim Ausästen tauchte plötzlich die Mauer Marke Eigenbau auf. „Das war die Auffangwand für die Munition“, erklärt Hellwig. „Davor waren an ein paar Holzbohlen die Scheiben befestigt.“ Geschossen wurde aus 50 Metern Entfernung, „die Ergebnisse wurden durchtelefoniert“, erinnert sich der Allerbütteler an eine Telefonleitung vom Schießstand zu den Scheiben.

KK-Stand vermutlich Ende der 1950er Jahre gebaut

Der Schützenverein war 1956 gegründet worden, und Hellwig vermutet, dass wenig später in Eigenleistung dieser Kleinkaliber-Stand errichtet wurde. Die Steine der Fangwand sehen aus, als seien sie in den umliegenden Äckern gefunden worden – keiner gleicht dem anderen. Verbunden werden sie durch eine Art Mörtel.

Wie lange dieser Schießstand im Wald genutzt worden ist, weiß niemand mehr, Hellwig hat sich umgehört. „Weder der Schützenverein noch die Geschichtswerkstatt kann dazu etwas sagen.“ Zum 25-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 1981 hatte der damalige Vorsitzende Richard Müller in seinem Rückblick gesagt: „Wir kauften uns ein gebrauchtes KK-Gewehr und bauten uns gemeinsam einen KK-Stand, der inzwischen nicht mehr vorhanden ist.“

Neues Vereinsheim am Dorfgemeinschaftshaus

Warum und ab wann der Stand nicht mehr genutzt wurde, ist nicht vermerkt. Müller berichtete lediglich: „Wir haben mehrere Jahre mit dem Schießen ausgesetzt, weil keine Gelegenheit vorhanden war.“ Ebenfalls in diesem Rückblick, der der AZ vorliegt, ist von einer Genehmigung aus dem Jahr 1978 die Rede, wonach der Schützenverein an den Dorfgemeinschaftsraum anbauen durfte – das heutige Vereinsheim mit zwölf automatischen Luftgewehr-Ständen. „Einen Kleinkaliber-Stand hatten wir dort aber nicht mehr“, sagt Hellwig, der selber auch Schütze ist. „Dafür reichte der Platz nicht – man braucht ja 50 Meter lange Bahnen.“

Was aus der alten Mauer mitten in dem Wäldchen wird – Hellwig weiß es nicht.

Von Christina Rudert

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