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Isenbüttel Aus Jugendtreff wird ein Haus für Alle: Jetzt muss ein neuer Name her
Gifhorn Isenbüttel Aus Jugendtreff wird ein Haus für Alle: Jetzt muss ein neuer Name her
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11:37 02.11.2019
Bald mit neuem Namen? Isenbüttels Jugendtreff wird von vielen genutzt, nur kaum noch von Jugendlichen. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Wie steht es um die Jugendtreffs in der Samtgemeinde? Wie läuft es auf dem Jugendplatz in Isenbüttel? Wie fällt die Bilanz des Rabenspaßes aus? Und wo sieht Sozialkoordinator Thorsten Müller die Schwerpunkte seiner Arbeit in der kommenden Saison? Antworten darauf gab es im Jugend- und Sozialausschuss der Samtgemeinde.

Aktionen gegen den Abwärtstrend im Jugendtreff

Durchschnittlich 7,8 Besucher zählte Calberlahs Jugendtreff pro Öffnungstag im ersten Halbjahr 2019, im Vorjahr waren es noch elf. Derzeit versucht man gegen den Abwärtstrend anzusteuern und neue Besuchergruppen zu erschließen. So hat schon Diakon Thorben Lais mit seinen Konfirmanden vorbeigeschaut. Und die Jugendfußballer des SV Calberlaher kamen zum Frühstück. Der Teenie-Treffsei mit durchschnittlich zehn Zehn- bis Zwölfjährigen gut besucht, berichtete Imke Heuer, die seit Mai das Team der Jugendförderung verstärkt. Zum Ferienspaß berichtete sie, dass die Jugendförderung gemeinsam mit neun Vereinen 53 Angebote organisiert hat. 397 von 679 Plätzen waren belegt, eine Quote von 59 Prozent.

So attraktiv ist der Jugendplatz jetzt

Isenbüttels Jugendplatz wird sehr gut angenommen. Vor allem der von der Landjugend gebaute Bike-Park habe die Attraktivität noch einmal deutlich gesteigert, sagte Heuer. Die Besucherzahlen seien seitdem gestiegen. Die Zahl der Jugendlichen, die dort Kontakt zur Jugendförderung aufnahmen, liege allerdings deutlich unter den Erwartungen. Man erreiche lediglich Treffbesucher aus Calberlah, neue Zielgruppen würden nicht erschlossen. Sozialkoordinator Thorsten Müller empfahl daher, auf regelmäßige Präsenz zu verzichten. Man wolle nur noch projektbezogen vor Ort sein. „Ich finde es falsch, nicht mehr mit Streetworkern auf den Jugendplatz zu gehen“, sagte Klaus Rautenbach (Grüne). Müller erwiderte, dass die Jugendlichen Freiraum brauchen. Vorsitzende Britta Rösler sah es genauso: „Wenn die Jugendlichen sich mehr Freiraum wünschen, sollen sie ihn auch bekommen.“

Warum der Name nicht mehr passt

Bei Isenbüttels Jugendtreff stellt sich vor allem eine Frage: „Wollen wir ihn wirklich weiter so nennen?“, sagte Müller. Denn regelmäßig geöffnet ist er für Jugendliche – mangels Resonanz – nicht mehr. Inzwischen nutzen ihn neben dem mit durchschnittlich 16 Kindern sehr gut besuchten Teenie-Treff auch andere samtgemeindeweit aktive Gruppierungen wie Nachbarschaftshilfe, Flüchtlingshilfe, Familienbüro, ZWAR, Kreisvolkshochschule, Seniorenbeirat, Wohnprojekt GeNiAl, Lesementoren und Bücherei. Müller riet daher zur Umbenennung, zum Beispiel: „Treff“, „Treffpunkt“, „Mega-Treff“, „Alter Werkraum“ oder auch „Ein Haus für Alle“.

So geht es in Vollbüttel weiter

Nach den Jugendtreffs in Wasbüttel und Wettmershagen ist nun auch das Vollbütteler Pendant stillgelegt worden. „Mehrere Vereine und Gruppen aus dem Dorf haben Interesse angemeldet, die Räume zu nutzen“, sagte Müller. Die Regie dabei übernimmt die Gemeinde Ribbesbüttel. Sollte sich neuer Bedarf für die Jugendarbeit abzeichnen, „erhalten wir ein uneingeschränktes Nutzungsrecht“, sagte Müller.

Der Ausschuss empfahl, für den Isenbütteler Jugendtreff einen neuen Namen zu suchen. Zudem soll die Jugendförderung auf dem Jugendplatz nur noch projektorientiert arbeiten.

Thema Pflege im Fokus

Isenbüttels Sozialkoordinator Thorsten Müller möchte sich 2020 verstärkt dem Thema Pflege widmen. „Es ist allgegenwärtig, die Zahl der Pflegebedürftigen steigt rasant“, sagte er. Geplant sei, im ersten Quartal einen Workshop zu machen, aus dem sich Arbeitsgruppen bilden. Auch wolle er eine „kleine Pflegekonferenz“ einberufen, um allen Beteiligten die Chance zu bieten, sich untereinander besser zu vernetzen. Es gehe ihm darum, das Älterwerden stärker ins Bewusstsein zu bringen, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch im hohen Alter zu ermöglichen und auf Gemeindeebene die Entwicklung von Wohnkonzepten anzuschieben, erklärte Müller.

Vorgesehen ist, den Tag der Begegnung 2020 in die zweite Runde zu schicken. Die Premiere 2018 sei ein großer Erfolg gewesen. „Wir fragen im November ab, welche Vereine und Gruppen wieder mitmachen möchten“, sagte Müller. Danach steige man in die Planung ein.

Von Ron Niebuhr

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