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Isenbüttel Heftige Kritik im Rat am Abwahl-Antrag
Gifhorn Isenbüttel Heftige Kritik im Rat am Abwahl-Antrag
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15:38 14.06.2019
Dicke Luft im Sitzungssaal: Bei der Ratssitzung ging es sehr emotional zu. Quelle: Christina Rudert
Calberlah

Auch wenn die Abwahl des 2. stellvertretenden Bürgermeisters Phillip Passeyer auf Wunsch der Antragsteller – CDU-Fraktion und Gruppe UWG/Plagge – am Donnerstagabend im Calberlaher Rat von der Tagesordnung genommen wurde, stand das Thema doch im Mittelpunkt. Die Stühle im Sitzungssaal reichten für das große Publikum nicht aus, die Stimmung war angespannt.

Sechs von zehn fehlen

Sechs der zehn Politiker von CDU und Gruppe UWG/Plagge fehlten – zwar entschuldigt, aber das Publikum buhte trotzdem, als Bürgermeister Thomas Goltermann die Namen aufzählte. Dass Jörg Baronick (UWG) im Vorfeld die Terminierung der Ratssitzung kritisiert hatte, hatte Goltermann der AZ gegenüber mit dem Hinweis gekontert, bereits im Verwaltungsausschuss im Mai sei der 13. Juni festgelegt worden, er habe am 6. Juni nur noch einmal daran erinnert.

In der Einwohnerfragestunde wurden der Antrag auf Abwahl und die Antragsteller heftig kritisiert. Edmond Worgul sprach vom „Verrat der alten Männer“, die subtile Andeutungen und Vorwürfe in Richtung Passeyer gemacht hätten statt konstruktive Kritik zu üben.

Für Christina Petzold stellte sich die Frage, „woran man festmacht, dass Phillip Passeyer überfordert ist“ – das war laut Antragstellern einer der Gründe für den Abwahl-Wunsch. Sie lobte die drei anwesenden CDU-Vertreter sowie Horst-Dieter Hellwig (UWG), „die sich hier der Kritik stellen, statt feige wegzubleiben“.

Geht es um die Sache?

Maik Fendler, selber mal als Bürgervertreter für die CDU politisch aktiv, wunderte sich: „Damals hieß es, es soll um die Sache gehen und nicht um Parteiinteressen.“ Aus seiner Sicht hätten „die Nicht-Anwesenden ihr Gesicht verloren“.

Der teils ironische, teils süffisante Tenor der Stellungnahme, die Georg Hösler-Weiß (Grüne) anschließend für SPD und Grüne verlas, sorgte im größten Teil des Publikums für Heiterkeit und Zustimmung. Er bezeichnete die UWG „jetzt erneut als Königsmacher für Jochen Gese, nachdem sie 2016 Gese als Bürgermeister abgelehnt hat“.

Mehrere Ämter

Und sowohl Jochen Gese als auch Annegret Langbein, Horst-Dieter Hellwig und Jörg Baronick hätten ebenfalls diverse Ämter inne – sie hatten Passeyer Überforderung wegen Ämterhäufung vorgeworfen. Hösler-Weiß wollte wissen, ob man daraus schließen könne, dass die vier Genannten vielleicht ebenfalls überfordert seien und deshalb den Antrag auf Abwahl gestellt hätten.

Als einziger CDU-Vertreter bezog Stefan Plagge zu der Angelegenheit Stellung: „Ich habe den Antrag nicht unterschrieben, weil ich Phillip Passeyer abwählen will, sondern weil durch die geänderten Mehrheiten auch der CDU ein Bürgermeisterposten zusteht.“ Davon verspreche er sich eine Verbesserung des Informationsflusses sowie eine bessere Wahrnehmung der Leistung von CDU und UWG/Plagge.

Möglicherweise erneuter Antrag

Im Vorfeld hatten die Antragsteller sich die Option offen gehalten, den Antrag für die nächste Ratssitzung am 3. Juli wieder auf die Tagesordnung zu bringen.

Goltermann teilte an weiteren Personalien mit, dass Stefan Plagge mit sofortiger Wirkung sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion aufgibt und Wahidullah Omarkhel sein Ratsmandat ganz niederlegt – Nachrücker wird Michael Jaeger.

Von Christina Rudert

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