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Isenbüttel Edesbüttel: 1,5 Millionen Euro für das Freibad
Gifhorn Isenbüttel Edesbüttel: 1,5 Millionen Euro für das Freibad
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19:33 02.12.2019
Konzept entwickelt: Das Freibad in Edesbüttel soll modernisiert werden – womöglich bereits ab 2021. Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)
Isenbüttel

Gut in Schuss gehalten hat die Samtgemeinde Isenbüttel das Freibad in Edesbüttel. Darin waren sich Politik und Verwaltung einig. Und das bestätigte im Bau- und Umweltausschuss auch die Meinhardt Fulst GmbH. Die Ingenieurgesellschaft hat ein Konzept entwickelt, wie sich das Freibad modernisieren lässt. 1,5 Millionen Euro sind dafür ab 2021 veranschlagt.

Sanierungskonzept

„Wir planen schon seit längerem, das Freibad zu sanieren", sagte André Schulz. Der Bauamtsleiter berichtete, dass es inzwischen 42 Jahre in Betrieb sei. Man habe stetig investiert, zähle daher zu den wenigen Kommunen, deren Freibad nicht unter einem Sanierungsstau leidet. Trotzdem sei die Badtechnik mittlerweile in einem Alter, wo nicht mehr alles den aktuell gültigen Normen entspricht. Daher habe man die Meinhardt Fulst GmbH beauftragt, ein erstes grobes Sanierungskonzept zu erstellen.

Vier Varianten

Für die mehr als 230 Mitarbeiter zählende Ingenieurgesellschaft mit Stammsitz in Vienenburg hat sich Mirko Meißner des Projektes angenommen. Gemeinsam mit Eike Morfeld stellte er dem Bauausschuss die Ergebnisse vor. „Unser Bestreben ist, die Bauarbeiten so umzusetzen, dass keine Saison verloren geht", sagte Meißner. Sprich zwischen Oktober und Mai. Das habe bisher immer geklappt und sei auch in Edesbüttel machbar. Und zwar bei allen vier Varianten, die man entwickelt hat.

Edelstahl statt Beton

Die Experten empfahlen, statt Beton- auf Edelstahlwände zu setzen. Die sind deutlich haltbarer und daher weniger kostspielig in der Unterhaltung. Auf 20 Jahre gerechnet komme man bei Beton auf Kosten von 493 400 Euro, bei Edelstahl nur auf 82 500 Euro, erklärte Meißner. Vorstellbar wäre, die Becken in ihrer Anordnung und Größe so zu belassen. Das würde inklusive Umbau auf Edelstahl 3,67 Millionen Euro erfordern. Oder man reduziert die Wasserfläche und damit die Heizkosten, indem man das Schwimmerbecken in ein kombiniertes Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken umwandelt, das mit zwei statt sechs 50-Meter-Bahnen auskommt und durch eine Halbinsel aufgeteilt wird. Das Planschbecken könnte näher an den Kiosk kommen. Dafür schätzten die Ingenieure die Kosten auf 2,85 Millionen Euro.

Springerbecken entbehrlich

Denkbar sei auch, die Wasserfläche noch weiter zu verringern, sofern im Schwimmerbecken 25-Meter-Bahnen reichen. Zusammen mit einem eigenständigen Nichtschwimmer- und Planschbecken käme man dann wohl auf Baukosten von gut 3,17 Millonen Euro. Damit mochte sich Horst-Dieter Hellwig (UWG) gar nicht anfreunden, denn als durch den Bau des Elbeseitenkanals das Freibad verlegt werden musste, „konnten wir nur durch eine Klage gegen den Bund die 50-Meter-Bahnen erhalten. Sie müssen bleiben." Stattdessen sei wohl eher das Springerbecken entbehrlich.

Personalintensiv

Eine vierte vorstellbare Variante sei, an den Betonbecken festzuhalten. Die Sanierungskosten lägen dann bei schätzungsweise 2,67 Millionen Euro. Allerdings kämen dazu wenigstens alle zwei Jahre Instandsetzungsarbeiten an den Betonwänden, sagte Meißner. Davon konnte Schwimmmeister Volker Stübe ein Lied singen, zumal nicht nur das Streichen der Becken viel Personal bindet, sondern auch das Reinigen. Vor jeder neuen Saison seien allein im Schwimmerbecken zwei bis drei Mann fünf Tage lang im Einsatz – unter optimalen Wetterbedingungen wohlgemerkt. Ist es regnerisch oder zu kalt, verzögert sich das Ganze: „Wir brauchen mindestens zehn Grad und trockene Becken zum Streichen", sagte er. Sonst hält die Farbe nicht.

Modernisierung planen

Lisa Wallmann (SPD) sah das Freibad als „unverzichtbar" an – für den Schulsport, die Freizeitgestaltung und die Gesundheitsförderung, aber auch für die Integration von Flüchtlingen und als sozialen Treffpunkt. Sie stellte den Antrag, das Freibad zu erhalten, das Konzept zur Kenntnis zu nehmen und einen interfraktionellen Arbeitskreis unter Beteiligung der Verwaltung und des Schwimmmeisters zu bilden, um die Modernisierung des Freibades zu planen. Der Ausschuss stimmte bei einer Enthaltung ohne Gegenstimmen zu.

Von Ron Niebuhr

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