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Isenbüttel Das Freibad Edesbüttel erhalten und modernisieren
Gifhorn Isenbüttel Das Freibad Edesbüttel erhalten und modernisieren
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15:05 27.12.2019
Freibad Edesbüttel: Isenbüttels Samtgemeinderat sprach sich dafür aus, es zu erhalten und möglichst auch zu modernisieren. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Das Freibad in Edesbüttel erhalten und modernisieren? Außerorts verlaufende Radwege beleuchten? Die Frist bis zum Abriss des Wasbütteler Kastanienhofes verlängern? Die Kindertagespflege bezuschussen? Mit diesen Fragen befasste sich Isenbüttels Samtgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Arbeitskreis für Freibad-Modernisierung

Bei der ins Auge gefassten, wohl millionenschweren Modernisierung des Edesbütteler Freibades wollte Hans-Werner Buske (CDU) zwar „nicht der Buhmann sein“, forderte aber mit Blick auf die angespannte Haushaltslage, „dass wir schon sehr genau hinterfragen, was uns der Spaß kostet". Obgleich es immens wichtig sei, dass Kinder das Schwimmen lernen. Christina Petzold (SPD) dagegen war „sehr erfreut, dass wir es erhalten und modernisieren wollen“. Der Rat beschloss, einen Arbeitskreis zu bilden, der sich mit der Gestaltung des Freibades und der Entwicklung eines Modernisierungskonzeptes befasst.

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Radwege außerorts beleuchten?

Ein Konzept zur Beleuchtung von außerorts verlaufenden Radwegen zu erstellen, beantragte Jannis Gaus (SPD). Das sei im Sinne der Umwelt, denn es mache Radfahren attraktiver. Klaus Rautenbach (Grüne) erwiderte: „Es scheint irgendwie in zu sein, grüne Anträge zu stellen.“ Allerdings brauche er kein Konzept: „Ich weiß auch so, dass damit ungeheure Kosten verbunden sind.“ Für den Bau, den Betrieb und die Wartung. Zudem beschwerten sich zunehmend Bürger über Lichtverschmutzung. Caesar ergänzte, dass auch die Tierwelt unter künstlichen Lichtquellen leide: „Daher kann ich dem Antrag nicht zustimmen.“

Rat lehnt Beleuchtungs-Antrag ab

Buske schließlich sah das Hin und Her zwischen SPD und Grünen als eine „Diskussion über ein Luxusproblem“ an: „In der Gemeinde Ribbesbüttel wären wir schon froh, wenn wir überhaupt Radwege hätten an den Verbindungswegen.“ Und Jochen Gese wies darauf hin, dass die Beleuchtung von Radwegen außerorts Sache der Straßenbaulastträger sei – also des Landkreises Gifhorn und des Landes Niedersachsen. Der Rat lehnte Gaus’ Antrag bei elf zu 15 Stimmen und einer Enthaltung ab.

Fristverlängerung für Kastanienhof

Hartmut Jonas (Grüne) machte sich im Rat stark dafür, für den Kastanienhof in Wasbüttel eine weitere Fristverlängerung zu gewähren. Der zum Erhalt gegründete Verein habe „einiges an Zeit hineingesteckt und viele Ideen entwickelt“, sagte er. Der Kastanienhof sei ein „Schmuckstück“ fürs Dorf. Mögliche Mieter und Nutzer habe man gefunden, es fehle bloß ein Investor, der „richtig tief in die Tasche greift“, sagte Jonas. Etwa zwei Millionen Euro tief. Der Rat gewährte eine Fristverlängerung bis zum 30. September 2020. Danach rollen dann wohl die Abrissbagger an.

Zuschuss für Kindertagespflege

Die Kindertagespflege sah der Rat geschlossen als wesentlichen Baustein in der frühkindlichen Bildung und Betreuung an. Er entschied daher einstimmig, Kindertagespflegepersonen zur Qualitätssicherung und -entwicklung jährlich mit 100 Euro pro betreutem Kind zu bezuschussen, sofern dieses in der Samtgemeinde seinen alleinigen Wohnsitz oder Hauptwohnsitz hat.

Von Ron Niebuhr

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