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Isenbüttel Katzen mit Handicap und Hunde als Ladenhüter
Gifhorn Isenbüttel Katzen mit Handicap und Hunde als Ladenhüter
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20:00 03.07.2019
Kleines Kerlchen mit viel Charme: Rund 30 Katzenbabys suchen ein gutes Zuhause. Quelle: Hilke Kottlick
Ribbesbüttel

Sie berichten von Bella und Barney, diesen „tollen Hunden“, die es so schwer haben, ein neues Zuhause zu finden. Genauso erzählen sie von den beiden Katzen mit Handicap. Und Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn, und Steffi Söchtig, Leiterin des Tierheims in Ribbesbüttel, stellen einige der rund 30 Katzenbabys vor, die jetzt vermittelt werden.

Katze Armani über Ebay gekauft

„Die schnee-weiße Armani wurde von einer Familie vor drei Jahren über Ebay gekauft“, schüttelt Gabriele Asseburg-Schwalki verständnislos den Kopf über einen Tierkauf per Internet. Jetzt wurde die Samtpfote in Ribbesbüttel abgegeben. Doppelt bitter für das Tier – „es ist taub“, sagt Steffi Söchtig, sie weiß: „Taubheit kommt bei weißen Katzen häufig vor.“ Glück für Armani – es gibt bereits Interessenten. Ebenfalls als „Katze mit Handicap“ stellt die Vorsitzende des Tierschutzvereins eine bedauernswerte Kreatur vor, die fast regungslos auf einer Stelle sitzt. Die namenlose Katze wurde laut Steffi Söchtig gerade erst abgegeben. Sie hat offenbar Angst, sich in fremder Umgebung zu bewegen – das etwa zehnjährige Fundtier aus Calberlah ist blind. Glück für das Tier jetzt – es hat ein neues Zuhause gefunden.

Traumpaar Elvis und OIivia

Jetzt suchen die Tierschützer eine verständnisvolle Familie für „unser Traumpaar“ Elvis und Olivia und ebenso für Kater Nino. Olivia kam als Fundkatze ins Tierheim. Hier hat sie Kater Elvis kennengelernt, und seitdem sind die beiden unzertrennlich. „Olivia und Elvis sind sehr anhänglich und kommen sofort auf Menschen zu“, so Steffi Söchtig. „Elvis himmelt seine Mitbewohnerin Olivia förmlich an, und Olivia liebt es, Elvis zu umsorgen und sauber zu schlecken.“ Man sieht die beiden die meiste Zeit zusammen im Körbchen aneinander gekuschelt oder Köpfchen reibend umherwandern und hat den Eindruck, sie würden sich schon ewig kennen. „Olivia und Elvis sind leider chronisch krank, was den beiden aber zurzeit keine Probleme bereitet.“

Die Katzenbabys sind los

Trubel ist angesagt. Die Katzenbabys sind los. Gut 30 Katzenkinder vermittelt das Tierschutzzentrum in gute Hände – eine Vielzahl der Kleinen ist laut Gabriele Asseburg-Schwalki in Pflegestellen untergebracht. Sind Katzenmütter dabei, werden sie – sofern die Kleinen groß genug für die Vermittlung sind – den Tierschützerinnen zufolge kastriert, gechipt und vermittelt. Handelt es sich bei den Muttertieren um Fundkatzen, von denen feststeht, dass sie – wie vielleicht in Reitställen – versorgt werden, „dann bringen wir sie zurück“, sagt die Tierheimleiterin.

Sie rät neuen Katzenbesitzern, die Tiere so lange im Haus zu halten, „bis sie kastriert sind“. Was sich dabei bewährt hat: „Wir vermitteln Katzen gegen ein Kastrations-Pfand in Höhe von 20 Euro. Bei Kastrations-Nachweis erhalten die Leute ihr Geld zurück“, nennt Gabriele Asseburg-Schwalki eine Neuerung, die sich „seit einem Jahr bewährt hat“ und dazu beiträgt, die Katzen-Schwemme einzudämmen.

Barney und Bella suchen ein Zuhause

Als tierische „Ladenhüter“ bezeichnet die Tierheim-Leiterin zwei Hunde, weil sie bislang kein neues Zuhause gefunden haben. Da ist der neunjährige Barney, dessen Besitzer den Labrador-Schäferhund-Border-Collie-Mix wegen schwerer Krankheit abgeben mussten. Laut Steffi Söchtig ist der schwarze Barney äußert sensibel, „er fordert aber auch Respekt“.

Auch die etwa vier Jahre alte Bella – ein kaukasischer Herdenschutzhund – gibt sich anfangs skeptisch. Sie liebt es, den Tag im Freien zu verbringen und alles genau zu beobachten. „Es sind beides tolle Hunde, die Zeit brauchen, fremde Menschen kennen zu lernen“, sagt Steffi Söchtig.

Sie sucht für diese Tiere Menschen mit Hundeerfahrung und stellte Bella und Barney gerne bei Treffen außerhalb der Geschäftszeiten des Tierheims im Zuge mehrerer Begegnungen vor. Infos dazu unter: info@tierschutzgifhorn.de.

Pension für zwei Urlaubshunde

Im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel arbeiten laut Gabriele Asseburg-Schwalki vier fest angestellte Kräfte. Im vergangenen Jahr haben wir „400 Katzen und 107 Hunde vermittelt“, nennt Stefanie Söchtig von der Tierheimleitung Zahlen. Beide geben zudem eine ganz neue Nachricht bekannt, „die gerade erst beschlossen wurde“: „Wir können zwei Urlaubshunde und sechs Urlaubskatzen aufnehmen.“ Die Unterbringung während der Ferienzeit kostet pro Tag und kleinem Hund 20 Euro und pro großem Hund 25 Euro. Katzenbesitzer zahlen zehn Euro für die Ferienunterkunft. Beide weisen auch schon einmal auf das Sommerfest im Tierschutzzentrum hin. Es steigt am Sonntag, 1. September, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr. Um 13 Uhr werden die Hunde vorgestellt, es gibt Kuchen, Waffeln, Gegrilltes, Veganes, Tombola, Flohmarkt, Tierfotografie und mehr.

Von Hilke Kottlick

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