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Isenbüttel Hitzige Debatte um Schulsozialarbeiterstelle
Gifhorn Isenbüttel Hitzige Debatte um Schulsozialarbeiterstelle
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20:17 14.12.2018
Vorsorgliche Planung: Die Samtgemiende Isenbüttel möchte eine Schulsozialarbeiter-Stelle finanzieren.
Vorsorgliche Planung: Die Samtgemiende Isenbüttel möchte eine Schulsozialarbeiter-Stelle finanzieren. Quelle: Archiv
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Isenbüttel

Hatte Isenbüttels Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff eingangs noch für die konstruktive und harmonische Zusammenarbeit gedankt, wurde die letzte Samtgemeinderatssitzung des Jahres dann doch etwas hitzig. Der Streit entzündete sich an dem Thema Schulsozialarbeiter für Grundschulen.

50 Schüler mit Hilfebedarf

Jannis Gaus (SPD) stellte den Antrag, entgegen des Beschlusses im Samtgemeindeausschuss das Geld für eine Schulsozialarbeiterstelle wieder in den Haushalt einzustellen. „Wir haben zwar keine Brennpunktschule, aber laut Schulleitungen haben etwa 50 der 650 Grundschüler Hilfebedarf – da sollten wir nicht nur in Gebäude investieren.“

Verfahren aus CDU-Sicht falsch

Will die Samtgemeinde eine weitere Aufgabe des Landes freiwillig übernehmen und finanzieren? Dazu gingen die Standpunkte auseinander. Metzlaff wies darauf hin, dass die Samtgemeinde bereits für das Land die freiwillige Ganztags-Grundschule finanziere, „was uns richtig Geld kostet“. Jochen Gese (CDU) schlug vor, eine Schulsozialarbeiterstelle bei der Landesschulbehörde zu beantragen. „Es schwächt unsere Position gegenüber dem Land, wenn wir diese Aufgabe jetzt selber übernehmen.“ Britta Rösler (CDU) betonte: „Ich wehre mich gegen die Behauptung, wir seien gegen die Stelle.“ Das Verfahren ist aus CDU-Sicht allerdings falsch.

An anderer Stelle sparen

SPD, Grüne und Linke sahen das komplett anders. Christina Petzold (SPD) meinte: „Wir vergeben uns doch nichts, wenn wir nicht nur den Antrag an die Landesschulbehörde stellen, sondern auch das Geld einplanen.“ Edmond Worgul (Die Linke) appellierte ebenso vehement wie Hartmut Jonas (Grüne) dafür, mit einer solchen Stelle in die Zukunft zu investieren. „Ich wäre bereit, dafür notfalls an anderer Stelle zu sparen“, so Worgul. Und Hans-Joachim Höpfner (Grüne) stellte fest: „Wir geben fünf Millionen Euro für eine Kita aus, aber scheuen uns vor den 65.000 Euro für diese Stelle?“

Mit 15 Ja-Stimmen bei 13 Nein-Stimmen und einer Enthaltung steht das Geld für eine Schulsozialarbeiterstelle nun wieder im Etat.

Von Christina Rudert