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Isenbüttel So wird das Spielschiff wieder flott gemacht
Gifhorn Isenbüttel So wird das Spielschiff wieder flott gemacht
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19:00 01.11.2019
Arche gerettet: Freiwillige Helfer restaurierten das Spielschiff von Isenbüttels St. Marien-Kita. Spender und Sponsoren ermöglichten die Aktion. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Großes Gewusel rings um die Kindertagesstätte der Isenbütteler St. Marienkirche ist ja nicht ungewöhnlich. Seit ein paar Tagen und auch noch heute schwirren dort auffällig viele Erwachsene herum. Aus gutem Grund: Sie retten das Spielschiff vorm Untergang – und nebenbei bringen sie gleich auch das restliche Außengelände auf Vordermann.

Nicht mehr see- und spieltauglich

Das Spielschiff der St. Marien-Kita, ein ausgemustertes Rettungsboot des Kreuzfahrtschiffes Queen Mary II, war zuletzt in einem alles andere als seetauglichen Zustand – und damit leider auch nicht mehr zum Spielen geeignet. Der Förderverein der Kita um Karoline Armbrecht setzte alle Hebel in Bewegung, um das zu ändern. Man sammelte Spenden, suchte nach Helfern, warb um Baumaterial. Mit riesigem Erfolg: 13 000 Euro kamen zusammen!

Genug, um das von Eltern 2005 in Eigenregie an der Kindertagesstätte aufgebaute und von den Kindern Arche genannte Schiff wieder flott zu machen. Witterungsbedingt hatte es in den vergangenen 14 Jahren doch arg gelitten. Der Bug war morsch, die Netze, das Geländer und der Aufbau des Steuerrades waren locker, das Holz vom Oberdeck teils sogar völlig hinüber. Und auf die Rutsche durfte auch niemand mehr kraxeln. Sprich: Es gab alle Hände voll zu tun – und jede Menge Helfer waren nötig.

Wer so alles mithalf

Die fanden sich zum Glück: „Hier ist super viel los“, freuten sich Armbrecht und Kitaleiterin Stephanie Frobese über eine wohl rund 50-köpfige Schar, die am Reformationstag kräftig mit anpackte. Überwiegend Eltern, aber auch Feuerwehr und Landjugend klotzten richtig ran. „Und nicht zu vergessen: die Kinder!“, betonten Frobese und Armbrecht. Das Gros werkelte am Schiff und rundherum. Bevor man sich gegenseitig auf die Füße trat, suchten sich einige andere Aufgaben. „Im Spielbereich der Krippe ist auch viel zu tun“, sagte Frobese.

Doch zurück zur Arche. Deren Schiffsbauch ist für die Kinder bald endlich wieder bespielbar, man habe extra Bullaugen als Zugang besorgt, berichteten Frobese und Armbrecht. Eine Luke zum Deck gibt es künftig auch. Die Reling wird erneuert. Ringsum tragen Helfer Erde ab, um ein Meer aus Hackschnitzeln als Fallschutz zu schaffen. Und bald können kleine Seebären von der Arche aus sogar durch ein Fernrohr Ausschau halten.

Warum ein grobes Konzept besser ist als ein Detailplan

Man habe zwar viele Vorschläge im Vorfeld gesammelt, einen festen Bauplan habe man aber bewusst nicht erstellt, sondern lediglich ein grobes Konzept. „Vieles ergibt sich erst beim Bauen. Wir möchten, dass sich alle kreativ frei entfalten können“, sagte Frobese. Ein bis ins Detail ausgearbeiteter und festgezurrter Bauplan wäre da hinderlich. Über die Umsetzung wachte Architekt Matthias Sauer: „Wir müssen ja sicherstellen, dass alles tüv-gerecht ist“, erklärte Frobese.

Sauer ist in Isenbüttels St. Marien-Kita kein Unbekannter. Unter seiner Regie war vor ein paar Jahren auch schon der Spielbereich der Krippe, ebenfalls in einer Gemeinschaftsaktion, angelegt worden. Auch fürs Retten der Arche war der Architekt Feuer und Flamme: „Ein gemeinsames Ziel haben, zusammen ein Schiff bauen mitten im Binnenland – genauso wie Noah damals. Das ist einfach großartig“, schwärmte er. Die größte und zugleich spannendste Herausforderung sei für ihn dabei, „mit den vielen Ideen, die von allen Seiten beigesteuert werden, einen Kurs festzulegen, hinter dem sich alle versammeln können“.

Das sind die Unterstützer

Dass das Projekt überhaupt starten konnte, war großzügigen Sponsoren zu verdanken. Die Kroschke Kinderstiftung gab 3500 Euro, die Landjugend Isenbüttel 1000 Euro, die Deutsche Bank 900 Euro, das Therapiezentrum Isenbüttel 500 Euro, Hanke Elektrotechnik 300 Euro, Butting 300 Euro und Robofunktion 200 Euro. Der Förderverein der Kita, Eltern, Großeltern und weitere Privatspender brachten zusammen die restliche Summe auf. BauKing Gifhorn gewährte Preisnachlass fürs Material. Edeka Kreiter aus Isenbüttel sorgte mit reichlich Verpflegung dafür, dass alle Helfer bei Laune und Kräften blieben. „Wir sind allen unendlich dankbar“, betonten Frobese und Armbrecht.

Von Ron Niebuhr

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