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Isenbüttel Grundschule Isenbüttel startet Aktion gegen Elterntaxis
Gifhorn Isenbüttel Grundschule Isenbüttel startet Aktion gegen Elterntaxis
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13:14 05.11.2019
Wollen Elterntaxis eindämmen: Tanja Caesar (v.l.), Gabriele Smeikal und Petra Nicken. Quelle: Thorsten Behrens
Isenbüttel

Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Ein vielerorts gewohntes Bild. Doch die Grundschule in Isenbüttel möchte das jetzt eindämmen, Gründe dafür gibt es genügend – aber auch Ideen, wie die Kinder und Eltern mit ins Boot zu holen sind.

Ein Elterntaxi freier Freitag soll es werden – so die Idee von Tanja Caesar. „Mein Sohn hat mich darauf gebracht, als er sagte, er fahre jetzt mit dem Fahrrad zur Schule“, erzählt sie. Schnell hatte die Bürgermeisterin Schulleiterin Gabriele Smeikal und Schulelternratsvorsitzende Petra Nicken für eine Aktion gewonnen. Sie verfassten einen Elternbrief, erklärten den Kindern die Aktion. „Die Kinder sind sensibilisiert“, so Smeikal. Und ein Banner, der noch aufgehängt werden soll, soll auch die anderen Dorfbewohner sensibilisieren.

Als Preis ein Wanderpokal?

Die Aktion soll am kommenden Freitag beginnen. „Der Freitag ist wegen Fridays for Future in allen Köpfen“, sagt Caesar. Die Kinder haben dafür ein Tagebuch erhalten, in dem sie eintragen können, wie sie zur Schule kommen: zu Fuß, mit dem Rad, dem Roller, per Bus – oder im Elterntaxi. Für jeden Eintrag gibt es einen farblichen Vermerk: für den Fußweg einen grünen, für das Elterntaxi einen roten. Bis Ende Januar soll die erste Phase laufen, dann erfolgt eine Auswertung.

„Dann wollen wir sehen, ob das Anfangsinteresse wieder einschläft und wir weitere Maßnahmen starten müssen – oder ob wir die Aktion vielleicht sogar auf weitere Schultage ausweiten können“, so Nicken. Und es soll auch einen Preis geben für die „grünste“ Klasse. Möglich wäre beispielsweise ein Wanderpokal. „Etwas, worauf die Kinder stolz sein können“, betont Smeikal. Und für dessen Erreichen sie Ehrgeiz entwickelten. „Toll wäre, wenn es eine Eigendynamik annimmt, wenn die Kinder miteinander reden, wie jeder zur Schule kommt. Dann entsteht auch eine entsprechende Kommunikation mit den Eltern“, sagt Nicken.

Neue Treffpunkte mitten im Ort

Denn ohne die geht es nicht. „Wir appellieren, das eigene Auto stehen zu lassen und die Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule zu schicken – oder mit dem Bus, wenn sie weiter weg wohnen“, so Smeikal. „Ein Fortschritt wäre es schon, wenn die Eltern unterschiedliche Punkte im Dorf nehmen, um die Kinder raus zu lassen. Dann würde sich das nicht alles hier an der Schule konzentrieren – wo auch die Busse ankommen und die Kinder aus dem Kindergarten“, ergänzt Smeikal. Zudem könnten so neue Treffpunkte für mehrere Kinder entstehen, die gemeinsam das letzte Stück zur Schule zu Fuß gehen, mit allen Vorteilen: Bewegung, Erfahrung sammeln im Straßenverkehr, Kommunikation mit Freunden, Sauerstoffversorgung für das Gehirn für einen Schultag voller Aufmerksamkeit. Und natürlich haben weniger Autofahrten auch einen positiven Effekt für die Umwelt.

Müssen Elterntaxis wirklich sein?

Sie stehen immer wieder in der Kritik – Elterntaxis. An manchen Schulen wird sogar gegen sie protestiert. Viele Eltern dagegen verteidigen sie. Und die Aller-Zeitung berichtet über sie.

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Von Thorsten Behrens

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