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Isenbüttel Wie aus Tierfreunden Tierschützer werden
Gifhorn Isenbüttel Wie aus Tierfreunden Tierschützer werden
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15:00 01.08.2019
Ein ereignisreicher Tag im Tierheim: Acht Ferienspaßkinder aus der Samtgemeinde Isenbüttel nahmen mit Hündin Emma im Tierrettungswagen Platz. Quelle: Foto: Ron Niebuhr
Ribbesbüttel

Tierfreunde sind sie schon jetzt, aktive Tierschützer vielleicht auch bald: Sieben Kinder aus der Samtgemeinde Isenbüttel schauten jetzt im Ribbesbütteler Tierheim vorbei. Vera Steder, Kirsten Kracht und Astrid Prieß leiteten die Ferienaktion im Rahmen des Rabenspaßes der Jugendförderung.

Mit einem Rundgang erkundeten die Kinder das Tierheim: die Kleintiervilla mit ihren Mümmelmännern, die Schutzhütten mit ihren Bellos und das Katzenhaus mit seinen Fellnasen. „Die Hunde brauchen ein Körbchen, Wasser- und Futternäpfe. Und etwas, damit sie es im Winter schön warm haben“, wusste Teilnehmerin Laura, welche Ausstattung nötig ist. Gewöhnlich reichten die als Schutzräume konzipierten Häuschen aus. „Aber wenn es im Winter mal richtig kalt wird, verteilen wir auch Heizdecken“, ergänzte Steder.

Anhand der Kaninchen in der Kleintiervilla verdeutlichte sie den Kindern, worin sich Hase und Kaninchen unterscheiden. Hasen sind Nestflüchter, Kaninchen sind Nesthocker. Letztere werden „blind und ohne Fell geboren. Auch das Hoppeln müssen sie erst noch lernen“, sagte Steder.

Spannend anzuschauen war auch der Tierrettungswagen. „Der kommt zum Einsatz, wenn ein krankes oder verletztes Tier gefunden wird“, sagte Steder. Im Laderaum ist ein Käfig eingebaut. „Und einen Maulkorb haben wir auch dabei. Wir wissen ja nie, ob uns ein Hund wohlgesonnen ist“, sagte sie.

Ins Lager mit Tierfutter, Katzenstreu und Co. sowie die Wäscherei warfen die Kinder ebenfalls einen Blick. „Die Waschmaschine läuft täglich. Und Katzenstreu brauchen wir jede Menge“, sagte Steder.

Zumal gerade sehr viele Katzenbabys und -mütter ins Tierheim kommen, wie die stellvertretende Leiterin Stefanie Söchtig kurz darauf berichtete. Bei Hunden sei die Lage zum Glück nicht so angespannt: „Da landen derzeit vor allem Ausreißer bei uns, die wir schnell an ihre Besitzer zurückgeben können“, sagte Söchtig.

In der Tiervermittlung läuft es rund. So konnte die stellvertretende Leiterin den Kindern noch während der Aktion von zwei weiteren Vermittlungserfolgen berichten. Unter anderem fand Emma ein neues Zuhause, die kurz zuvor noch ausgiebig Streicheleinheiten der Kinder genossen hatte und bei der sich alle einig waren: „Sie ist ein toller Hund und total lieb!“

Söchtig erklärte den Kindern, dass man sich die Anschaffung eines Haustieres genau überlegen sollte. Denn mit Tierliebe allein ist es nicht getan. „Ein Haustier kostet richtig viel Geld“, betonte sie. Man braucht ja nicht nur Futter und vielleicht eine Leine, sondern muss es beim Tierarzt untersuchen, impfen und womöglich auch mal operieren lassen.

Ein Frühstück und ein Quiz rundeten die Aktion ab. Für Teilnehmerin Svea stand fest: „Das war klasse hier. Nächstes Jahr komme ich wieder.“ Und die übrigen Kinder hatten genauso viel Spaß.

Von Ron Niebuhr

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