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Isenbüttel Danziger Straße zu eng für die Müllabfuhr
Gifhorn Isenbüttel Danziger Straße zu eng für die Müllabfuhr
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19:00 18.10.2019
Ärger in Calberlah: Weil Bahnpendler am Park-and-Ride-Parkplatz zu wenig Stellflächen finden, stellen ihre Autos immer wieder die Danziger Straße zu. Diesmal so dicht, dass die Müllabfuhr nicht durchpasste. Quelle: Lea Rebuschat
Calberlah

Kein Durchkommen mehr für die Müllabfuhr: In der Danziger Straße waren in dieser Woche die Autos so dicht geparkt, dass der Remondis-Lastwagen nicht mehr dazwischen passte. Den Anwohnern reicht es. Es ist der bisherige Höhepunkt der Parkplatznot am benachbarten Bahnhof. Und sie befürchten, dass die Folgen noch schwerer werden könnten.

Zu wenig Park-and-Ride-Plätze am Bahnhof Calberlah: Viele Pendler weichen auf die Danziger Straße aus – in dieser Woche so viele, dass der Müllwagen nicht mehr zwischen die geparkten Autos passte.

28 Stellplätze stehen auf dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof Calberlah zur Verfügung. Die reichen offenbar nicht mehr, sagt Anwohnerin Dorothee Tietge. Immer wieder stehen Pendler auch in der Danziger Straße. In dieser Woche waren beide Straßenseiten so zugeparkt, dass die Remondis-Laster nicht mehr durchpassten. Sie kamen somit auch nicht mehr in den Dahlienweg und in den Nelkenweg. Folge: „Hier stehen 25 bis 30 Mülltonnen, die auf die Leerung warten.“

Remondis hat es dreimal versucht

„Wir haben zu drei verschiedenen Zeitpunkten, nämlich 9.10 Uhr, 12 Uhr, 13.50 Uhr, erfolglos versucht, in der Danziger Straße und im Dahlienweg den Müll abzufahren“, sagt Kay Schwarzer, Niederlassungsleiter von Remondis in Gifhorn. Dem Unternehmen macht Tietge keinen Vorwurf, im Gegenteil. „Die sind ja extra nochmal gekommen.“

Anwohner müssen schwarze Säcke kaufen

Dass immer mehr Autos die Danziger Straße zuparkten, sei nicht neu, so Mandy Kroll. Dass der Müll nicht abgefahren wird dagegen schon. „Wir müssen jetzt schwarze Säcke kaufen.“ Die Müllabfuhr ist ärgerlich genug, doch was ist mit Rettungsdienst und Feuerwehr?, fragte sich Stephan Feistkorn. „Da muss irgendeine eine Lösung her.“ Das findet auch Kroll. Durch die vielen geparkten Autos sei die Danziger Straße inzwischen auch für die Kinder schwer einsehbar.

Den Anwohnern ist auch das Problem der Pendler bewusst. Feistkorn: „Die Pendler suchen verzweifelt nach Parkplätzen. Es ist für alle Seiten frustrierend.“

Krisengespräch am Montag

Am Montag gibt es ein Krisengespräch, kündigt Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff auf AZ-Nachfrage an. Bislang seien die Parkenden kaum zu belangen, auch wenn eigentlich die Regelung gilt, dass zwischen dem geparkten Auto und der gegenüber liegenden Seite drei Meter Straßenraum frei sein müssen. Das sei schwer zu ahnden. Erst parke ein Autofahrer rechtskonform, dann folgen die nächsten – und wenn dann zu wenig Platz dazwischen sei, wen wolle man belangen?

Kommt ein Parkverbot?

Metzlaff denkt an eine andere Lösung: „Man wird über ein Parkverbot nachdenken müssen.“ Ein Halteverbot sei nicht nötig, es reiche die Drei-Minuten-Frist, um zum Beispiel jemanden aus dem Auto lassen zu können. Das Parkverbot müsse die Gemeinde Calberlah beim Landkreis beantragen.

Mit dieser kurzfristigen Maßnahme könnte Mandy Kroll leben. „Ein Parkverbot würde uns ja schon reichen.“

Von Dirk Reitmeister

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