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Isenbüttel Großbaustelle Ortsdurchfahrt: Das kommt auf Isenbüttel zu
Gifhorn Isenbüttel Großbaustelle Ortsdurchfahrt: Das kommt auf Isenbüttel zu
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20:34 12.09.2019
Riesige Herausforderung: Isenbüttels Hauptstraße wird voraussichtlich ab März oder April 2020 innerhalb von anderthalb bis zwei Jahren komplett erneuert. Quelle: Foto: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Eine der wohl größten Baustellen, die das Dorf je gesehen hat, steht Isenbüttel bevor: die Erneuerung der Hauptstraßezwischen östlichem und westlichem Ortsausgang. Los geht es voraussichtlich im März oder April 2020. Der Bauausschuss und Zuhörer informierten sich am Mittwochabend über den aktuellen Stand der Planung.

Vier Bauabschnitte

Planer Frank-Steffen Roy vom Gifhorner Ingenieurbüro Andree Kepper erläuterte, wie die Bauarbeiten über die Bühne gehen sollen. Vorgesehen ist demnach, die Straße von insgesamt gut einem Kilometer Länge, die in Ost-West-Richtung als Hauptverkehrsachse einmal quer durchs Dorf führt, in vier Bauabschnitte aufzuteilen: vom östlichen Ortsausgang bis zum Lidl-Kreisel, von dort bis zur Kreuzung mit der Mittelstraße, weiter bis zur Einmündung der Ringstraße neben der Alten Schule und dann bis zum westlichen Kreisel. Die Bauzeit beträgt insgesamt je nach Witterung, Schulferien und Erntezeit voraussichtlich zwischen anderthalb und zwei Jahren, sagte Roy.

Aufwändige Umleitungen

Eine riesige Herausforderung ist es, die Umleitungen zu planen. „Damit haben wir extra ein Fachbüro beauftragt“, erklärte Gemeindedirektor Klaus Rautenbach. Endgültige Ergebnisse liegen noch nicht vor, aber es ist davon auszugehen, dass der überregionale Verkehr weiträumig über die Bundesstraßen 188 und 4 sowie die Landesstraße 321 um Isenbüttel herumgeführt wird, vor allem der Schwerlastverkehr. Die Geschäfte entlang der Hauptstraße sollen aber je nach Bauabschnitt mit Einschränkungen erreichbar bleiben für Lieferanten, Kunden, Post und Müllabfuhr, sagte Roy. Für Busse sollen vorübergehend zwei Haltestellen entlang des Wiesenhofweges eingerichtet werden. „Und den normalen Verkehr leiten wir wohl über den Allerkamp und die Liststraße um“, sagte Roy. Eine provisorische Ampel am Wiesenhofweg ermöglicht es Bussen und Anwohnern, sich in den dann stärkeren Verkehr auf der Liststraße einzufädeln.

Man sei sehr bemüht, die Bauarbeiten so „bürgerfreundlich wie möglich“ zu gestalten, versicherte Isenbüttels Verwaltungsleiter Kai Krink. Daher seien auch zwei Infoveranstaltungen geplant: eine für Gewerbetreibende und eine für alle Isenbütteler. Letztlich sei man aber in vielen Fragen vom Wohlwollen der übergeordneten Behörden abhängig, ergänzte Planer Roy: „Und da kann man sich schon manchmal den Mund fusselig reden, wenn ohne Bezug zur Realität bloß strikt nach Vorschrift gehandelt wird.“

Wöchentliche Besprechung

Das Land Niedersachsen erneuert die Straße, der Wasserverband Gifhorn die Kanalisation und die Gemeinde Isenbüttel alle Nebenanlagen wie Geh- und Radwege sowie Bushaltestellen. Mit wöchentlichen Besprechungen wollen sich die drei beteiligten Bauträger untereinander abstimmen. Und sofern man rechtzeitig informiert werde, könne man sicherlich auch Sonderwünschen der Anlieger gerecht werden, etwa wenn Waren geliefert werden. „Behinderungen wird es aber für alle irgendwann geben. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Anders geht es nicht“, sagte Roy angesichts der Mammutbaustelle.

Breitere Gehwege

Die Fahrbahnbreite bleibt unverändert. Die Gehwege werden je nach verfügbarem Platz bis zu zweieinhalb Meter breit und im Kreuzungsbereich von Nebenstraßen ebenerdig abgesenkt. Die Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut – mit Ausnahme der Haltestelle an der Riede neben der Einmündung Mittelstraße. „Dort ist zu wenig Platz für einen Ausbau“, sagte Roy. Lediglich eine Busbucht bleibt bestehen, überall sonst hält der Bus künftig auf der Fahrbahn. Beide Fußgängerampeln stehen weiterhin auf Höhe der Kirche und des Penny-Marktes. Die Straße wird abgesehen von der Rathausbrücke und dem Lidl-Kreisel 65 Zentimeter tief ausgehoben und von Grund auf neu gebaut. Auf Brücke und Kreisel wird nur die Deckschicht erneuert. Eine Querungshilfe wird auf der Calberlaher Straße auf Höhe der Fußgängerbrücke neu gebaut. Der Wasserverband legt die alte Kanalisation neben der Hauptstraße still und verlegt neue Rohre unterhalb der Fahrbahn.

Dank an Eigentümer

Bürgermeisterin Tanja Caesar dankte allen Eigentümern entlang der Hauptstraße, „die bereit sind, auf Teile ihrer Grundstücke zu verzichten, um breitere Gehwege und zusätzliche Grünflächen zu ermöglichen, die zu mehr Verkehrssicherheit und einem schöneren Ortsbild beitragen.“ Geprüft werden soll auf Anregung von Detlef Lehner (SPD) noch, ob es möglich ist, einen Teil eines Grundstückes an der Ringstraße nahe des westlichen Endes der Hauptstraße zu erwerben, um auch an der dortigen Bushaltestelle einen Fahrgastunterstand und Fahrradständer aufzustellen.

Von Ron Niebuhr

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