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Isenbüttel Deshalb ist Sina Schumacher jetzt erst Pastorin
Gifhorn Isenbüttel Deshalb ist Sina Schumacher jetzt erst Pastorin
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19:00 26.08.2019
Ins Amt eingeführt: Sina Schumacher (vorne rechts) ist seit Sonntagnachmittag offiziell Pastorin der Calberlaher Christuskirche. Quelle: Ron Niebuhr
Calberlah

Sina Schumacher ist jetzt ganz offiziell Pastorin. Ihrerfolgreich absolvierter Probedienst mündete am Sonntagnachmittag in Calberlahs Christuskirche in den Einführungsgottesdienst, in dessen Rahmen Superintendentin Sylvia Pfannschmidt sie zur Pastorin ernannte.

Bewerbung auf freie Stelle

„Gefühlt haben wir gerade erst ihre Ordination gefeiert“, verdeutlichte Susanne Berger aus dem Kirchenvorstand einleitend, dass die Probezeit wie im Flug verging. Nach deren Ablauf durfte sich Schumacher jetzt für eine freie Pastorenstelle bewerben. „Und das war – Gott sei Dank! – unsere Stelle“, sagte Berger mit einem Augenzwinkern. Denn im Grunde war allen klar, dass die Pastorin in der Christuskirche bleiben würde. Oder wie Superintendentin Pfannschmidt es formulierte: „Es passt einfach. Sina Schumacher passt zur Gemeinde – und die Gemeinde passt zu ihr.“

„Nehmt einander an“

Anfangs mag die junge Pastorin befürchtet haben, dass „es da irgend einen Haken geben muss“, sagte Pfannschmidt. Immerhin hatte sich ein Jahr lang niemand für die Stelle in der Christuskirche beworben. „Aber es gab keinen“, versicherte sie. Es sei „ein Segen für uns alle, dass sie im Kirchenkreis Gifhorn bleibt“, freute sich die Superintendentin, ihr die Amtsurkunde zu überreichen. So können Pastorin und Gemeinde nun dem gemeinsamen Leitspruch folgen: „Nehmt einander so an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“.

Bitte um Verständnis

Schumacher wolle für alle da sein, die sie brauchen, sagte Pfannschmidt. Umgekehrt sollte aber auch die Gemeinde für sie da sein, sich mit Kritik zurückhalten, wenn mal etwas nicht gleich klappt, und Verständnis zeigen, wenn sie nicht rund um die Uhr um alles und jeden kümmern kann. Oder kurz: „Nehmt eure Pastorin an“, bat die Superintendentin. Schumacher sei Pastorin mit Leib und Seele, übe ihr Amt mit Freude aus, „weil sie es kann.“

Dabei fand sie erst relativ spät den Weg in die Kirche – als Konfirmandin. Sie gestaltete Kindergottesdienste, Freizeiten und Sommerlager mit. So unermüdlich wie sie sich damals engagierte, ist ihr Wirken heute noch. Insofern sollte die Gemeinde der Pastorin und ihrer Familie und „auch mal Ruhe und Zeit zum Auftanken gönnen“, empfahl Pfannschmidt.

Vertretung in Essenrode

Schumacher wünschte sie, „von der Kraft Gottes zu leben, denn das ist die Grundvoraussetzung für diesen Beruf.“ Den übt Schumacher künftig nicht nur in Calberlah, sondern auch in Essenrode aus. Dort übernimmt sie die pfarramtliche Vertretung für den in gut einem Monat aus dem Amt scheidenden Pastor Christoph Pauer.

Rückenwind des Segens

„Es war ein unvergesslicher Moment“, erinnerte sich Schumacher an ihre Ordination. Den Rückenwind des damaligen Segens spüre sie nach wie vor in ihrer ungebrochen großen Leidenschaft fürs Amt, „wenn ich mit Menschen spreche oder schweige, trauere oder feiere, singe oder bete. Dafür bin ich unendlich dankbar.“ Und die offizielle Amtseinführung war für sie jetzt ein mindestens ebenso emotionales Erlebnis: „Ich wusste, dass es so sein würde. Aber das macht es nur umso schöner“, sagte sie. Musikalisch trugen dazu der Frauenchor der Christuskirche und Isenbüttels Posaunenchor bei.

Von Ron Niebuhr

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