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Isenbüttel Lärmpegel zu hoch: Aus für Baugebiet „Allerkamp II“
Gifhorn Isenbüttel Lärmpegel zu hoch: Aus für Baugebiet „Allerkamp II“
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17:38 09.12.2019
Der Lärmpegel ist zu hoch: Jetzt kommt das Aus für das Baugebiet „Allerkamp II“ in Isenbüttel. Ob das Bauprojekt Genial realisiert werden kann, wird derzeit geprüft. Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)
Isenbüttel

Das Baugebiet Allerkamp II in Isenbüttel kann nicht umgesetzt werden. Eine Lärmschutzuntersuchung hat gezeigt, dass die für ein Wohngebiet vorgeschrieben Grenzwerte nicht eingehalten werden können. Für das Projekt „Gelebte Nachbarschaft im Allerkamp“ und eine von der Diakonie geplante Pflegeeinrichtung gibt es aber noch Hoffnung.

Zulässiger Lärmpegel deutlich überschritten

„Die für ein Wohngebiet zulässigen Lärmpegel werden teils deutlich überschritten“, erklärt André Schulz, Fachbereichsleiter bei der Samtgemeinde Isenbüttel. Herausgestellt hat sich das bei einer Messung im Rahmen der Bauleitplanung – und auch mit Lärmschutz hätten die Werte nicht eingehalten werden können. Grund ist die nahe gelegene Bahntrasse, an die das Baugebiet heran gereicht hätte.

Gemeinde stellt Planung ein

Eine Berechnung habe gezeigt, dass auch eine sechs Meter hohe Schallschutzwand rund um das Gebiet nur „marginale Verbesserungen“ gebracht hätte, erklärt Schulz. Auf ihrer Homepage erklärt die Samtgemeinde: „Die Gemeinde Isenbüttel hat daher zwischenzeitlich den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan wieder aufgehoben. Damit ist die Planung für ein allgemeines Wohngebiet an dem Standort eingestellt.“

Es gab schon 300 Bewerber

Für die Bau-Interessenten ist das ein herber Schlag, denn Alternativen gibt es in Isenbüttel derzeit nicht. Etwa 20 Grundstücke waren im Allerkamp II geplant. Es gab bereits mehr als 300 Bewerber, eine unverbindliche Interessenliste zu Beginn der Planung, wie André Schulz sagt – sie wurden bereits von der Samtgemeinde über das Ende des Baugebiets informiert.

Das Genial-Projekt macht weiter

Betroffen sind auch das Projekt „Gelebte Nachbarschaft im Allerkamp“(Genial) und eine von der Diakonie geplante Pflegeeinrichtung. „Wir machen uns Sorgen, aber wir geben nicht auf“, sagt Genial-Geschäftsführerin Elisabeth Krull. Man versuche nun, die Gebäudestellung so zu variieren, dass auch im Außenbereich die Lärm-Grenzwerte eingehalten werden. An den Gebäuden selbst ließen sich die Grenzwerte durch passiven Lärmschutz einhalten, sagt Krull. Hier erweist es sich als Vorteil, dass Genial und Diakonie ihre Projekte etwas weiter von der Bahnlinie entfernt geplant haben.

„Wir machen weiter“, sagt die Genial-Geschäftsführerin, die sich weiter über die Unterstützung seitens Gemeinde und Samtgemeinde freut. Zusammen mit der Diakonie wolle man nun ein eigenes Gutachten in Auftrag geben. Krull rechnet dadurch mit einer Verzögerung von einigen Monaten. Ursprünglich sollten die ersten Bewohner Mitte 2022 einziehen, jetzt könnte es Ende des Jahres werden.

So ist die Situation in Calberlah

Auch in Calberlah ist mit „Am Damm“ ein Wohngebiet nahe der Bahntrasse geplant. Dort stellt sich die Situation aber anders dar als im Allerkamp II, berichtet Fachbereichsleiter Schulz. Denn während die Bahntrasse in Isenbüttel bis zu zwei Meter oberhalb der Baufläche verläuft und der Schall sich so weit verbreitet, fährt die Bahn in Calberlah schon in Richtung Tunnel hinunter. „Hier wird es passiven Lärmschutz an den Häusern geben, so dass die Grenzwerte eingehalten werden“, sagt André Schulz.

Von Christian Albroscheit

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