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Isenbüttel Wie die Gemeinde gegen Raser vorgehen will
Gifhorn Isenbüttel Wie die Gemeinde gegen Raser vorgehen will
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07:00 19.11.2019
Für Tempo 30: Auf Isenbüttels Sandstraße (Foto) und Liststraße sollen Schwellen geschraubt werden, um Autos abzubremsen. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Mit dem Aufstellen von Schildern allein ist es oft nicht getan. Wer Tempo 30 durchsetzen will, kommt um Tempomessungen oder bauliche Maßnahmen nicht herum. Erstere sind in Tempo-30-Zonen unüblich, letztere unter anderem wegen möglicher Lärmbelästigung durchaus umstritten. Isenbüttels Bauausschuss diskutierte eifrig darüber.

Was sagen die Anwohner dazu?

Man könnte Pflanzkübel versetzt aufstellen oder Schwellen auf die Fahrbahn schrauben, um Autofahrer dazu zu bringen, das Tempo zu verringern. Egal welche bauliche Maßnahme man auch ergreife, es sei immer mit Protest von Anwohnern zu rechnen, sagte Detlef Lehner (SPD). Denn Pflanzkübel müssen gepflegt werden und Schwellen verursachen Lärm. Letztlich seien es doch eh „fast immer“ Anwohner, die in Tempo-30-Zonen zu schnell unterwegs seien. Lehner plädierte dafür, keinerlei Maßnahmen zu ergreifen.

Einen Versuch wagen

Grundsätzlich sehe er das genauso, erwiderte Frederick Meyer (CDU). Diesmal allerdings seien Anwohner auf die Gemeinde zugekommen mit dem Wunsch nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen für Liststraße und Sandstraße. „Daher sollten wir es auf einen Versuch mit Bodenschwellen ankommen lassen“, sagte er. Zumal sie vergleichsweise günstig zu haben und leicht auf- und abbaubar sein. Lehner bezweifelte, dass die Anwohner die Schwellen lange dulden. In Allerbüttel seien sie weit abseits jeglicher Wohnbebauung aufgeschraubt worden. „Und man hat es trotzdem bis ins Dorf gehört, wenn jemand drüber gefahren ist“, berichtete er.

Warum Messtafeln nicht wirken

Dr. Ralf May empfahl, zunächst lieber Tempomesstafeln aufzustellen, denn: „Die wirken besser.“ Sollten sie keine Besserung bringen, könne man immer noch Bodenschwellen auf die Fahrbahn schrauben. Bei Messtafeln müsse man darauf hoffen, dass Autofahrer darauf anspringen, entgegnete Frank Nisius (CDU). Und weiter: „Mit Schwellen zwingen wir sie, langsam zu fahren.“ Gemeindedirektor Klaus Rautenbach verwies auf Messergebnisse, die klar belegen, dass es beim gefahrenen Tempo deutliche Ausreißer gebe. Zudem gewöhnten sich Autofahrer schnell an Messtafeln, sagte er. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dafür, in Liststraße und Sandstraße Schwellen auf die Fahrbahn zu setzen. Sie kosten insgesamt gut 3100 Euro.

Hinterbebauung nicht grundsätzlich

In der Liststraße soll einem Grundstückseigentümer Hinterbebauung ermöglicht werden, sofern er die Kosten für die nötige Änderung des Bebauungsplanes trägt. Von der Idee, den gesamten Plan entsprechend zu ändern, verabschiedete sich der Ausschuss. Denn: „Aktuell beträgt die Bautiefe zwischen 20 und 40 Meter“, erklärte Vorsitzende Katrin Below. Im Zuge einer Änderung sei so ein großzügiges Maß kaum zu halten, wodurch derzeitige und künftiger Eigentümer deutlich schlechter gestellt wären als bisher.

Umgang mit der Kiss-and-Fly-Zone

Für die Kiss-and-Fly-Zone an der Grundschuleempfahl der Ausschuss, es der Schule zu überlassen, die Eltern für deren Nutzung zu sensibilisieren. Angedacht war zunächst, dass die Gemeinde ein Kommunikationskonzept in Auftrag gibt und dann für eine entsprechende Beschilderung sorgt. Abschließend berichtete Gemeindedirektor Rautenbach, dass es künftig erlaubt ist, den Radweg zwischen dem Kreisel an der Liststraße und dem Einkaufszentrum in beiden Richtungen zu befahren.

Von Ron Niebuhr

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