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Isenbüttel Start des „Kristallturm-Projekt“ am Tankumsee steht weiter in den Sternen
Gifhorn Isenbüttel Start des „Kristallturm-Projekt“ am Tankumsee steht weiter in den Sternen
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13:17 17.10.2019
Neue Attraktion für den Tankumsee: Ein ähnlicher Kristallturm ist geplant. Für das Projekt ist jedoch eine B-Plan-Änderung notwendig. Quelle: Kristallturm GmbH
Isenbüttel

Die Tankumsee GmbH möchte einen Kletterturm mit Eventplattform und Seilrutsche am Ufer errichten. Wann und ob das „Kristallturm-Projekt“ startet, steht jedoch noch in den Sternen. Eine Bebauungsplan-Änderung ist notwendig. Anfang November ist die Politik am Zug.

Gemeinde ist zuständig

„Für den Beschluss über die Änderung des Bebauungsplanes ist die Gemeinde zuständig. Hier geht es nicht um den Kristallturm allein – die Fläche, auf der jetzt die Stelzenhäuser stehen, muss auch nachträglich legalisiert werden“, stellt Isenbüttels Gemeindedirektor Klaus Rautenbach klar.

Umweltgutachten

„Beim zuständigen Planungsbüro war in der vergangenen Woche das dafür notwendige Umweltgutachten noch nicht eingegangen, sodass die Planunterlagen noch nicht vorgelegt werden konnten“, erklärt der Gemeindedirektor. Rautenbach hat den nächsten Bauausschuss auf den 6. November terminiert – in der Hoffnung, dass bis dahin die Unterlagen vorliegen.

Finanzierungsdetails

In Sachen Geld hält sich Isenbüttels Gemeindedirektor bedeckt. „Die Fragen zu den Baukosten kann ich nicht beantworten, es gibt einen höheren Kredit vom Landkreis – deutlich sechsstellig – aber die Entscheidung ist in nichtöffentlicher Sitzung von Wirtschaftsausschuss und Kreisausschuss gefallen“, so Rautenbach. Dieser Kredit werde auch von der Tankumsee-Gesellschaft jetzt schon bedient. Nach AZ-Informationen soll es sich um eine Summe von rund 700 000 Euro handeln.

Business-Plan

Eine Kostenbeteiligung an dem Kristallturm-Projekt durch die Gemeinde Isenbüttel gebe es nicht, winkt Rautenbach ab. Die Tankumsee-Gesellschaft müsse zahlen – nach einem vorliegenden Business-Plan sollen zusätzliche Einnahmen die Summe der Ausgaben mehr als kompensieren. Dieses gelte auch für alle mit dem B-Plan zusammenhängenden Kosten.

„Schadensbegrenzung“

Wenn die Gemeinde positiv beschließe, sei es denkbar, dass der Turm zu Beginn der neuen Saison stehe, so Rautenbach. „Davon gehe ich aktuell in aller Vorsicht aus – ich vermute, dass es eine Mehrheit im Gemeinderat geben wird, die pragmatisch mit der Zielrichtung Schadensbegrenzung agieren wird“, so Rautenbach. Das Verfahren als solches sei bisher schon „sehr bemerkenswert“ gewesen, steht für den Isenbütteler Gemeindedirektor fest.

SPD ist dagegen

Bereits jetzt steht fest: Im Bauausschuss am 6. November wird’s heiß hergehen. Für die SPD ist das Kletterturm-Projekt nämlich ein „weitreichender und schädlicher Eingriff in das Naherholungsgebiet Tankumsee. Der ursprüngliche Zweck werde aufgegeben zugunsten einer Kommerzialisierung des Sees mit Schaffung einer Eventwelt nach Vorbild von „Disneyland“. Dieses sei nicht im Sinne von Anwohnern und Besuchern, spricht sich SPD-Fraktionschef Dr. Ralf May im Namen seiner Partei gegen eine B-Plan-Änderung aus. Ein entsprechender Antrag ist bereits Anfang Oktober bei der Gemeinde Isenbüttel eingegangen.

Kreis hat letztes Wort

Mit einem „Ja“ der Gemeinde Isenbüttel zu dem „Kristallturm-Projekt“ ist es übrigens noch nicht getan. „Der Landkreis muss anschließend über die Baugenehmigung der Gemeinde entscheiden“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel. „Sobald die Baugenehmigung vorliegt, kann bei entsprechender Wetterlage mit dem Bau begonnen werden“, so der Kreis-Verwaltungschef.

Von Uwe Stadtlich

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