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Isenbüttel Kristallturm: Jetzt soll ein Verkehrsgutachten her
Gifhorn Isenbüttel Kristallturm: Jetzt soll ein Verkehrsgutachten her
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16:00 31.01.2019
Freizeitpark statt Erholungsgebiet? Mitgliedern des Isenbütteler Bauausschusses missfällt, wie sich der Tankumsee entwickelt.
Freizeitpark statt Erholungsgebiet? Mitgliedern des Isenbütteler Bauausschusses missfällt, wie sich der Tankumsee entwickelt. Quelle: Ron Niebuhr Archiv
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Isenbüttel

Der Kristallturm ist wohl schon geliefert worden. Doch vorm Bau muss erst einmal eine Änderung des fraglichen Bebauungsplanes am Tankumsee her. Isenbüttels Bauausschuss beschäftigte sich am Mittwoch damit – und mit der Frage, wie sich die Erlebniswelt weiterentwickelt.

SPD lehnt die Seilbahn ab

Die SPD-Fraktion empfahl, dass der B-Plan nur für den Kristallturm gelten soll, nicht aber für die ebenfalls geplante Seilbahn. Die Bestandsgebäude sollen gesichert werden – mit Ausnahme der wohl ohne Baugenehmigung errichteten Stelzenhäuser und Klettergerüste. Diese sollte man nicht nachträglich legalisieren, erläuterte Below. Ob der Turm ohne Seilbahn rentabel ist, sei für den Ausschuss nicht relevant, sagte sie. Und es sei zu klären, ob die im Sommer eh schon stark belasteten Straßen noch mehr Verkehr verkraften.

„Wirtschaftliche Verantwortung“

Gemeindedirektor Klaus Rautenbach erwiderte, dass man „wirtschaftliche Verantwortung“ trage, da die Gemeinde auch Anteilseignerin der Erlebniswelt sei – nicht zuletzt über Samtgemeinde- und Kreisumlage. Und: „Nehmen wir die Stelzenhäuser nicht mit auf, müssen sie wieder abgerissen werden“, sagte er. Viel zusätzlicher Verkehr sei im Sommer nicht zu erwarten, da der Kristallturm den See eher abseits der Hauptsaison attraktiver machen soll.

Antrag bei Stimmgleichheit abgelehnt

Axel Lackmann (SPD) gefiel „ganz und gar nicht“, wie sich der Tankumsee entwickelt: „Das ist ein Naherholungsgebiet und kein Fantasialand.“ Elisabeth Krull (IWG) sah es genauso. Bürgervertreterin Kerstin Mackus befürchtete, dass auf dem Kristallturm „womöglich bei jedem Event ein DJ dabei ist, der ordentlich Rumms macht.“ Und Zuhörer Eckhard van der Post fand deutliche Worte für die „Schwarzbauten“ am See: „Darf der Mann da machen, was er will?“ Statt alles abzunicken, sollte man dem Treiben Einhalt gebieten.

Der Ausschuss lehnte es bei Stimmgleichheit ab, nur den Kristallturm in die Planung aufzunehmen. Er stimmte aber dafür, die Bestandsgebäude zu sichern und ein Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben. rn

Von Ron Niebuhr