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Isenbüttel Das alles ist für Ribbesbüttel möglich
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19:32 11.10.2019
Starkes Interesse: Der Infoabend zur Dorfentwicklung in Ribbesbüttels Alter Schule fand regen Anklang Quelle: Ron Niebuhr
Ribbesbüttel

Gemeinsam mit Rötgesbüttelhat die Gemeinde Ribbesbüttel mit all ihren Dörfern den Sprung in die Dorfentwicklung geschafft. Das auf mehrere Jahre ausgelegte Förderprogramm ermöglicht es der Dorfregion Ribbesbüttel-Rötgesbüttel, bauliche Projekte zu verwirklichen. Einige davon kamen beim Infoabend in Ribbesbüttel zur Sprache.

„Es freut mich ganz besonders, dass so viele Bürger hier sind“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske. Mehr als 30 Ausbütteler und Ribbesbütteler, aber auch ein paar Vollbütteler kamen zum Infoabend in die Alte Schule in Ribbesbüttel. Holger Broja vom Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig und Monika Traub vom Planungsbüro Warnecke erläuterten ihnen, was es mit der Dorfentwicklung auf sich hat.

Warum die Bürger mitmachen sollen

„Es geht uns darum, die Dorfentwicklung möglichst transparent umzusetzen“, sagte Buske. Daher binde man die Bürger von Anfang an voll ein. Das sei genau der richtige Weg, betonte Traub. Zumal es oft die Bürger seien, die „uns auf Problembereiche aufmerksam machen, die wir bei der Ortsbegehung vielleicht übersehen haben“. Daher fasste sie noch einmal zusammen, was sich bei der Begehung und der Auftaktveranstaltung beider Gemeinden als mögliche Maßnahmen herauskristallisiert hatte.

Womit die Spazierwege zu ergänzen sind

Die Spazier- und Wanderwege, zum Beispiel der so genannte Franzosenweg, könnten um Informations- und Aufenthaltsbereiche ergänzt werden. Auf der Heerstraße und der Peiner Landstraße könnte durch bauliche Maßnahmen das oft deutlich zu hohe Tempo von Autos gedrosselt werden.

„Die Ampel kommt, das ist sicher“

Hierzu merkte Buske an, dass unabhängig von der Dorfentwicklung auf Höhe des Imbisses an der Peiner Landstraßeeine Fußgänger-Ampelerrichtet wird. „Die Ampel kommt. Das ist sicher“, sagte er. Man erwäge sogar, sie so auszustatten, dass sie für zu schnell fahrende Autos automatisch auf Rotlicht schaltet.

Das soll an der Schule passieren

Die Grundschule in Ribbesbüttel und die Spielfläche davor könnten saniert werden. „Es ist ein ortsbildprägendes Gebäude“, sagte Broja. Allein den Spielplatz neu gestalten zu können, sei dagegen unwahrscheinlich. Er empfahl, bei einer Aufwertung des Ausbütteler Spielplatzes auf ein weiter gefasstes Nutzungskonzept zu setzen. Man könnte ihn um einen Grillplatz ergänzen oder mit zusätzlichen Geräten auch für andere Generationen attraktiv machen, sagte er. Sollte die Ortsumgehung der B 4 vom Bund rechtzeitig gebaut werden, könnte man auch die dann zur Kreisstraße herabgestufte Ortsdurchfahrt von Ausbüttel umgestalten. Und im Verlauf der Ribbesbütteler Riede soll der Hochwasserschutz verbessert werden.

Was wird aus der Alten Schule?

Zudem hofft die Gemeinde, die Alte Schule in Ribbesbüttel im Zuge der Dorfentwicklung in ein Dorfgemeinschaftshaus umwandeln zu können. „Der Bedarf dafür ist groß. Es ist ein schönes Gebäude mitten im Dorf“, sagte Broja. Allerdings seien die bisherigen Pläne wohl kaum realisierbar, da sie mit dem Denkmalschutz kollidieren. Derartige Gebäude umzubauen, sei „immer schwierig, aber nicht unmöglich“, ergänzte Traub. Denn letztlich sehe es auch die Denkmalschutzbehörde lieber, dass man ein altes Gebäude wiederbelebt, anstatt es leer stehen zu lassen.

Keine Hoffnung auf einen Supermarkt

Keinerlei Hoffnung dagegen besteht wohl, dass sich die Versorgungslage in der Gemeinde Ribbesbüttel durch die Dorfentwicklung verbessert: „Einen Rewe oder Edeka können wir hier nicht herholen. Das sollte allen klar sein“, sagte Broja. Aber zumindest könnte man dafür sorgen, dass „alle Bürger die Chance haben, ans Nötigste zu kommen“, erklärte er. Zum Beispiel über einen Bürgerbus. Letztlich stehen und fallen die Projekte mit der Finanzierung.

Was das alles kostet

Selbst bei einer Förderquote von bis zu 63 Prozent bleibt natürlich ein nicht unerheblicher Eigenanteil für die Gemeinde. „Und den müssen wir erstmal leisten können", verdeutlichte Bürgermeister Buske, dass es keineswegs rosig aussieht. „80 Prozent unserer Steuereinnahmen geben wir direkt an die Samtgemeinde und den Landkreis weiter.“ Da bleibe der Gemeinde wohl kaum etwas anderes übrig, als die Maßnahmen über Kredite zu stemmen.

Von Ron Niebuhr

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