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Isenbüttel Tempo 30 und seine Tücken: Isenbüttels Bauauschuss kann sich nicht einigen
Gifhorn Isenbüttel Tempo 30 und seine Tücken: Isenbüttels Bauauschuss kann sich nicht einigen
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21:13 18.09.2019
Geschwindigkeit begrenzen: Die Gemeinde Isenbüttel prüft, wie wirksam und kostspielig bauliche Maßnahmen für die Einhaltung von Tempo 30 sind. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Die Erneuerung der Hauptstraße war das große Thema in der jüngsten Sitzung des Isenbütteler Bauausschusses. Daneben ging es – teils ähnlich angeregt diskutiert – um die zweite Zufahrt für den Försterkamp, den Bebauungsplan List, die Internetversorgung sowie bauliche Maßnahmen zur Durchsetzung von Tempo 30 im Dorf.

Erst die Kosten klären

Mit dem Aufstellen von Verkehrsschildern ist es für Tempo 30 oft leider nicht getan. Zuletzt hatte der Verwaltungsausschuss daher die Verwaltung beauftragt zu ermitteln, ob das Aufstellen von Pflanzkübeln oder Brunnenringen hilft. Davon hat das Verkehrsamt des Landkreises dringend abgeraten, da die Gemeinde bei unzureichender Markierung für Unfälle womöglich haftbar gemacht werden könnte. Besser geeignet sind Bodenschwellen, Aufpflasterungen oder Verschwenkungen der Fahrbahn. Nach leidenschaftlicher Diskussion, nicht zuletzt weil sich Anwohner durch Bodenschwellen und Co. häufig gestört fühlen und den Rückbau fordern, soll die Verwaltung vorerst nur die Kosten für derartige, wenn möglich abbau- oder verschiebbare, Maßnahmen ermitteln.

Debatte um Bahnübergänge

Die zweite Zufahrt zum Försterkamp kann möglicherweise nicht wie bisher geplant realisiert werden. Ursprünglich sollten dabei zwei unbeschrankte Bahnübergänge durch einen beschrankten ersetzt werden. Es liegt nun beim Eisenbahnbundesamt zu bewerten, ob es sich bloß um eine Verschiebung oder tatsächlich um einen Neubau eines Überganges handelt. Sollte es sich für letzeres entscheiden, „wird der aktuell geplante Straßenverlauf kaum funktionieren“, sagte Gemeindedirektor Klaus Rautenbach. Höhengleiche Übergänge neu zu bauen, ist nämlich nicht mehr zulässig. Unabhängig davon ist der erhoffte Regionalbahnhaltepunkt zu sehen. Planungsbeginn dafür soll 2026 sein, vor 2027 oder 2028 ist mit einem Baubeginn jedoch nicht zu rechnen.

Hinterbebauung an der Liststraße

Ein Anwohner der Liststraße hat gegenüber der Gemeinde Interesse an einer Hinterbebauung bekundet. Möglich ist das dort derzeit noch bei zwei weiteren Grundstücken. „Allerdings kann sich durch Verkauf oder Vererben eine neue Situation ergeben“, sagte Rautenbach. Es würden sich also für das gesamte Gebiet mehr Möglichkeiten zur Innenentwicklung eröffnen, wenn der B-Plan für die gesamte Fläche geändert wird. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung zu prüfen, wie das möglich ist und welche Kosten es verursacht.

Internet zu langsam

Die Versorgung mit schnellem Internet ist entlang der Schulstraße weiterhin mangelhaft. Betroffen sind 45 Anschlüsse, „obwohl vor drei Jahren mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Vectoring-Technik verbaut wurde“, berichtete Rautenbach. Zunächst habe das laut Telekom an einem gesperrten Verteiler in der Blumenstraße gelegen. Inzwischen wohl daran, dass im Etat des Unternehmens derzeit keine Mittel vorgesehen sind für den Eigenausbau des Leitungsnetzes mit Vectoring-Technik vom genannten Verteiler aus. Betroffenen Bürgern bieten sich zwei Alternativen: Installation eines Hybrid-Anschlusses der Telekom, der Mobilfunk- und Festnetztechnik kombiniert, aber einen neuen Router erfordert. Oder ein Wechsel zum Mitbewerber Kabel Deutschland, der Internet über einen – im Idealfall schon vorhandenen – Kabelanschluss liefert.

Neue Möglichkeit

Durch die Nähe zur Grundschule kann sich „perspektivisch über die neue Förderkulisse zur Versorgung der Schulen mit schnellem Internet auch eine Möglichkeit für umliegende Privatanschlüsse ergeben“, sagte Rautenbach. Leerrohre stehen nach Abschluss des Neubaus der Gartenstraße bereit und könnten von einem Internetanbieter gekauft oder gemietet werden. Im Bereich Hausterbecker Straße und Waldfrieden sei nach Aussage der Telekom keine größere Festnetzbandbreite machbar, da die Entfernung zum nächsten Verteiler zu groß ist, erklärte der Gemeindedirektor abschließend.

Von Ron Niebuhr

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