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Isenbüttel Fledermäuse, Vögel und Wildkatzen: Wanderung im Eyßel
Gifhorn Isenbüttel Fledermäuse, Vögel und Wildkatzen: Wanderung im Eyßel
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22:00 19.06.2016
Unterhaltsame Wanderung: Biologe Gelu Ispas informierte interessierte Kinder und Erwachsene über den Wald und seine Tierwelt. Quelle: Ron Niebuhr
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„Mit Glühwürmchen ist kaum zu rechnen“, sagte Ispas. Nach dem heftigen Regen der vergangenen Tage „haben es alle Insekten richtig schwer“, erklärte der Biologe. Wer die Augen offenhielt und die Ohren spitzte, konnte andere Waldbewohner entdecken. Zumal Ispas Lautsprecher mitbrachte, um Vögel besser hörbar zu machen, und einen Detektor, um Fledermäuse aufzuspüren.

Zunächst ging es bei der familiengerechten, unterhaltsamen und informativen Tour um Wildkatzen. Die sind von gewöhnlichen Hauskatzen kaum zu unterscheiden. Ispas verriet, wie es trotzdem gelingt. Obwohl man die extrem scheuen, bis in die 1960-er Jahre stark bejagten Gesellen in freier Wildbahn wohl nie zu Gesicht bekommt: „Sie hören und sehen viel besser als wir. Sie merken auf 500 Meter, dass wir kommen, und laufen weg“, sagte Ispas.

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Jedenfalls haben alle Wildkatzen eine schwarze Schwanzspitze. Der mit Ringen gezeichnete Schwanz ist dick und buschig. Und das Fell weist entlang der Wirbelsäule einen durchgehenden schwarzen Strich vom Hals bis zum Schwanz auf. Ausgewachsene Wildkatzen vertilgen täglich zehn Mäuse, entsprechend groß ist ihr Revier: rund vier Quadratkilometer.

Auf Vögel sind Wildkatzen nicht aus: „Die sind viel schwieriger zu fangen als Mäuse, wiegen aber kaum mehr als eine halbe Scheibe Mortadella. Das lohnt nicht“, sagte Ispas. Nur Hauskatzen jagen Vögel: „Aber die gehen ja auch satt auf die Jagd. Sie jagen nicht zum Überleben, sondern bloß als Hobby.“

rn

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