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Isenbüttel Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr
Gifhorn Isenbüttel Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr
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13:53 10.07.2019
Versorgungsplatz eingerichtet: Die Schnelleinsatzgruppe Süd des Gifhorner DRK-Kreisverbandes kümmerte sich um die Geretteten. Quelle: Ron Niebuhr
Wasbüttel

Ein B2Y in Wasbüttel versetzte die Feuerwehren aus Wasbüttel, Isenbüttel, Ribbesbüttel und Vollbüttel sowie die Schnelleinsatzgruppe Süd des DRK Kreisverbandes am Dienstagabend in höchste Alarmbereitschaft. Ein B2Y? „Das ist der Code für Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“, erklärte David Ehrentraut am Einsatzort. Der Gruppenführer aus Wasbüttel hatte die Alarmübung ausgearbeitet.

Großes Aufgebot: Feuerwehrkräfte aus Wasbüttel, Isenbüttel, Ribbesbüttel und Vollbüttel rückten zur Alarmübung an. Quelle: Ron Niebuhr

Unterstützt hatten ihn dabei Wasbüttels Vizeortsbrandmeister Nico Holzhaus, dessen Isenbütteler Amtskollege Christian Schaper sowie Mirko Armbrecht. Das Szenario sah vor, dass die Alte Schmiede nach einer Verpuffung bei Schweißarbeiten in Flammen stand. „Acht Vermisste müssen aufgespürt und gerettet werden“, erklärte Ehrentraut.

Besonders heikel

Zudem mussten die Feuerwehrkräfte ein Überspringen der Flammen verhindern. „Das ist hier besonders heikel, weil die Schmiede an ein Wohngebäude auf der einen und ein Wäldchen auf der anderen Seite grenzt“, sagte Ehrentraut. Zudem verläuft direkt davor die viel befahrene Hauptstraße. Die sperrten die Einsatzkräfte umgehend voll.

Dass es eine Übung und kein Einsatz war, sollten sie eigentlich erst vor Ort erfahren. So ganz klappte das nicht – „Wir sind aufgeflogen“, sagte Schaper kurz vorm Alarm mit Blick auf auffallend regen Chatverlauf in der WhatsApp-Gruppe. Zumindest für die Wasbütteler und Isenbütteler Kameraden galt das.

Realer Einsatz

Die Kameraden aus Vollbüttel und Ribbesbüttel einzubeziehen, war dagegen ursprünglich gar nicht vorgesehen. Wegen eines realen Einsatzes für die Isenbütteler Feuerwehr – Wasser im Keller – mussten die Organisatoren ihren Plan ändern. Denn dass Isenbüttel mit den noch verfügbaren Fahrzeugen und Kameraden gen Wasbüttel ausrückte, war zunächst unklar. „Daher haben wir auch Vollbüttel und Ribbesbüttel alarmiert“, sagte Ehrentraut.

Suche nach Vermissten: Einsatzkräfte der Feuerwehren rückten unter schwerem Atemschutz in die Alte Schmiede vor. Quelle: Ron Niebuhr

Pünktlich zum Start der Übung sorgte er mit einem Knallkörper erstmal für einen ordentlichen Rumms. Es folgten reichlich Rauchgranaten. „Ihr habt aber ganz schön viel Rauch mitgebracht! Muss ich hinterher die Fenster putzen? Dann muss die Feuerwehr aber noch mal kommen“, sagte Nachbarin Inge Scheller ansichts dunkler Rauchschwaden zu Ehrentraut und seinen Co-Organisatoren.

„Soll ich nachgucken?“

Achim Buhmann, der den Feuerwehren die Alte Schmiede freundlicherweise für die Übung überlassen hatte, setzte derweil den Notruf ab: „Wasbüttel, Hauptstraße 8, Alte Schmiede. Hier hat’s einen Knall gegeben. Es qualmt aus allen Löchern. Da sind noch Leute drin. Vier bestimmt, vielleicht auch mehr. Soll ich mal nachgucken?“

Davon riet die Leitstelle ihm dringend ab. „Na gut, ich warte hier“, sagte Buhmann und schaute dann zu, wie die Übung ablief. Schwerpunktmäßig ging es Ehrentraut, Holzhaus, Schaper und Armbrecht übrigens darum, das Teamwork mit der SEG zu testen. Die richtete auf einem Hof gegenüber der Schmiede einen Versorgungsplatz für gerettete Vermisste ein. Die hatte das DRK für die Übung vermittelt und auch authentisch geschminkt.

Von Ron Niebuhr

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