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Isenbüttel Warum es am Baugebiet Am Damm Kritik gibt
Gifhorn Isenbüttel Warum es am Baugebiet Am Damm Kritik gibt
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08:00 27.11.2019
Neues Bauland: In Verlängerung der Straße Am Damm werden in Calberlah gut 25 Grundstücke für Wohnhäuser ausgewiesen. Quelle: Ron Niebuhr
Calberlah

Gleich zwei neue Baugebiete weist die Gemeinde Calberlah aus: das eine im Hauptort, das andere in Jelpke. Die Bebauungsplanverfahren „Am Damm“ und „Kirchfeld II“ trieb der Bau- und Planungsausschuss jetzt voran. Bürger äußerten Bedenken gegen das Calberlaher Baugebiet.

Warum die Bebauung parallel zur Bahn entsteht

Eingefasst wird die dreieckige Fläche vom Elbeseitenkanal im Westen, der Bahnlinie im Norden sowie bestehender Wohnbebauung im Südosten. Bereits 2017 hat die Gemeinde den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan (B-Plan) gefasst. „Dann hat es etwas gedauert, weil der Geltungsbereich noch einmal erweitert wurde“, sagte Planer Hermann Schütz. Zudem seien noch offene Fragen hinsichtlich des Naturschutzes und der Oberflächenentwässerung zu klären gewesen. Man habe auch die Art der Nutzung präzisiert – nur noch Wohnhäuser sind erlaubt. Und wegen einer Gasleitungstrasse sei jetzt vorgesehen, die Bebauung parallel zur Bahnlinie auszurichten.

Die Bedenken der Anwohner

Bedenken seien bei der erneuten Auslegung zum Lärmschutz geäußert worden, berichtete Schütz. Aber Zug- wie auch Schiffverkehr seien im Schallgutachten bereits berücksichtigt worden, versicherte er. Anwohner kritisierten unter anderem, dass der Verkehr auf den Straßen Am Kanal und Am Damm weiter zunehme, dass Regenwasser durch die Versiegelung der bisherigen Ackerflächen noch schlechter versickere und dass der nächstgelegene Spielplatz viel zu weit weg sei.

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Auch wenn bei verkürzter Auslegung die Stellungnahmen von Privatleuten eigentlich nicht vorgesehen seien, gingen Planer und Verwaltung dennoch auf die Kritik ein. „Veränderungen verursachen Ängste. Das ist verständlich“, sagte Schütz. Grund zur Sorge gebe es aber nicht, denn die bestehenden Probleme bei der Entwässerung würden durchs neue Baugebiet nicht verschärft. „Die Straßen bekommen Kanäle, in die auch die Grundstücke das Regenwasser einleiten“, erklärte Schütz. Gesammelt wird es in einem Rückhaltebecken. Und Bürgermeister Thomas Goltermann betonte, dass man die bisher kaum befestigte Straße Am Damm verkehrsberuhigt ausbaue. „Die Straße haben wir bewusst mit in den B-Plan aufgenommen. Wir können die Erschließung ja schlecht dem Zufall überlassen“, sagte Schütz.

Was dagegen spricht

Der Bauausschuss empfahl mit drei zu zwei Stimmen den Satzungsbeschluss. Horst-Dieter Hellwig (UWG) begrüßte zwar den für die Anwohner kostenlosen Endausbau der Straße Am Damm, stimmte aber gegen den B-Plan. „Ich teile die Bedenken der Anlieger. Auch der Lärmschutz reicht mir nicht aus“, begründete er seine Ablehnung. Im Baugebiet entstehen etwa 25 Grundstücke – 150 Prozent mehr als in Jelpke.

Jelpke soll weiter wachsen

Dort sind im zweiten Abschnitt des Baugebietes Kirchfeld nach derzeitigem Stand zehn Grundstücke geplant. Vorgesehen ist ein allgemeines Wohngebiet mit eingeschossigen Einfamilien- und Doppelhäusern. Streng genommen dürfte Jelpke gemäß des Raumordnungsprogrammes des Regionalverbandes Braunschweig gar nicht weiter wachsen – zumal man dort gerade erst das Baugebiet Kirchfeld I ausgewiesen hat, sagte Schütz.

Man hoffe aber, dass der Regionalverband zustimmt, denn in anderen Orten der Gemeinde gebe es derzeit „keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung“. Zudem habe man in Jelpke viel Geld in Regenrückhaltebecken und Schmutzwasserleitungen gesteckt, die noch Kapazitäten frei haben, erläuterte der Planer. Ausgeschlossen werden sollen im Kirchfeld II übrigens Steingärten. Der Ausschuss stimmte geschlossen für die Auslegung des B-Planes.

Von Ron Niebuhr

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