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Isenbüttel Ein Pfau und mehrere Hunde fliehen vor der Silvester-Knallerei und landen beim Tierschutz
Gifhorn Isenbüttel Ein Pfau und mehrere Hunde fliehen vor der Silvester-Knallerei und landen beim Tierschutz
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18:00 02.01.2020
Ungewöhnlicher Fund in der Silvesternacht: Ein Pfau wurde in Stüde gefunden. Quelle: Britta Schulze
Ribbesbüttel

Die Silvesterknaller sind für Tiere ein wahrer Horror, „Stress pur“, wie Cagla Canidar als stellvertretende Vorsitzende des Vollbütteler Vereins Stark für Tiere sagt. Und auch Haustiere nehmen nicht selten Reißaus, weil die Raketen und Böller sie in Panik versetzen. „Die Tiere werden panisch und laufen einfach weg, egal ob auf die Straße oder in den Wald“, weiß Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung. Entsprechend hatte die Crew des Tierheims wieder einige Gäste außer der Reihe. „Den Pfau, der bei Stüde gefunden wurde, hätten wir hier gar nicht unterbringen können, den konnte der Finder zum Glück aufnehmen.“ Aber vier Hunde waren auch unfreiwillige Kurzzeitgäste in Ribbesbüttel. „Zum Glück haben sich die Besitzer schnell bei uns gemeldet, alle Tiere sind wieder zuhause“, freute sich Asseburg-Schwalki am Donnerstag.

Canidar berichtet, wie ihre beiden Hunde sich verhalten: „Der eine hat versucht, sich zu verstecken, der andere ununterbrochen wie wild rumgebellt. Wir konnten in den Tagen nicht mal Gassi gehen.“ Dauerstress, denn geknallt wird eben nicht nur zum Jahreswechsel, sondern schon Tage vorher und noch Tage danach.

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Und so wurde auch schon vor Silvester zwischen Meinersen und Müden eine herrenlose Hündin aufgegriffen und nach Ribbesbüttel ins Tierheim gebracht. „Das ist ja das Ärgerliche, dass nicht nur an dem einen Abend geknallt wird, sondern schon Tage vorher und Tage hinterher immer noch“, schimpft Gabriele Asseburg-Schwalki. In der Nähe vom Campingplatz Brenneckenbrück und in Gifhorn griffen Tierfreunde die anderen verängstigten Hunde auf und informierten entweder die Polizei oder das Tierheim. So wie für die Hündin zwischen Meinersen und Müden wurden auch für die anderen Vierbeiner via Facebook im Handumdrehen die Eigentümer gefunden, die Fellnasen konnten schnell wieder nach Hause zurück.

Post auf der Facebook-Seite

Der ungewöhnlichste Fund hatte sich im Wald bei Stüde versteckt: Ein Pfau saß zusammengekauert am Boden. Der Finder hatte das Tierheim informiert, damit der Fund auf der Facebook-Seite gepostet werden konnte, konnte dem Pfau aber bei sich Unterschlupf gewähren. „Das wäre sonst ein Problem geworden“, sagt Gabriele Asseburg-Schwalki.

Nun hofft sie, dass nicht allzu viele Katzen in der Silvesternacht in Panik verschwunden sind. „Da melden sich die Besitzer oft erst Tage später, dass sie ihren Vierbeiner vermissen.“ Gerade Freigänger seien ja manchmal ein paar Tage weg, so dass erst mit Verzögerung auffällt, wenn sie nicht nach Hause kommen. „Deshalb empfehle ich jedem, auch Freigänger in den Tagen rund um Silvester im Haus zu halten. Die paar Tage im Haus sind weniger anstrengend für das Tier als die Angst und der Stress mit den Knallern.“

Von Christina Rudert

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