Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Isenbüttel Lovestory: Elvis und Olivia
Gifhorn Isenbüttel Lovestory: Elvis und Olivia
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 01.08.2019
Liebe auf den ersten Blick: Elvis (rechts) und Olivia lernten sich im Tierschutzzentrum kennen. Quelle: Foto: Tierheim
Ribbesbüttel

Das, was Sabine Hölter da erlebte, hatte wohl auch für die erfahrene Mitarbeiterin im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel Seltenheitswert. Sie lernte zuerst Elvis kennen: Und als dieser Kater die Quarantänezeit überstanden hatte und ins Katzenhaus einzog, „war ihm zunächst ziemlich langweilig“, berichtet sie. „Die Pfleger hatten oft wenig Zeit, die Artgenossen waren alle unter dem Niveau dieses stattlichen Katers in den besten Jahren, das neue Revier war schnell erkundet und die Herrschaft zeitig übernommen“, erzählt sie weiter.

Dann kam der Korb

„Doch dann – eines Tages – kam für Elvis die Überraschung. Ein Transportkorb wurde in den Raum gestellt. Und darin saß Olivia“, erzählt Hölter weiter. Offenbar war es für ihn „die schönste Katzendame, die er je erblickt und erschnüffelt hatte“. Laut Hölter schnüffeln auch Katzen und „Elvis klang wie ein Wolf auf Beutezug, als er den Korb wieder und wieder umrundete und versuchte, an das Objekt der Begierde heranzukommen“.

Olivia war zögerlich

Für die Menschen sah das Ganze laut Hölter etwas besorgniserregend aus. Sie fragten sich schon, was der große Kater für Absichten hatte. „Wollte er die zierliche Olivia aufsaugen oder mit einem Atemzug verschlingen?“ Nachdem der Korb geöffnet war, und die kleine Katzendame zögerlich herauskam, wurde es der Tierschützerin zufolge nur noch schlimmer. „Der für sie riesige Kater baute sich mit großen Augen vor ihr auf, und ließ sie von nun an nicht mehr in Ruhe“, beobachteten die Mitarbeiter. „Sobald Olivia sich bewegte, war Elvis sofort zur Stelle, um zu prüfen was sie tat, warum sie es tat, und ob ein Elvis damit einverstanden war.“

Liebestoller Aufpasser

Der Kater war Hölter zufolge geradezu besessen damit beschäftigt, „alles und jeden von seiner Auserkorenen fern zu halten“. Der sonst so friedliche Bursche mutierte laut Hölter „zum liebestollen Aufpasser, der andere Katzen und sogar seine Pfleger anfauchte, sollten sie es wagen, in die Nähe seiner Angebeteten zu kommen“. Die eingeschüchterte Olivia war der Tierheim-Mitarbeiterin zufolge „zunächst etwas überfordert mit den stürmischen Liebesbekundungen und auch die Pfleger ließen die beiden am Abend nur ungern ohne Aufsicht“.

Ein eindeutiges Bild

Wie Hölter weiterhin berichtet, weiß niemand, was in der ersten Nacht alles vor sich ging. „Elvis ist ein Gentleman und schweigt.“ Auch Olivia hält sich laut Hölter eher zurück. „So können wir nur vermuten und davon ausgehen, dass Olivia dem Werben nachgegeben, und Elvis die ewige Treue geschworen hat.“ Der erste Blick ins Katzenhaus am nächsten Morgen ergab laut Hölter jedenfalls ein eindeutiges Bild. „Beide saßen nebeneinander und Olivia schmiegte sich mit ihrem Kopf an Elvis.“ Der Kater war Hölter zufolge „völlig entspannt und ist es bis heute geblieben“. Er neigt der Mitarbeiterin zufolge nicht mehr zur Eifersucht, und teilt Olivia mit Artgenossen und Menschen. „Und so kam es, dass man Olivia und Elvis nur noch in einem Atemzug nennen kann. Also Elivia oder Olvis“, schmunzelt sie.

Happy End?

Kleiner Wermutstropfen: Leider sind Hölter zufolge beide Katzen nicht ganz gesund. Olivia hat einen chronischen Schnupfen, und Elvis trägt das FIV-Virus in sich. „Auch wenn sich das Duo im Tierheim ein Appartement teilen kann, so sind wir doch auf der Suche nach einem gemeinsamen Zuhause, denn was wäre eine Romanze ohne Happy End“, fragt Sabine Hölter abschließend.

FIV-Virus: Ungefährlich für Menschen

Kater Elvis ist infiziert mit dem Feline Immunedefiziens Virus (FIV). Laut Internet-Lexikon Wikipedia ist es ein Virus aus der Familie der Retroviren. Das Virus löst bei Katzen eine Immunschwächekrankheit aus, die als Felines Immundefizienzsyndrom oder umgangssprachlich als Katzen-AIDS bezeichnet wird, da sie der Erkrankung AIDS beim Menschen stark ähnelt. Menschen können sich jedoch mit FIV nicht infizieren. Hauptsächlich wird FIV über Bisswunden übertragen.

Von Hilke Kottlick

Jede Menge lernen konnten Bewohner des DRK-Seniorenzentrums in Calberlah: Ein Rollator ist keine Schubkarre und sollte vor Ganoven geschützt werden.

30.07.2019

Geht die Einrichtung eines Haltepunktes für den Erixx in Isenbüttel schneller als 2016? Die Signale aus Braunschweig sind kein Grund für Optimismus.

29.07.2019

Beim Drachenspaß ist es nicht nur deshalb sowohl feucht als auch fröhlich.

28.07.2019