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Isenbüttel Dreschtag in Isenbüttel: Ein Mordsspaß für Kinder
Gifhorn Isenbüttel Dreschtag in Isenbüttel: Ein Mordsspaß für Kinder
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18:44 23.09.2019
Kunterbuntes Miteinander: Isenbüttels Treckerfreunde und ihre Helfer bescherten dem Dorf und seinen Gästen eine prächtige Neuauflage des Dreschtages. Quelle: Ron Niebuhr
Isenbüttel

Alte Landmaschinen auf dem Acker in Aktion erleben Isenbütteler und ihre Gäste beim Pflugtag der Treckerfreunde. Alte und neue Landtechnik war am Sonntag beim Dreschtag zu bestaunen. Der ging nach der geglückten Premiere vor drei Jahren jetzt in die nächste Runde. Die verlief ähnlich erfolgreich.

Alte Landmaschinen auf dem Acker in Aktion erleben Isenbütteler und ihre Gäste beim Pflugtag der Treckerfreunde. Alte und neue Landtechnik war am Sonntag beim Dreschtag zu bestaunen. Der ging nach der geglückten Premiere vor drei Jahren jetzt in die nächste Runde. Die verlief ähnlich erfolgreich.

„Nach allem, was ich hier so sehe, ist unser Dreschtag gut besucht“, sagte Arndt Buchholz und ließ seinen Blick über Hof und angrenzenden Acker schweifen. Zu verdanken war das – so geht es ja im Grunde allen Events unter freiem Himmel – zu einem großen Teil natürlich dem kurz vorm kalendarischen Herbstanfang noch einmal herrlich sommerlichen Wetter. „Das passt. Es ist wie bestellt“, freute sich Buchholz. So steuerten schon bald zahlreiche Besucher jedes Alters den Hof der Familie Eggeling an.

Getreide zum Dreschen selbst gemäht

Dort zeigten die Treckerfreunde mit allerhand Vorführungen, wie früher Landwirtschaft betrieben wurde. Gleich mehrmals brachten sie den Tag über eine historische Dreschmaschine zum Laufen. In die schaufelten Helfer hoch oben auf den Wagen stehend Getreide hinein. Dreschmaschinen waren früher weitverbreitetet, wurden in den 1950 und 1960er Jahren aber von Mähdreschern völlig aus der Landwirtschaft verdrängt. „Das Getreide haben wir vorher selbst gemäht“, verwies Buchholz darauf, wie viel Vorbereitung im Dreschtag steckte.

Daneben waren lange vorher Genehmigungen einzuholen. Ein Wochenende vorm Dreschtag begannen die Treckerfreunde, den Hof aufzuräumen. Zwei Tage vorm Startschuss stiegen sie in die heiße Phase ein. „Es war wieder eine ganz schöne Rempelei, den Hof zu entkernen“, sagte Buchholz. Schließlich musste Platz geschaffen werden für Ausstellungen und Vorführungen, aber auch zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen, Bratwurst, Bier und Brause. „Wie viele Stunden Arbeit im Dreschtag stecken, lässt sich gar nicht sagen“, erklärte er.

Ausstellung zur Mähtechnik

Speziell für Kinder boten sich gleich zwei Highlights: mit Trampeltreckern über einen Hindernisparcours brettern und auf dem fliegenden Teppich im Schlepptau eines Minitreckers über den Acker zuckeln. Spannend war für die Kleinen – und gewiss für manchen Papa oder Opa – aber auch die Ausstellung zur Mähtechnik: „Es ist alles dabei. Angefangen bei alten Mähbindern bis hin zu modernen Monstren“, sagte Buchholz. Und wie man früher Seile band, war ebenfalls zu sehen.

Buchholz selbst steuerte einen in drei Jahren mühsam restaurierten Massey Ferguson, Baujahr 1962, bei. An dem Trecker war „einfach alles zu machen. Da ging nichts mehr“, erinnerte er sich, wie er den Oldtimer komplett zerlegen musste, weil „so viel zu ersetzen war, was nicht mehr zu reparieren war.“ Die Mühe lohnte sich, das beim Dreschtag erstmals präsentierte Fahrzeug zog viele anerkennende Blicke auf sich, unter anderem von Annchen Eggeling. „Sie war schon sehr gerührt, den Trecker so zu sehen. Er hat nämlich sein ganzes Arbeitsleben hier auf dem Hof verbracht“, erzählte Buchholz. Opa Ferguson traf beim Dreschtag übrigens auf seinen hochmodernen Enkel: „Der kann alles allein, man muss nur die Daten eingeben – und fertig“, erklärte Buchholz. Wie ein Rasenroboter, bloß in XXL.

Historische Handdruckspritze im Einsatz

Maschinen aus der Forstwirtschaft und von der Feuerwehr rundeten den Tag ab. So ließ es sich die stilecht uniformierte Altersabteilung der Isenbütteler Brandschützer nicht nehmen, eine Einsatzübung mit ihrer historischen Handdruckspritze durchzuziehen. Auch wenn das Szenario nur ein kleines Feuer vorsah, war Hilfe aus dem Publikum nötig, um die Pumpe allein mit Muskelkraft anzutreiben – unter anderem von Bürgermeisterin Tanja Caesar.

Das alles schrie angesichts der generationsübergreifend tollen Resonanz nach einer baldigen Neuauflage des Dreschtages. „Mal sehen, wie es am Ende des Tages aussieht. Und mal abwarten, wie es sich von den Auflagen her entwickelt“, sagte Buchholz. Versprechen könne er zwar nichts, aber ganz auszuschließen sei es wohl auch nicht, dass die Isenbütteler Treckerfreunde mit ihrem Dreschtag früher oder später in die dritte Runde gehen.

Von Ron Niebuhr

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